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Julija Timoschenko Behandlung durch deutschen Arzt in Charkiw geplant

 ·  Die inhaftierte Oppositionspolitikerin Julija Timoschenko soll von Dienstag an von einem deutschen Arzt in der Ukraine behandelt werden. Das sagte der Chef der Berliner Charité nach einem persönlichen Gespräch.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (16)

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Lutz Grellmann
Lutz Grellmann (Lumi1) - 05.05.2012 15:01 Uhr

Theater

Die Deutsche Seite mischt sich hier nur ein als Dank für die Vermittlung von Frau Timoschenko in der Gaslieferkrise - immerhin war Westeuropa der Leidtragende dieser Lieferunterbrechung und Timoschenko hat wohl unter Druck aus dem Westen Verträge schnell unterzeichnet.
Sehr wahrscheinlich hat Frau Timoschenko -genauso wie viele andere Politiker vor ihr und nach in Osteuropa- in ihre eigene Tasche gewirtschaftet so daß das Urteil wenn es auch gegen alle anderen angewendet würde völlig gerecht wäre. Aber darum geht es den Deutschen Stellen offenbar nicht.

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eduard neumaier

Was der eigentliche Skandal ist

Alles ist richtig: die Ukraine während der EM zu boykottieren, Frau Timoschenko durch deutsche àrzte zu behandeln, gegen die Haftbedingungen der Politikerin zu protestieren Doch den eigentlichen Skandal trifft das alles nicht. Es ist auch nicht das Urteil gegen die ehemalige Regierungschefin - der Skandal ist die Anklage selber. Und dagegen war nie ein Wort zu hören
Für ein in seinen politischen Sitten so verwahrlostes Land wie die Ukraine wäre es normal gewesen, hätte man Frau Timoschenko angeklagt wegen persönlicher Bereicherung, wegen Korruption oder allem anderen möglichen - auf den Wahrheitsgehalt kommt es bei solchen Prozessen sowieso nicht an.
Doch jemanden anzuklagen, er habe Verträge zum Nachteil der Ukraine geschlossen (und gar noch mit Russland) - das kann im Ernst kein justitiables Vergehen sein. Mit dieser Beschuldigung könnte jeder abgelöste Regierung jedes Landes von den Nachfolgern verklagt werden.
Warum richtet sich der Protest nicht gegen diese Absurdität?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.05.2012 17:56 Uhr
Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 05.05.2012 17:56 Uhr

Weil die Hetzer doch stolz darauf sind, Regierungschefs von ex-Kolonien einzukerkern

Dazu gibt es im Haag doch diese Kolonialgerichte, die Regierungschefs von souveränden Staaten für ihre Regierungspolitik einsperren.

So wie sie seinerzeit Menschen in ihren afrikanischen Kolonien zum Tode verurteilt haben für das Verbrechen, Schwarze für Menschen gleichen Rechts wie ihre "weißen" Kolonialherren zu halten.

Von daher finden die Gaucks, Merkels usw usf nichts daran, frühere Regierungschefs für ihre Entscheidungen einzukerkern. Das haben sie mit den Vortänzern der "wiedervereinigten" DDR ja auch getan. Geheimdienst ist eben nicht Geheimdienst.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 05.05.2012 13:07 Uhr

PR für die Charitè

Richtig!

Allerdings fange ich inzwischen an, keine Wieselwörter mehr zu benutzen wie EU eines ist. Verursacher dieser Selbstmordserien und Krankheiten wie Depression sind: EU-Kommission unter der Herrschaft Merkel als Trittbrettfahrer Sarkozy,

die EZB, Mario Draghi, Bankmanager, u.a. Vizepräsident von Goldmann Sachs, London,

IWF-Europaabteilung, jetzt Reza Moghadam, zuvor Antonio Borges ehemals Direktor von Goldman Sachs USA.

Die gesamt Hochfinanz hat das Sagen und Merkel, Schäuble gehen an der Leine.

Und wo hat Frau Timoschenko ihre Milliarden angelegt ?

