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Japan Macht Abe den Atomausstieg rückgängig?

 ·  Nach seinem Sieg bei der Parlamentswahl vor zehn Tagen ist Shinzo Abe von der Liberaldemokratischen Partei zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Mit Abe kehrt ein Befürworter der Kernenergie an die Macht zurück.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (50)
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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 27.12.2012 19:49 Uhr

Bitte schön.

dass auch ich niemals wissen kann, was wirklich der beste Weg ist, sage ich man sollte sehr ruhig und keinesfalls ängstlich Zukunft denken.

Nein ich beschreibe nicht den besten Weg.

Aber ich sehe Zukunft positiv. Komisch dass vor allem linke immer nur schwarzsehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 19:36 Uhr
Timm Herbst

Besser nicht

@Marie Gruber:
Intelligenz zeichnet sich u.A. dadurch aus, dass man aus Fehlern lernt. Nach inzwischen nun schon drei verheerenden GAUs und einigen Beinahe-GAUs ziehen Menschen mit hinreichend Intelligenz und Verantwortungsbewußtsein die entsprechenden Konsequenzen, indem die einen Atomausstieg wollen.

Was nicht gerade für Diejenigen spricht, die immer noch gedanklich an Kernenergie kleben.

Das hat also in erster Linie rein gar nichts mit Angst, sondern Vernunft und Lernwillen/-Vermögen zu tun. Valide Sachargumente gegen Kernenergie gibt es zuhauf. Einfach mal google bemühen => AntiAtomPiraten/Argumente - Oberster Suchtreffer

In Anlehnung an ihre Abschlussbemerkung: Komisch, dass vor allem "Konservative" und "FDPler" so ignorant und pflichtvergessen gegenüber der Gesellschaft sind.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 27.12.2012 15:14 Uhr

Nur eine mit ruhiger Hand gefundene Entscheidung kann die Zukunft Japans besonders

in wirtschaftspolitischer Hinsicht sichern. In Japan ist der Erfolg und der Wohlstand in Jahrzehnten nur durch preiswerte Energie zu sichern.

Dass wir hier in Deutschland immer nur in Hysterie verfallen selbst dort wo Seebeben nicht zu erwarten sind bleibt unser ideologisches Problem.

Eine eher kleinere Gruppe in Deutschland argumentiert mit Ängsten auch Zukunftsängsten die wohl in keinem Volk so viele Anhänger und Gläubige findet.

Gut dass die gesamte übrige Welt all das sehr viel gelassener ja vernünftiger sehen.

Hoffen wir mal dass auch Deutschland irgendwann sehr viel gelassener und angemessener entscheidet.

Deutsche Angst - Neid Kultur schlimm schlimm.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 19:51 Uhr
Timm Herbst

Bitte ersparen sie und leere Phrasen und bleiben beim Thema

@Marie Gruber:
Valide Sachargumente gegen Kernenergie existieren seit JAHRZEHNTEN zuhauf: google> AntiAtomPiraten/Argumente - noch ruhiger kann man sich kaum für einen Atomausstieg entscheiden. Das hat weder etwas mit Hysterie noch mit "Ängsten argumentieren" zu tun. Bitte ersparen sie uns doch solche substanzlosen Faktenverdrehungen. Danke.

Sie bemühen immer noch die längst widerlegte Mär vom "billigen Atomstrom"? Oder sollte das gar Kalkül wider besseren Wissens sein?
Um ihrer Unkenntnis abzuhelfen: google > "Wirtschaftlich vorteilhaft, da geringe Kosten: billiger Atomstrom" (entsprechendes Kapitel).

Immer mehr Staaten beweisen ECHTE Vernunft und steigen aus. Abgesehen vom atomenergieverliebten Frankreich ist das Votum der Gesellschaften aus guten Gründen gegen Kernenergie. Was sie als "gelassener" verbrämen wollen ist also in Wahrheit die pure Ignoranz von Regierungen gegenüber dem Volkswillen.

Wann bringen sie mal valide Sachargumente anstatt leerer Phrasen? Nie?

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Philipp Laurisch

Aus dem Osten kommt das Licht

Japan hat einen Schuldenstand von über 200%.
Es ist in einer Art Dauerrezession.
Es wird unentwegt von fatalen Naturkatastrophen erschüttert.
Es hat mehr als schwierige Beziehungen zu seinen Nachbarn.
Und das größte demografische Problem überhaupt.

