Jerusalem bringt Wegweiser für neue amerikanische Botschaft an
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Eröffnung in einer Woche : Jerusalem bringt Wegweiser für neue amerikanische Botschaft an

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Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat bringt einen Wegweiser zur amerikanischen Botschaft an. Bild: dpa

Zum 70. Staatsjubiläum wird die amerikanische Botschaft feierlich in Jerusalem eröffnet, vorerst in einem Provisorium im bisherigen Konsulat. Die Stadt hat schon Wegweiser angebracht. Die Palästinenser rufen zum Boykott auf.

          Eine Woche vor der umstrittenen Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem hat die Stadtverwaltung entsprechende Wegweiser anbringen lassen. „Das ist kein Traum - das ist Realität“, sagte Bürgermeister Nir Barkat am Montag. „Jerusalem ist die ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes – und die Welt beginnt, diesen Fakt anzuerkennen.“ Er danke Präsident Donald Trump dafür, diesen „historischen Augenblick“ geschaffen zu haben. Die Palästinenserführung rief dagegen zum Boykott der Einweihungszeremonie auf.

          Trump hatte im Dezember in einem historischen Alleingang Jerusalem einseitig als Israels Hauptstadt anerkannt. Er kündigte zudem den Umzug der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem an. Der Schritt löste international scharfe Kritik aus. In den Palästinensergebieten kam es zu Unruhen.

          Am kommenden Montag, dem 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels, wird die amerikanische Botschaft in Jerusalem offiziell eröffnet werden. Allerdings ist dies lediglich ein erster Schritt. Dafür wird ein Gebäude des Konsulats im Jerusalemer Stadtteil Arnona umfunktioniert. „Zunächst wird die Übergangsbotschaft in Arnona Bürofläche für den Botschafter und einen kleinen Stab enthalten“, sagte ein Vertreter des amerikanischen Außenministeriums. Bis Ende nächsten Jahres sei die Eröffnung eines Botschaftsanbaus auf dem Gelände geplant. Zudem sei mit der Suche nach einem Standort für die ständige Botschaft begonnen worden. Die Planung und der Bau würden ein längerfristiges Projekt werden.

          Saeb Erekat, Generalsekretär der palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, kritisierte die Eröffnungspläne scharf. „Mit der Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt und dem Umzug der Botschaft dorthin, verletzt die Trump-Regierung ihre Verpflichtungen nach internationalem Recht“, sagte Erekat. „Wir rufen alle diplomatischen Korps, zivilgesellschaftlichen Organisationen und religiösen Autoritäten zum Boykott der Einweihungszeremonie (...) auf.“ Die Eröffnung der Botschaft sei nicht nur illegal, sondern werde auch die Verwirklichung „eines gerechten und dauerhaften Friedens“ zwischen Israel und einem Staat Palästina vereiteln, sagte Erekat.

          Israel sieht ganz Jerusalem als seine Hauptstadt an. Die Palästinenser fordern dagegen den 1967 von Israel besetzten Ostteil der Stadt als Hauptstadt für einen künftigen Staat Palästina.

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