Der deutsche Arzt ist nur ein "kleines Licht", wird seine Arbeit sicher nicht umsonst machen und die Charitè hat gute PR.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 05.05.2012 12:20 Uhr

Missbrauch des Sports durch politischen Boykott

Interessant sind die Aussagen des Gerichtsmediziners, dass Timoschenko sich diese Verletzungen selber hat zufügen können. Blutergüsse können sehr schnell entstehen, mit den Armen an Tür, Tisch oder Bettgitter schlagen und schon ist es passiert.

Ansonsten stimme ich den Argumenten von ai zu.

Der Sport darf nicht für politische Spielchen von Timoschenko und Merkel, die ja, in Verbindung mit Gauck, zum Boykott geblasen hat, missbraucht werden.

Das wäre dann ein Bankrott für alle sportlichen Ereignisse in der Zukunft.

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paul maske

Tymoschenko

Gibt es denn nichts wichtigeres als über diese lächerlichen verletzungen der schönen Frau Tymoschenko zu schreiben.Der wird schon nichts angetan werden.Bei der Aufmerksamkeit die sie inzwischen in presse,und jetzt auch noch im Fernsehen durch das Auftreten der Tochter geniesst.Mich ,und wahrscheinlich viele Andere würde sehr das Vorleben dieser Dame interessierenSicher auch die Menschen in der Ukraine.Das ganze Theater ausgelöst von unserem werten Herrn Bundespräsidenten

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 05.05.2012 01:03 Uhr

Das ist doch geradezu unverschämt!

Da mischt sich so ein Arzt von der Charité in diese wunderbare Kampagne für einen Regime-Change in Kiev ein und nimmt das Angebot der ukrainischen Regierung an, diese Frau, deren Leiden doch so gut für den erneuten Angriff auf die Ukraine benutzen konnte, in ihrem Heimatland zu behandeln, so daß die womöglich sogar gesund wird und nicht mehr als Waffe gegen die ukrainische Regierung taugt!

Sollte man den Mann nicht wegen Vaterlandsverrat einsperren?

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Dietrich Koeppel

Julija Timoschenko

Es ist absolut indiskutabel und auch infam, wie die Ukraine bisher mit Julija Timoschenko umgeht. Die EU ist sehr zu loben für ihre Signal-Entscheidung. Ebenso gebührt der FAZ besonderer Dank für ihre regelmäßige Berichterstattung zu diesem Thema.

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Joachim Schroeder

Ablenkungen!!

Wer behandelt die auf Grund der verfehlten EU-Politik selbstmordgefährdeten
EU-Bürger in den PIIGS Staaten, die sich reihenweise umbringen, weil sie
keinen Ausweg aus der von der EU verursachten Finanz- und Wirtschafts-
krise sehen?? Da kommt der Fall Timoschenko den EU-Bankrotteuren gerade
recht, um von der eigentlichen Misere des Trauerspiels in der EU abzulenken!!

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Deutschland hat den Superarzt!

Als deutscher Arzt bin ich mächtig stolz, daß ein deutscher Arzt die prominente Inhaftierte behandeln darf. Wir deutschen Ärzte sollten Frau Timoschenko zur Botschafterin machen, die für die überragende Qualität der deutschen Medizin in aller Welt bürgt. Und sollte es uns deutschen Ärzten gelingen, weltweit den Ruf von konkurrenzlosen Hämatom-Spezialisten zu erringen, so könnten wir die quälende Honorardurststrecke in Deutschland endlich locker hinter uns lassen!

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Christian Wolff

wie gut...

dass wir in Deutschland so gute und selbstlose Ärzte an der Charite haben. Vorbildlich für die Ukrainer Medizin und Menschenrechtlichkeit. Hoffentlich bekommen wir bald ausführliche Bulletins zu sehen, damit wir die Großartig- und Herrlichkeit direkt in Augenschein nehmen können. Und anschließend geht die Reise gleich weiter nach Guantanamo und hinterher nach Stockholm, den Nobelpreis abholen. Das Ganze ist eben eine Show. Ist die deutsche Approbation in der Ukraine überhaupt anerkannt ? Normalerweise sind aufwändige Zulassungsverfahren erforderlich, wenn man ärztlich in einem anderen Land tätig sein will. Man scheint hier von Ukrainer Seite sehr entgegenkommend zu sein. Das passt nicht so recht ins mediengeläufige Bild.

