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Dienstag, 18. Juni 2013
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„Jugendforen“ unterstützen Armee Heftige Kämpfe im Süden Jemens

 ·  Am dritten Tag in Folge haben sich in der Stadt Laudar Islamisten Gefechte mit jemenitischen Regierungssoldaten geliefert. Unterstützt wird die Armee von Einwohnern der Stadt.

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© AFP Gegen die Dschihadisten: Stammeskämpfer in der Provinz Abyan

In der südjemenitischen Stadt Laudar haben sich am Mittwoch Kämpfer der islamistischen Extremistengruppe Ansar al Scharia (Helfer der Scharia) und die Einwohner der Stadt, die von Regierungssoldaten unterstützt werden, am dritten Tag in Folge heftige Gefechte geliefert. Dabei flog die Luftwaffe Angriffe auf Stellungen der Dschihadisten und zerstörte mindestens einen erbeuteten Panzer. Die Zahl der Toten stieg auf 158, die meisten davon sind Kämpfer der Dschihadistengruppe. Unter ihnen befinden sich nach Angaben des jemenitischen Verteidigungsministeriums auch saudische Extremisten.

Die jemenitische Regierung wies die Forderung der radikalen Islamisten zurück, inhaftierte Kämpfer von Al Qaida gegen gefangengenommene Soldaten freizulassen. Die zwischen der Küste und dem Hinterland strategisch günstig gelegene Stadt Laudar war in der Vergangenheit wiederholt Schauplatz von Gefechten zwischen Regierungstruppen und dem Terrornetz Al Qaida.

Begonnen hatten die jüngsten Auseinandersetzungen am Montag, als Kämpfer von Ansar al Scharia im Morgengrauen Laudar aus mehreren Richtungen gleichzeitig angriffen und auch die Kaserne der Stadt besetzten. Dabei erbeuteten sie vier Panzer, Flugabwehrgeschütze und viele Gewehre mit Munition. Die Extremisten hatten Laudar schon im Vorjahr kurze Zeit unter ihrer Kontrolle gehabt. Im Bergland Dschebel Yusuf nahe Laudar besetzten sie ebenfalls eine Stellung der Armee sowie einen Straßenkontrollpunkt in der Provinz Marib, wo mindestens acht Soldaten getötet wurden.

Jugendorganisation von Al Qaida

Nach Angaben der Zeitung „Al Sharq al Awsat“ sind die Extremisten entschlossen, die Stadt Laudar zu erobern wie sie zuvor, ebenfalls in der Provinz Abyan, die Städte Sindschibar und Schaar erobert hatten, die sie aber nicht mehr vollständig kontrollieren. Die Zentralregierung hat aber die Kontrolle über Teile der Provinz verloren, wo jetzt die Dschihadisten das Sagen haben. Von Laudar wollten die Extremisten ihren Machtbereich Richtung Norden ausweiten und weitere Städte erstürmen, vermutet die „Al Sharq al Awsat“.

In der Stadt stellten sich Soldaten der regulären Armee und vor allem Jugendliche den Extremisten entgegen. Al Qaida hatte in der Provinz die „Ansar al Scharia“ als eine Jugendbewegung gegründet, nachdem sich zuvor Jugendliche, die sich klar von Al Qaida distanzieren, in vielen Städten des Jemen in Gruppen als „Jugendforum“ zusammengeschlossen hatten. Mit der Gruppe Ansar al Scharia will Al Qaida eine eigene Jugendorganisation aufstellen. Nach arabischen Pressemeldungen zeichnen sich in den Kämpfen gegen die Ansar al Scharia insbesondere das „Jugendforum von Laudar“ und Einheiten der lokalen Stämme aus. Die Freiwilligen des „Jugendforums Laudar“ hatten schon im Juli 2011 einen Angriff der Ansar al Scharia auf die Stadt zurückgeschlagen.

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Jahrgang 1956, Redakteur in der Politik.

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