Es ist die drittgrößte Wirtschaftsmacht mit deutlichem Vorsprung vor Deutschland. Japan wird diese Position einigermaßen verteidigen können. Wir werden absacken.

Ja, wie machen sie das?

Zuwanderung? Nein, Migrantenquote ist bei 1,5%.
Wie dann?
Die Leute sind stolz auf ihr Land und ihre Kultur. Sie leben länger und gesünder als wir.
Sie leben ohne Gender-Mainstreaming.
Sie brauchen keine politische EU-Schuldenunion und keine Kunstwährung.
Sie müssen ihr Land nicht am Hindukusch verteidigen.

Das könnten wir sein!

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Thomas Philippi
Thomas Philippi (mot2) - 27.12.2012 12:08 Uhr

Diesiger Nebel --

Was passiert eigentlich, wenn nachgewiesen wird, dass der Durchschnittsverbrauch eines deutschen Haushaltes von gegenwärtig 3500 kWh dank des Einsatzes von Atomkraft auf 500 kWh gesenkt werden kann.

Harakiri, oder ein Resozialisierungsprogramm?

zum Grusse

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Closed via SSO

Harakiri hat in Japan Tradition.

...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 10:56 Uhr
Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 27.12.2012 10:56 Uhr

Herr Fischer,Sie haben nur den entscheidenden Unterschied ignoriert: Durch KKWs ist in Japan noch

niemand um`s Leben gekommen. Beim Harakiri soll es wohl anders verlaufen, übrigens auch bei Erdbeben, Tsunamis etc.. Gefährlicher sind allenfalls nur noch deutsche Kernkraftwerke, weshalb man sie ja auch auf dringende Empfehlung von technisch-fachkompetenten Politologen, Bischöfen und Berufspolitikern schnellstmöglichst abschaltet. Sie kennen ja sicher den Ausspruch eines früheren Umweltministers: "Grundlast, das ist altes Denken".
Da kann man nicht viel machen, denn was man nicht verstehen kann, das macht einem meistens Angst.

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Andreas Pätzold

Radiomeldung von heute morgen (Deutschlandfunk)

"Japans neue Regierung will sichere Atommeiler wieder ans Netz lassen
Fast zwei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat Japans neue Regierung angekündigt, die als sicher eingestuften Atomkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen. Industrieminister Motegi sagte in Tokio, vor einem derartigen Schritt müsse sich die unabhängige Regulierungsbehörde allerdings für die Sicherheit der Reaktoren verbürgen(!).Auch der Bau von Reaktoren werde nach eingehender Prüfung (!)wieder aufgenommen. Gleichzeitig kündigte Motegi den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien an. Der neue Ministerpräsident Abe ist seit gestern im Amt, die Atomkraft war eins seiner Wahlkampfthemen. Sein Vorgänger Noda hatte langfristig für einen Verzicht auf die Kernenergie plädiert."
ps: Die ausrufezeichen stammen von mir.

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Karl Dietrich Naumann

Herr Diesing, kennen Sie den ?

Fährt einer auf der Autobahn, kommt plötzlich eine dringende Verkehrsdurchsage : Achtung,
Vorsicht e i n Geisterfahrer kommt Ihnen entgegen, er daraufhin ... nein nicht einer,
viele, viele ! Ihren brillanten Kommentaren zur Energiewende und den sog. erneuerbaren
Energien haben die beschränkten Foristen aber auch gar nichts entgegenzusetzen, ........ meinen Sie ! Die überwältigenden Zustimmungen geben Ihnen ja so recht ! Haben Sie
den Job des Pressesprechers von Frau Merkel im Blick ?

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 26.12.2012 21:25 Uhr

Niemand wird ernstlich behaupten wirklich den richtigen Weg und das Beste für die Zukunft

zu kennen. Ich ganz gewiss nicht.

Aber alle wirklich alle werden mit mir einig sein, der völlig übezogene Ausstieg hätte mit ein klein wenig mehr Ruhe sinnvoller durchgeführt mehr Sicherheit und geringer Belastung bedeutet.

Und in Sachen Griechenland darf jeder alles erzählen. Nur rauswerfen GR geht nicht und keiner hat bis zur Stunde einen besseren Weg gezeigt der wirklich eine bessere Sicherheit bietet .