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Closed via SSO
Jochen Wegener (Malchik) - 04.05.2012 21:37 Uhr

Na, da wird den ukrainischen Wählern aber ein Lichtlein aufgehen:

Timoschenko scheint sich selbst zu fein für die medizinischen Künste der eigenen Landsleute und muß sich vom Ausland behandeln lassen. Dazu jammert sie öffentlich wegen einige blauer Flecken in einem Land, in dem manche um den nächsten Tag mangels Arbeit und Einkommen fürchten müssen. Ob das vielleicht auch das Nachdenken nicht nur über die gebunkerten Gas-Millionen fördert sondern auch über das Kreuzchen bei der nächsten Wahl?

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Steffen Sorg

Nackt stillstehen vor der Zelle, Einzelhaft, Schlafentzug,

nicht mal Kopfkissen oder Decken im Bett, in der Nacht wurde die Kleidung weggenommen.
Keinen Zugang zu Nachrichten. Keinen Kontakt mit Menschenrechtsanwälten. Völlige Erniedrigung mit dem Ziel von psychischen und körperlichen Schäden.
Ach so.... nein ich mein jetzt nicht die Julia...der gehts ganz gut, wenn sie sich selbst nicht so viel Schaden zufügen würde.
Auch nicht Chen Guangcheng. Der ist im Krankenhaus und es geht im gut.
Ich meine Bradley Manning, der durch seinen mutigen Einsatz die Verbrechen der US Army ("Collateral Murder“) aufgedeckt hat.
Dem gehts mies. Dem droht sogar die Todesstrafe. Aber dazu verlieren unsre Leit-Medien und Politiker kein Wort.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.05.2012 13:18 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 05.05.2012 13:18 Uhr

Hilfe für Bradley Manning

Danke, dass Sie dieses Thema angeschnitten haben.

Das ist das Schöne an Foren - viele Hinweise und Meinungen. Ihr Hinweis ist moralisch gesehen, Gold Wert oder lebenswertvoll für Bradley Manning. Dem wünsche ich wirklich für jeden TAg die allergrößte Aufmerksamkeit, Hilfe und letztlich die Entlassung aus dem Gefängnis.

Und dazu schweigt die Kanzlerin.

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Felix Andersen

Da ist es schon wieder

"Der stellvertretende Vorsitzende der ukrainischen Regierungspartei, Leonid Koschara, drohte unterdessen Deutschland wegen der Boykottdrohungen mit wirtschaftlichen Konsequenzen."

Die "Drohungen" waren offenbar die Antwort auf Westerwelles gestrigen Kommentar, daß das EU-Assoziierungsabkommen auf Eis gelegt sei. Ich finde in sämtlichen Nachrichtenportalen nicht ein einziges Zitat, daß Koschara sich auf den EM-Boykott bezog. Das wird in vielen Überschriften behauptet, im Text ist dann jedoch eindeutig die Zuordnung zu den Aussagen zum Assoziierungsabkommen. Vielleicht, weil die "Drohung" in diesem Zusammenhang eher von Berlin ausging, während der EM-Boykott ja wirtschaftlich nicht von Belang ist?

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anna bez
anna bez (berlin) - 04.05.2012 20:01 Uhr

Mit Blauen Flecken und Frauenrechten zum Regimechange.

Klingt wie aus einem CIA Memo von Wikileaks.

Wir Bürger wollen keine Einmischung in fremde Länder, weil wir auch nicht wollen dass sich neben den USA und England u.a. in Zukunft noch mehr Länder in Deutschland einmischen. Den Atomschrott der USA hier zu Lagern genügt schon.

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