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Veröffentlicht: 11.04.2017, 09:01 Uhr

Angriff auf Luftwaffenbasis Mattis: Zwanzig Prozent von Assads Kampfflugzeugen zerstört

Amerikas Verteidigungsminister wertet den Angriff auf die syrische Luftwaffenbasis Sheirat als militärischen Erfolg. An Präsident Assad richtet er eine eindringliche Warnung.

© Picture-Alliance Ein zerstörtes Militärflugzeug der syrischen Armee nach den Angriffen amerikanischer Raketen

Die Vereinigten Staaten haben bei ihrem Angriff auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe vergangenen Donnerstag laut eigenen Angaben ein Fünftel aller einsatzfähigen Kampfflugzeuge der Regierungsstreitkräfte zerstört. Das gab Verteidigungsminister James N. Mattis in einem Statement am Montag bekannt.

Neben Flugzeugen seien auch Tank- und Munitionslager sowie Luftabwehrsysteme entweder zerstört oder beschädigt worden, so Mattis. Zudem habe die syrische Regierung die Fähigkeit verloren, Flugzeuge auf der Basis zu bewaffnen oder zu betanken. Die Nutzung der Landebahn hingegen sei von nachrangigem militärischem Interesse – eine Bemerkung, die offenbar auf Berichte der oppositionsnahen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte abzielte, nach denen von der Basis bereits kurz nach dem Angriff wieder Flugzeuge gestartet seien. „Die syrische Regierung wäre schlecht beraten, noch einmal chemische Waffen zu benutzen", so Mattis.

© AP, reuters G7-Minister suchen nach Lösung für Syrien

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Pentagon-Sprecher John Thomas sagte am Montag in Washington, die Streitkräfte hätten es vermieden, Depots anzugreifen, in denen vermutlich Giftgas gelagert worden sei. Vielmehr sei es darum gegangen, den syrischen Streitkräften die Möglichkeit zu nehmen, von der Basis aus kurzfristig wieder Chemiewaffenangriffe zu fliegen.

Der amerikanische Angriff von Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer aus war mit 59 Tomahawk-Marschflugkörpern geführt wurden. Sie schlugen kurz darauf auf der syrischen Luftwaffenbasis Sheirat ein. Der Angriff war eine Reaktion der Vereinigten Staaten auf einen mutmaßlichen Giftgaseinsatz mit 86 Toten in Khan Scheikhoun (Provinz Idlib), der sich zwei Tage zuvor ereignet hatte und für den Präsident Trump die syrische Regierung verantwortlich macht. Das Assad-Regime bestreitet das. Auf Seiten der westlichen Verbündeten war der Luftschlag der Vereinigten Staaten auf Verständnis gestoßen. Großbritanniens Premierministerin Theresa May und Bundeskanzlerin Angela Merkel brachten in Telefonaten mit Amerikas Präsident Donald Trump laut Angaben des Weißen Hauses ihre Unterstützung für den Einsatz zum Ausdruck.

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