Ob und was es kostet müssen wir uns da wirklich Gedanken machen ?

Ober reicht es nicht nur sehr genau darauf zu achten dass die Griechen und andere die Regeln einhalten damit es nicht wirklich schlimm wird.

Ich bemitleide wirklich die ständigen Schwarzmaler. der Köllner sagt, es hätt noch immer jut gegange.

Last doch eure Horror Vorstellung warum muss es denn so negativ ausgehen.

Ja nur wirklich aufrichtige werden ohne Gau ohne Angst und Ideologie sehr sachlich positiv und unaufgeregt in die Zukunft schauen.

Lasst doch einmal die Politik draußen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 20:56 Uhr
Timm Herbst

Wie oft wollen sie eigentlich noch die Fakten verdrehen?

@ Fr. Gruber
Falsch und falsch: Viele dürften mit ihnen uneinig sein, was den angeblichen „völlig überzogenen Ausstieg“ anbetrifft. Sicher hätte man das sinnvoller durchführen können: nämlich früher. Und man hätte ebenfalls viel früher in Netzausbau und Erforschung von Speichertechnologie investieren sollen.

Ich bemitleide wirklich die ständigen Ignoranten und Schönredner. Wer GAUs wegrednet und/oder ignoriert ist alles andere als aufrichtig. Wer so tut, als würde Kernenergie nur aus Angst und nicht aufgrund einer entschlagenden Fülle valider Sachargumente abgelehnt ist umso unaufrichtiger - insbesondere dann, wenn sie schon mehrfach eines Besseren belehrt worden sind: google > AntiAtomPiraten/Argumente

Lassen sie doch mal ihre Kernenergie-Ideologie draußen! Kernenergie ist der falsche Weg. Sie haben schon hier schon viel geschrieben - aber ein valides Sachargument für Kernenergie war noch nie dabei. Allein das spricht Bände!

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Michael Arndt

Ernsthaft...

Was bleibt Japan außer Atomenergie?
Rohstoffe im Lande sind selten, die Topographie kompliziert und der Energiebedarf enorm.
Die normative Kraft des Faktischen wird nur in Deutschland geleugnet...

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otto sundt
otto sundt (drto) - 26.12.2012 17:29 Uhr

Demokratieverständnis?

Wenn in Japan, ein Staat mit einer demokratischer Verfassung und rechtsstaatlichen Institutionen eine Regierung abgewählt und ein anderer die Regierung übernimmt, kommen rot-grün Konservative in Deutschland ins rotieren, weil die Japaner eventuell mehr von Tsunamis als Atomkraftwerken Angst haben. Wenn sich in Ägypten ein Islamist an die Regierung lügt, intrigiert und halbwegs putscht gegen eine Mehrheit der Ägypter, denen er entweder gleichgültig ist oder die gegen ihn sind, sind die Herzen der Konsenskonservativen auf dessen Seite. Wenn sich in Syrien hunderttausende von Muslimen gegenseitig umbringen, wenn tausende Japaner bei einem Tsunami umkommen oder hunderttausende gegen Mursi sind, bewirkt das in Deutschland kaum ein Achselzucken. Wenn aber in Japan ein KKW havariert bricht in Dtl. Panik aus und wenn in Japan ganz demokratisch ein vermeintlicher Atomkraftbefürworter gewählt wird verstärkt sich die Panik. Nur die Deutschen wissen was richtig ist, den Beweis liefern sie tägl.

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Roland Wagner

Macht Merkel den deutschen Euroeinstieg rückgängig?

Die Hoffnung stirbt zuletzt...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 02:08 Uhr
Roland Wagner

Naja Herr Diesing, zahlentechnisch in punkto der Kommentaranzahl führen Sie

diese Zielgruppe ja offenbar an. Nennt sich das dann Für-Alles-Fraktion?

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Anton Paschke

Gegen-Alles-Fraktion

Herr Diesing, machen Sie mal einen positiven (und konkreten!) Vorschlag: wie soll Japan elektrischen Strom erzeugen?

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Michael Scheffler

stt ziemlich frech von den Japanern, die Achse Berlin-Tokio verlassen zu wollen

Hätte ich nicht erwartet. Aber auch hier ändern sich die Zeiten:-)

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Eva Steidl
Eva Steidl (evilein12) - 26.12.2012 16:12 Uhr

Shogun Abe - Japan im Umbruch?

