14.11.2012 · Kokett oder korrupt? Isaf-Kommandeur Allen ist im Zuge der Ermittlungen um den CIA-Direktor Petraeus in den Affärensog geraten. Im Mittelpunkt der bizarren Enthüllungen steht auch die Frage: Welche Rolle spielt ihre gemeinsame Bekannte Jill Kelley?
Von Matthias Rüb, WashingtonRichtlinien für Lesermeinungen
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Das mit den 20-30 Tausend Mails und SMS bedarf noch der Aufklärung. Bei angenommenen 5 Minuten pro Mail/SMS und 5 Stunden Dauerschreiben pro Tag komme ich auf 500 Tage! Deutlich länger als die beschriebene Dauer der Liasion. Aber mal im Ernst: Politik und Wirtschaft und Wissenschaft müssen sich mal sachlich um das Sex - Problems kümmern. Zuviele eigentlich wertvolle Führungskräfte im Sinne von Erfahrung, Ausbildung und Leistung gehen dabei perdu. Zwangsläufig führt Verliebtheit, oder was da immer bei Frauengeschichten so passiert, zu einer Form der Unzurechnungsfähigkeit die von den betroffenen Männern als solche gar nicht mehr wahrgenommen wird sondern sie eher noch als ein Beleg für Erfolg und Macht und ihrer Unwiderstehlichkeit motiviert. Die Schäden sind immens: für Familie, Freunde, die Gesellschaft. Natürlich lässt sich damit hervorragend für Gegner, Neider, Zweitplatzierte usw. operieren. Funktioniert fast immer! Schutz gibt es keinen. Wens erwischt, ist dran.
Der Ehebruch eines US-Soldaten ist kein Dienstvergehen
Ansonsten wäre rund ein Drittel meines Zuges disziplinar gemaßgeregelt oder noch absurder, vor einem Militärgericht gelandet (kein Witz). Untersagt ist die sogenannte Fraternalisierung, was gelegentlich dazu führte, daß einer der Beteiligten aus dem Militärdienst ausschied, um die Beziehung fortführen zu können. Erst wenn dem Befehl, sie abzubrechen, nicht Folge geleistet wird, droht zumindest dem Ranghöherem ein Verfahren, was im Extremfall zu einer Haftstrafe und anschließender, unehrenhaften Entlassung führen kann. Allerdings wird Ehebruch von der militärischen Führung mißbilligt und individuell mit informellen Sanktionen geandet (Karriereknick/Versetzung), da es das Ansehen und die Moral der Truppe beschädigt bzw. beeinträchtigt. Für Geheimnissträger und "high profile" Staatsdiener (nicht nur Soldaten) gelten besondere Maßstäbe, um sie und ihre Dienstherrn zu schützen. Moral und Normen spielen dabei keine Rolle.
Auf US-Servern kann spätesten nach e halben Jahr ohne richterl.Genehmigung in USA zugegriffen
werden.Damit kann jedes Mail,dass unverschlüsselt auf einem
US-Server landet,gelesen werden.
US-Behörden könnten aber die Spionagesoftware TOR auf dem
Rechner des Senders installieren,wo das E-Mail abgeschickt worden ist,um
eine ggf Verschlüsselung zu umgehen.
(Das Google-Kto für E-Mails liegt auf US-Servern)
@Herr Reichert Schlapphut-Chefs der CIA ticken da anders.
Die denken noch in Zeiten von der 3.Mann. Es wurden zwischen den Turteltauben ja keine E-Mails versandt. Beide verfügten über dass Password zu einem account. Die geschriebenen mails wurden nicht verschickt, sondern im Papierkorb deponiert, zu dem auch der/die andere jeweils Zugang hatte und lesen konnte. Der Chef der CIA glaubte also, dass diese mails dadurch geschützt und sicher waren. Der Mann war nun der Chef des grössten und mächtigsten Geheimdienstes der Welt. Solche Geschichten kann man nicht erfinden.
Wie krank ist das denn: 30 000 emails an seine Geliebte! Ein Mann mit Kontrollverlust als Oberbefehlshaber in Afganistan. Schrecklich!
Diese schlüpfrigen Kelley-Sisters sind typisch amerikanische
Frauen, die sich mit der inflationären
"Gefall-ich-dir-ich-bin-jederzeit-verfügbar"-Pose ins
Kameralicht setzen. Cheap tricks for old dry past midlife crisis men.
Die arme Frau Holly Petraeus, die sich mit diesen Tussi ablichten liess.
Aber was bitte schreibt man sich auf 20.000 bis 30.000 Seiten
"Korrespondenz"? Da bleibt einem zu gar nichts mehr Zeit.
