21.07.2007 · Die italienische Polizei hat drei Marokkaner unter dem Verdacht festgenommen, eine Moschee in Perugia als terroristisches Trainingslager genutzt zu haben. Sie sollen die Anwendung von Kampftechniken sowie die Handhabung von Sprengstoff gelehrt haben.
Die italienische Polizei hat drei Marokkaner wegen Verdachts auf terroristische Aktivitäten verhaftet. Die Männer, einer von ihnen ein Imam, würden verdächtigt, eine Moschee als Trainingslager für den internationalen Terrorismus benutzt zu haben, teilte die Polizei in Perugia am Samstag mit.
Es seien Filme und Dateien in der Moschee gefunden worden, darunter auch Anleitungen, wie man eine Boeing 747 fliege. Das beschlagnahmte Material dokumentiere, wie die Verdächtigen ausführlich und umfassend die Anwendung von Kampftechniken und die Benutzung von Waffen gelehrt hätten. Bei den Dateien aus dem Internet handele es sich unter anderem um Anleitungen für die Handhabung von Explosiva und für die Versendung von verschlüsselten Nachrichten via Computer.
Der Polizei zufolge wurden zudem Anweisungen dazu gefunden, wie angehende Mudschahedin sicher in Konfliktzonen gelangen könnten. Innenminister Giuliano Amato sagte, die mögliche Nutzung einer Moschee durch Extremisten sei ein ernste Angelegenheit. „Das zeigt, dass es nötig ist, einen Ort zu überwachen, der eigentlich nur für religiöse Aktivitäten genutzt werden sollte.“
Angeblich sollte ein muslimischer Soldat entführt, gefoltert und vor laufender Kamera getötet werden; Die Polizei in Birmingham hat bei einer Razzia acht Terrorverdächtige verhaftet.
Ein vierter Marokkaner werde noch gesucht, hieß es. Gegen etwa 20 weitere Personen, die regelmäßig die Moschee in Perugia besuchten, werde ermittelt.