Shogun Abe - Japan im Umbruch?

Viele innerpolitische Probleme und Umwelt- samt Menschenrechtsfragen sind ungelöst und Abe steht vor einer schwierigen Aufgabe. Die Weltwirtschaft schreitet voran und Japan sucht den Anschluss zu halten.

Traditionen, jahrhunderalt und noch so fremd, auch wenn die Vorzeitbranche Auto, Software und co so nahe sind....

Japans Umweltfragen sind so immens das sich eine ganz neue Branche entwickeln würde, wenn Abe nicht zu ein hartnäckiger Verfechter einer kritischen Energiepolitik wäre... Vielleicht liegt auch hier eine Chance für die Hintermänner hinter ihm und die japanische Wirtschaft ... Fukushima ist nicht vergessen und Japan soll auch für die nächste Generation bewohnbar sein und nicht durch Smog und Atomruinen nur mit Atemschutz zu besuchen sein auch für die Touris..... das sollte auch mal geschrieben werden....

Was ist aber mit den anderen Wirtschaftsbranchen??

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 23:53 Uhr
Anton Paschke

Smog

Der Smog muss wohl noch aus der Zeit stammen, als der Strom mit Schweröl erzeugt wurde,
also vor dem Bau von Fukushima 1.

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Sebastian Sodbrenner

.... vielleicht wird unsere Physikerin nach ihrem Blackout auch wieder mal klar im Kopf.

Hirnrissig an der Grenze zur Staatskriminalität, sichere AKWs von heut auf morgen per Gesetzesbruch abszuschalten .

Und jetzt wird irgendwie vor sich hingestümpert.

Eigentlich müßten alle Energieversorger - wie Vattenfall - gegen die Regierung klagen.
Ganz vorne dran die Landesregierung in Baden-Württemberg als Miteigentümer der
EnBW . Denn die Panikkanzlerin hat den Versorgern Milliardenschäden zugefügt.
Und Eigentum des Landes B-W vernichtet.

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Shinj Jun
Shinj Jun (Hiranen) - 26.12.2012 15:52 Uhr

Schlaue Japaner

Japan macht es schlau, sie wissen, dass es ohne Strom in einem Industrieland die Lichter ausgehen und warten erstmal ab, bis erneurbare Energien wirklich einsatzfähig sind. Nebenbei ist die japanische Forschung bezüglich der Speicherungstechnik viel weiter als die deutsche. Während wir lamentieren und die Probleme kaschieren, die durch den abrupten Ausstieg offensichtlich sind, arbeiten die Japaner an einer Lösung und steigen dann aus. Smart!

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 20:17 Uhr
Timm Herbst

Beherzigen sie ihren eigenen Rat, Herr Ermecke ...

... und bleiben sie bitte bei der Wahrheit! Infolge evidenter Selbstbezüglichkeit fällt ihr Vorwurf "Sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, daß Sie hier Ihren persönlichen Gesinnungsfeldzug mit einer Desinformationskampagne verbinden. Nahezu aller Ihrer faktischen Behauptungen sind falsch." doch unversehens auf sie selbst zurück.

Angesichts der Tatsache, dass es zu einer *multiplen* Kernschmelze kam, ist ihre Leugnung "Es gab keine "Reaktorkatastrophe", geradezu haarsträubend. INES-Stufe 7 - sagt ihnen das etwas? Noch evidenter kann man kaum die Unwahrheit bekunden.

Keine Nachrüstung der Welt kann vorhandene AKWs "sicher" machen. Unter besten Umständen nimmt die Unsicherheit etwas ab. Der mehrfache-GAU hatte multifaktorielle Ursachen und beschränkte sich nicht nur auf "Sicherheitsmängel". Lasche Prüfungen aufgrund der Verflechtung der japanischen Aufsichtsbehörde mit der Atomindustrie war z.B. eine weitere Ursache. Abschalten ist DIE gebotene Reaktion!

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Timm Herbst

Weder "schlau", noch [allgemien "Japaner"

@Shinj Jun
selten habe ich einen Kommentar gelesen, der weiter von der Wahrheit entfernt ist als ihrer. Selbstverständlich benötigt eine Industrieland Strom. Aber darauf folgt KEINESWEGS, dass Kernenenergie benötigt wird. Einsatzfähig sind EE doch schon lange. Man muss es nur auch *tun*! Gerade das Inselland Japan hat hervorragende Voraussetzungen für Windkraft.