Weder für (Fake) Charity-Parties noch zum Krieg spielen.
"God's own Country" is very much doomed.
Paula und Jill_ein Beispiel,dass es unter Frauen "Stutenbissigkeit" ,aber keine"Genderbissigkeit"
gibt.Gender ist ein Konstrukt!Wie geschehen,läuft Stutenbissigkeit
bei Frauen in verdeckter Form ab,wo Dritte oft ahnungslos sind.
Frau Reding von der EU-Kommission,die die Frauenquote in Europa
vorantreiben will,wird, falls umgesetzt ,in Vorständen und
Aufsichtsratgremien ,auch die verdeckte "Stutenbissigkeit" mit
einführen,die sich dann bemerkbar machen wird,sobald 2 Frauen in
die Gremien einziehen werden.
Eine Armee, die Soldaten bis hin zum General streng bestraft, weil sie Ehebruch begehen. Gleichzeitig Generäle in gesetztem Alter, die offenbar grenzenlos notgeil sind und sich Tag und Nacht mit nichts anderem als Sexmails befassen, während sie eigentlich höchste Ämter ausfüllen sollen. Zwei eher unattraktive Frauen als merkwürdige Zielobjekte der knackigen alten Generäle, die mit diesen Generals-Verbindungen nicht anderes als Geld machen. Ach Amerika, wie bist Du auf den Hund gekommen!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.11.2012 08:58 Uhr"Zwei eher unattraktive Frauen..."
oh, da interessiert mich aber Ihr Frauenbild !
Ich befürworte nicht den Ehebruch, aber...
...mit wem die Herren Offiziere ins Bett steigen sollten sie in einer
Demokratie selbst entscheiden dürfen!!!
Der einzige Vorwurf dürfte nur der betriebene Zeitaufwand für
die amourösen Affären in einer Kriegssituation sein. Den Jungs
scheint im Eifer des Gefechts - weniger auf dem Schlachtfeld als im Bett
- der Realitätssinn für ihre delikate Situation im
Krisengebiet abhanden gekommen zu sein.
Erpressbarkeit
... In den prüden und familiensinnigen USA ist das durchaus ein
Problem, bei uns aber auch (Seehofer, Schröder, Fischer) und ist
die Dame zu jung, kann es auch die Spitzenkandidatur kosten (der Fall in Kiel).
Interessant ist m.E. mehr, dass das politisch dann auch von vermeintlich
fortschrittlichen Parteien ausgeschlachtet wird, solange es nicht
eigenes Personal betrifft ... Clinton war so ein Fall. Praktikantin und
Bundespräsident - das würde auch Gauck nicht überleben ....
"...mit wem die Herren Offiziere ins Bett steigen..."
Bei Zivilisten nichts dagegen einzuwenden, allerdings ist die
Angelegenheit bei militärischen, politischen und diplomatischen
Geheimnisträgern ein wenig heikler, je exponierter desto schlimmer.
Siehe Mata Hari oder diese vor nicht allzu langer Zeit enttarnte Agentin
006 Chapman.
Die Armee pflegt diese harten Regeln nicht wegen überzogener
Strenge, Intoleranz o.ä. sondern eher aufgrund bitterböser Erfahrungen.
Der Chef des Geheimdienstes........
kann seine Affäre nicht geheimhalten.
Mata Hari hatte keine Zeit ein Buch noch zu schreiben.
Heidi Fleiss bekam ihren Preis.
Lewinsky schreibt noch bis 2016.
Broadwell´s All In: The Education(?) of General Petraeus schon
veröffentlicht und nicht mehr auf der Bestsellerliste oder bald wieder.
Das Neue wird wohl gerade als Quellensammlung von der FBI gelesen und
mit dem Arbeitstitel All Out gehandelt und Honigfallen schnappen.
Kelley darf sich dann mit dem Buch und Filmrechtpreis "20.000
Shades of Grey Uniform" armo(u)rtisieren
'General David Petraeus's fatal flaw not the affair, but his Afghanistan surge' (Guardian)
Die Affaire enthuellt schlaglichtartig nochmals die Verantwortungslosigkeit westlicher Militaers in Afghanistan.
dass Afghanistan ein militärisches Debakel ist, wenn deren oberster Heerführer sich praktisch Tag und Nacht um seine anzügliche Liebes-Lyrik kümmern muss. Man stelle sich das einmal vor, 20000 bis 30000 heiße SMS in so kurzer Zeit, wer soll da noch Zeit für schnöde Kriegsplanung haben?
Der Vorgang erfüllt wieder mal alle Klischees, die man sonst nur in Drehbüchern zu finden glaubt.
Matthias Rüb Jahrgang 1962, politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
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