Ansonsten hat in der japanischen Bevölkerung zu Recht ein Umdenken stattgefunden - nur gewisse Politiker sprechen sich weiterhin für Kernenergie aus. In Japan ist aufgrund der Verflechtungen von Atomindustrie/Politik/Aussichtsbehörde übrigens ein Ausstieg umso dringlicher. Was diesen Aspekt anbetrifft läuft das in Japan noch viel mehr schief als hier in Deutschland.

Fazit:
ein lapidares "[die] Japaner" ist sachlich völlig deplatziert und dass, was sie als "smart" verbrämen, dürfte in Wahrheit eher Pflichtvergessenheit und Verantwortungslosigkeit sein.

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Klaus Ermecke

Und noch etwas, Herr Diesing

Japan hat in dem in Deutschland üblichen Wortsinn genau ein KKW "abgeschaltet", indem die Regierung Naoto Kan den Betreiber "gebeten" hat, den Betrieb vorläufig einzustellen. Alle anderen Kraftwerke mußten wegen der völlig normalen Jahresrevision vom Netz, in der jeweils ein Teil der Brennstäbe ausgetauscht wird. In Japan ist danach das Wiederanfahren von der Zustimmung der Gouverneure der Präfekturen abhängig, die aber jetzt die Zustimmung verweigerten, weil sie (m.E. zu recht) entsetzt waren über das Maß der in Fukushima zutage getretenen Konzeptmängel.

Japan macht aber etwas richtig, was wir falsch machen: Es denkt in Richtung Problemlösung. Die derzeit noch brachliegenden Reaktoren werden in ein bis zwei Jahren alle wieder laufen.

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Klaus Ermecke

Bleiben Sie bitte bei der Wahrheit, Herr Diesing

Herr Diesing, Sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, daß Sie hier Ihren persönlichen Gesinnungsfeldzug mit einer Desinformationskampagne verbinden. Nahezu aller Ihrer faktischen Behauptungen sind falsch.

Es gab bei der Evakuierung nicht "einige Dutzend Tote", sondern etwa 15, und das waren keine Strahlungsopfer, sondern z.B. Verkehrstote in dem allgemeinen Chaos.

Es gab keine "Reaktorkatastrophe", auch wenn Sie diesen völlig überzogenen Begriff noch tausendmal wiederholen. Es gab eine Flutkatastrophe.

Es wurden nicht "einige hunderttausend" Japaner evakuiert, sondern knapp hunderttausend. Und von denen hätte man die Mehrzahl schon im letzten Juni zurückkehren lassen können, weil in ihren Orten die Strahlung nicht sehr hoch war. In einigen Gegenden der Welt ist schon die natürliche Strahlung größer als heute an den Meßstellen mit Maximalwerten.

Die betroffenen Kraftwerke hatten massive Sicherheitsmängel. Man muß die anderen ggf. nachrüsten, nicht abschalten.

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Shinj Jun
Shinj Jun (Hiranen) - 27.12.2012 00:16 Uhr

Wenig schlauer Kommentar 2

Herr Diessmann,
Sie scheinen meinen Kommentar rein gar nicht verstanden zu haben. Sie brauchen mich nicht über die japanische Poltitik bzw. Energiepolitik zu belehren. Ich bin selber der Sprache mächtig und bin nicht auf die "hahnebüchende" deutsche Berichterstattung diesbezüglich angewiesen. Mein Kommentar bezog sich auf den endgültigen deutschen Ausstieg. Diesen hat Japan bisher noch nicht vollzogen. Die Kraftwerke wurden zu Vorsichtsmaßnahmen abgeschaltet (für Sie zum mitschreiben "2" laufen wieder, apropos unwissend...). Aufgrunddessen importiert Japan viel Kohle etc, was aus handelspolitischer Sicht aufgrund der Verschuldung sowie der Verschmutzung letztendlich nur kurzzeitig möglich ist. Sie sollten Darstellung erst verstehen, bevor Sie uns mit Ihrem Wissen bereichern.

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Dietmar Nieder
Dietmar Nieder (DUWN01) - 26.12.2012 23:13 Uhr

wichtige Fakten fehlen

Das Frohlocken über die KKW-Abschaltung in Japan ist unüberhörbar. Dabei fehlen einige wichtige Fakten.
Aus Sicherheitsgründen ist es richtig, solange man nichts sicher weiß, alle Anlagen herunterzufahren, wenn sie es nicht schon automatisch waren, bis geprüft ist, ob alle Standortfaktoren auch bei der Auslegung berücksichtigt wurden. Da die Aufsichtsbehörden offenbar weder fachkundig noch durchsetzungsstark waren, liegt das Problem auch beim Staat.
Japan hatte auch schwere Schäden an zahlreichen konventionellen Anlagen, die vordringlich repariert werden mussten. Die konventionellen Kraftwerke sind gerade in der Lage, den Mindestbedarf zu decken. Dazu mussten sich Bevölkerung und Industrie erheblich einschränken. Viele Werke wurden mit reduzierter Kapazität, dafür rund um die Uhr betrieben, Heizungen, Klimaanlagen und Beleuchtung reduziert, rollierende Abschaltungen von Verbrauchern eingeführt.
Der Brennstoffimport hat viele Milliarden gekostet, die Zahlungsbilanz wurde negativ.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 26.12.2012 15:40 Uhr

Niemand sieht oder sah je die Felle wegschwimmen. Nur die Gegener formulieren diesen

Unsinn immer wieder. Ihnen fällt eben kein Argument ein entweder ist es die Angst mit der die Versicherungen und Technikgegner ihr verlogenes Geschäftsmodell betreiben.

Kein Seebeben mit 230.000 Toten in Puket oder mehr als 20.000 Toten in Japan ist ihnen zu dreckig um mit den Toten von Seebeben gegen Vernunft ideologisch zu punkten.

Nein niemanden schwimmen Felle weg. Noch ist die Zeit zu kurz um wirklich ganz solide Zukunft zu denken und zu gestalten.

Die Zeit wird sicher kommen wenn alle sehr viel unaufgeregter sachlich diskutieren.

Die Wahl von Abe heißt nicht dass sehr schnell eine Änderung in der Denke gibt.

Dass man alles aber sehr viel gelassener angeht das wird Abe erreichen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 02:05 Uhr
Klaus Ermecke

AgitProp-Terror aus dem grünen Lager

Herr Diesing, Sie betreiben Desinformation. Ein "GAU" ist ein Störfall, auf dessen Beherrschung jedes KKW ausgelegt sein muß, ohne daß es zu einer Gefährdung von Menschen innerhalb oder außerhalb des Kraftwerks kommt. Einen "GAU" in Form eines Kernschmelzunfalls gab es 1979 in Harrisburg, und dabei gab es keine Personenschäden. In Fukushima gab es in grüner Terminologie einen "Vierfach-SuperGAU". Und was ist passiert? Es wurde ein Gebiet in der größe eines kleinen deutschen Landkreises evakuiert. Das zeigt, daß das Gefährdungspotential eines Kernkraftwerks (mit Leichtwasserreaktor) sehr gering ist.

Zu dem "Vierfach-SuperGAU" konnte es nur kommen, weil die Betreiberfirma TEPCO gleich eine ganze Reihe von Sicherheitseinrichtungen NICHT in seine Reaktoren eingebaut hatte. Das können Sie in unserer Studie "Das deutsche Fukushima-Desaster" nachlesen. Die haben Sie inzwischen mit dem Argument angegriffen, daß ich Diplomkaufmann sei. Zur Sache war Ihnen offenbar nichts eingefallen.

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Hans-Ulrich Pietz

Und wenn man über den tellrand schaut und meher wissen will, was ARD und usw. uns mitteilen:

- In Frankreich veröffentlichten 30 frühere Direktoren von Kernkraftwerken einen Aufruf gegen die Stilllegung des KKW Fessenheim im Elsaß im Jahr 2016 (ältestes franz. KKW seit 1978 in Betrieb). Man sollte keine KKW stilllegen, bevor nicht zuverlässige Pläne für den Ersatz vorliegen
- Tschechien baut neue Kernkraftwerke. Der Atomstrom-Anteil soll deutlich steigen. Im Gegenzug wird die Ökostrom-Förderung ab 2014 gestrichen. Auf 50 bis 55 Prozent soll der Anteil der Kernenergie an der tschechischen Stromproduktion bis zum Jahr 2040 steigen. Es sollen im Temelin mindestens zwei weitere KKW und ein weiterer in der Anlage Dukovany gebaut werden. Der amerikanische Westinghouse Electric und ein Konsortium unter der Leitung der russischen Atomstrojexport haben bereits ein Angebot für das Projekt vorgelegt.
-Im Zuge der ideologisch motivierten „Energiewende“ und vermutlich auch unter politischem Druck gibt die deutsche Industrie auch ihre Kernkraftbeteiligungen im Ausland auf.

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Heinz Friedrich

Geisterfahrer – Entweder Japan oder Deutschland

Die deutsche Presse hat ein Alleinstellungsmerkmal. Nirgends außerhalb Deutschlands wird die Japan-Wahl unter dem Aspekt der Atomkraft thematisiert. Auch ich bin ein Stück weit enttäuscht. Die Japaner interessieren sich offenbar mehr für Konjunktur, Arbeitsplätze und Deflation. Da hat Deindustrialisierung mittels Energiepreisexplosion natürlich keine Chance. Ich dachte aber nach Fukushima war klar, das alle Staaten der Welt den Beschlüssen der Merkel, Röttgen, Trittin etc zur Energiewende folgen. Bisher folgt aber niemand. Irgendjemand ist hier ein energiepolitischer Geisterfahrer auf Suizidtour – entweder Deutschland (Regierung, Presse) oder die ganze restliche Welt.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 12:27 Uhr
Andreas Pätzold

Herr Ermeckes Wolke

"Die französische Areva-Gruppe hat mit japanischen Partnern zwei Geräte entwickelt, um kontaminierte Gebiete zu kartieren und zu überwachen.
Die Areva und die japanische Chiyoda Technol Corporation haben ein Feldüberwachungsfahrzeug namens FMV (Field Monitoring Vehicle) entwickelt. Es ermöglicht eine schnelle und detaillierte Kartierung kontaminierter Gebiete. Das FMV hat laut Areva erfolgreich die Testphase abgeschlossen und steht den japanischen Behörden in Fukushima sowie dem regionalen Notfallteam ab sofort zur Verfügung...Zudem entwickelt die Areva zusammen mit ihren japanischen Partnern Atox Co. Ltd. und Pasco Corporation einen unbemannten Helikopter zur Überwachung von Kontaminationen in Waldgebieten. Damit könne der Kontaminierungsgrad in Gebieten kartiert werden, die für Menschen oder Fahrzeuge unzugänglich seien, schreibt die Areva in einer Medienmitteilung." Quelle nuklearforum ch

Was sagen denn Ihre Analysen, Herr Ermecke?

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Klaus Ermecke

Diesings Wolke

Herr Diesing, die "Wolke" scheint Ihnen schwer zu schaffen zu machen. Vielleicht erklären Sie den geneigten Mitforisten einmal, wo denn in einem vernünftig ausgestatteten Kernkraftwerk eine solche Wolke herkommen soll. Haben Sie übrigens inzwischen den Unfallhergang in Fukushima studiert? Kennen Sie überhaupt die Sicherheitsphilosophie eines Kernkraftwerks?

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Anton Paschke

Hauptsache der Strom ist (scheinbar) "billig".

Weltweit werden vor allem thermische Kraftwerke gebaut. Auch Deutschland wird bald wieder Braunkohle verstromen. Radioaktivität macht Angst, CO2 macht Schäden.

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Klaus Ermecke

Und wieder einmal die "Atomkatastrophe"

Wir wollen einmal ein paar Fakten benennen:

1. In Japan passierte 2011 eine Naturkatastrophe mit knapp 20.000 Toten. 810.000 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt.

2. Im Zuge der Naturkatastrophe wurden eine Reihe von Anlagen beschädigt, die mit Energieversorgung zu tun haben. So gerieten zwei Raffinerien in Brand, außerdem brach ein Staudamm.

3. Bei den Raffinieriebränden wurden eine Reihe von Menschen schwer verletzt. Bei dem Staudammunglück ertranken 18 Menschen.

4. Beschädigt wurden auch 4 Kernkraftwerke mit zusammen 14 Reaktoren, von denen im Kraftwerk Fukushima I vier havarierten. In grüner Terminologie war das ein "Vierfach-SuperGAU". Aber entgegen allen grünen Voraussagen wurde bei dem Nuklearunfall kein Mensch durch Strahlung getötet, und kein einziger ernsthaft verletzt.

Betrachten wir die neuere Geschichte insgesamt, gab es jeweils Hunderttausende von Toten durch Staudämme, Bergwerke, Luft-, Schiffs-, Bahn- und Straßenverkehr. Die "Atomtoten aber sind nicht da.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 09:36 Uhr
Klaus Ermecke

Rückkehr in die Evakuierungszone

Herr Nierhoff, in Fukushima wurde ein Gebiet evakuiert von der Größe eines kleineres deutschen Landkreises. Dort zeigte sich dann eine sehr ungleichmäßige Verteilung des Fallout, der zumindest zeitweilig nach Nordwesten abgetrieben war, Andere Gebiete waren relativ unbelastet. Hierzu muß man wissen, das es auf der Erde Gebiete gibt, in denen die natürliche Radioaktivität gegenüber den für Deutschland und Japan typischen ca. 1 mSv/Jahr extrem hoch ist. In der Umgegend der Großstadt Ramsar im Iran beispielsweise liegt sie gebietsweise bei 250 mSv/Jahr und an bestimmten Stränden Brasiliens bei bis zu 800. Zahlreiche medizinische Studien, die in diesen Gebieten durchgeführt wurden, zeigen aber keinerlei gesundliche Belastungen der Bevölkerung (Studien an der Säuger-Tierwelt um Tschernobyl bestätigen dies). Japan betreibt innerhalb der 20 km-Zone 55 Meßstellen, deren Werte regelmäßig veröffentlicht werden: an 37 davon liegt die Werte z.T. deutlich unter 50, an weiteren 4 unter 100.

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Anton Paschke

NIE wieder in ihre Heimat zurückkehren können

Das ist beim Bau eines Staudamms eben so.
Und ICE reimt auf Heimat ade! Auch wenn die neu gebaute Strecke durch Tunnel führt.

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Roland Wagner

Na na, Herr Diesing, Ihren unermüdlichen

Kampf gegen die Strahlen dieser Welt in allen Ehren, aber bei dieser Aussage: "durch das sehr gute Unglücksmanagment" sind Ihnen dann doch ein bißchen die Gäule durchgegangen, oder?

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Alexander Nierhoff

@Kermecke

Vollkommen richtig. Ich lehne genau wie Sie jede Hysterie und Panikmache ab.

Aber vergessen Sie bitte nicht, dass mindestens zehntausende Menschen, davon viele Alte, NIE wieder in ihre Heimat zurückkehren können und alles verloren haben. Das gehört genauso zur Erzählung dazu.

Ich persönlich lehne Kernenergie nur zweitrangig wegen der Gefahr von Super-GAUen ab, sondern weil ich es allein schon philosophisch für unvertretbar halte, unüberschaubar viele Generationen mit der Abfallproblematik zu belasten. Es ist eine unfassbare Hybris, fest davon auszugehen, dass diese Zivilisation selbstverständlich auch in mehreren Jahrhunderten diese Gefahren kennt und weiß, wo was verbuddelt ist. Keine Zivilisation der Geschichte hat so lange existiert, um die Langzeitfolgen ihrer Erzeugnisse auch selbst zu verantworten.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 26.12.2012 12:29 Uhr

Gut dass es nur wenige so hysterisch reagierende Poliktiker wie Frau Merkel sind.

Das schlimme ist, dass diese hysterische Reaktion nur wahltechnisch begründet ist.

Eine Minderheit sicher um vieles Geringer als in Japan bestimmt aus ideologischen Überlegungen unsere Zukunft.

Wer nachdenkt und auch die Fiskalischen wie Wirtschaftlichen Lasten für unsere Land und Volk genau hinsieht muss sich schon fragen warum wir für diese Ideologie insgesamt mehr Zwangsabgabe an eine kleine Gruppe Bauern / Hausbesitzer/ Windradbetreiber zahlen die weit höher ist als wir alle für Strom bezahlen.

Ja diese Hype / Hysterische Reaktion kostet weit mehr als die Rettung der Griechen.

Der Unterschied alle Verbraucher zahlen täglich zwangsweise mit der Rechnung zu einem wirklich kleinen Teil Strom zum überwiegenden Teil leider die Folgen eines Seebebens ob wohl wir doch sicher nie ei8n Seebeben zu erwarten haben.

Japan hat gewählt ob Deutschland auch noch die Kurve bekommt ?

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26.12.2012, 09:19 Uhr

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