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Italien Napolitano weist Spekulationen über Rücktritt zurück

 ·  Der italienische Präsident Napolitano hat ausgeschlossen, vorzeitig zurückzutreten, um Neuwahlen zu ermöglichen. Er sei entschlossen, „bis zum letzten Tag Initiativen zu ergreifen“, sagte Napolitano, dessen Amtszeit Mitte Mai endet.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (20)
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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 30.03.2013 20:41 Uhr

Rettet Eure Habe, Italien geht bis zum Sommer gegen die Wand; der Alte hat die Weisen

bestimmt, die jetzt ein Programm erarbeiten sollen - ovviamente fuer die Grosse Koalition PD-PDL, u.U. ohne Bersani; unter den Weisen finden sich nur Mitglieder der Kaste/ Oeffentliche Verwaltung ... Politiker PD-PDL-UDC, Professoerchen, Verwaltungspraesidenten ..., nicht eine Person des Unternehmertums oder zumindest des realen wirtschaftlichen Lebens; die verlieren mit dieser Spielerei weitere 1 bis 2 Monate, dann kommt der Sommer, in dem Italien eh' fuer 2 Monate stillsteht ... und dann ziehen wir uns nicht mehr alleine aus dem Dreck, egal wen wir waehlen, der Staat bezahlt keine Lieferungen seit almeno 2 Jahren; da bereitet die Euro-Kaste den Zwang vor fuer Euro-Bonds und andere Schweinereien, bringt Eure Habe in Sicherheit, falls Ihr bisher noch nicht so intelligent gewesen seid. Im September startet in Europa des Mittelstand-Melken fuer hehre Ziele, die ausser den Euro-apparatschik keiner mehr versteht; ich lass' an diese Bande nur eine scoreggia, sonst Nichts, das steht fest.

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 30.03.2013 17:55 Uhr

ohne PD-Palastrevolution gegen Bersani & Co und die Einigung auf einen neutralen neuen

Praesidenten wird das Nichts - das der Alte nicht zuruecktritt, das war doch allen klar; der ist seit 60 Jahren Berufs-Kommunist und liebt seine salbungsreichen Reden zum Thema Partisanen & Co, die von den verbliebenen Kommies noch immer gerne gehoert werden; wichtigster Feiertag ist fuer diese Ollen ist der Tag der Befreiung vom Nazifaschismus, gefeiert am 25. April - darauf und auf seine Rede freut der sich doch schon seit einem Jahr; die Situation hat Napolitano am Ende auch selbst verursacht - dass er im Mai aus dem Amt scheidet, im letzten weissen Semester nicht noch einmal deas Parlament aufloesen kann etc . ...war ja bekannt - seine PD-Freunde dachten aber, gemaess der Umfragen, im Februar einen grandiosen Sieg zu landen, da war auch Napolitano zu optimistisch; die realwirtschaftlichen Probleme und moeglichen Loesungen sind zu Napolitano und zu Teilen des PD auch nie wirklich durchgedrungen, die leben festverhaftet in den Erinnerungen der Vergangenheit, so wie auch die CGIL.

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Burkhard Bortz

Uneinsichtig ......

Ich werde es mal vorsichtig formulieren. Ein 87 jähriger Mann hat nichts mehr in einer Staatsführung zu suchen. Das gleiche gilt auch für einen Ministerpräsidenten, jenseits der 75 Jahre. Aus diesem Grunde gibt es auch keine Reformen, eben von jüngeren Leuten ( 50 - 60 ).
Keiner geht in ein Altenheim und sucht für die Firma einen Geaschätfsführer aus, der zwischen 75 und 80 Lebensjahren zählt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2013 18:15 Uhr
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 30.03.2013 18:15 Uhr

ich ergaenze: Ein 87-Jaehriger ,der festverhaftet in den Erinnerungen des Zeitraumes 1945-1948

lebt; auf seiner ersten US-Reise ist der, vom CIA oder wem auch immer, umgedreht worden und gebaerdete sich aussenpolitisch seitdem als Atlantiker und innenpolitisch als Verbesserer, das war eine Stroemung der kommunistischen Partei; in der heutigen Wirtschaftskrise ist der Mann aber voellig ueberfordert, laeuft zu sehr den utopischen Klassenkampfideen der CGIL hinterher und sucht auf dieser Basis den Ausgleich, den es nicht geben kann- auch die CGILer gebaerden sich gerne wie damals, 1948 ... aber die Generalsekretaerin segelt trotzdem auf 30 Metern uebers Mittelmeer wie D'Alema.

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fritz Teich

Italien hat noch ein normales Staatsoberhaupt

Die Deutschen sind viel zu verbloeded um zu verstehen was das heisst.

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hans warchol

rücktritt?

verwunderlich wäre es nicht ,wenn gerade ein so aufrechter mann wie napolitano das handtuch schmeissen würde,wenn zur auswahl nur eine "clown- oder bunga-bunga dominierte regierung"verbleibt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2013 16:33 Uhr
fritz Teich

Abenteuerliche Vorstellungen ueber Italien

Wenn es auch in "italienischen Zeitungen" stand.

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Karl S. Walter

In der Eurozonen-Kneipe für immer hoffnungslos versackt?

Die Eurozone ist heute mit einer Eckkneipe vergleichbar: Etliche Anwesende saufen was das Zeug hält. Wenn's zum Zahlen kommt, muss D die Zeche übernehmen. Obwohl die Schnorrer privat reicher sind als die abgezogenen Deutschen.

Transfer und Bail-out waren ursprünglich und sind (!) durch die AGB ausgeschlossen. Indes bepöbeln und beasseln die Schnorrer die Deutschen als Nazis und Geizhälse. Sie beschuldigen die Deutschen grundlos, sie zum Saufen gezwungen zuhaben.

Im Hintergrund aber haben die Italiener eine Schlägerei. Da raufen rechtsnationale Berlusconi-Fans sich mit Clowns-Anhängern und treten nebenbei ihre Restdemokratie in Grund und Boden.

Der zuständige EU-Kneipenkommissar Barnier (der Vogel, der die deutsche Trinkwasserversorgung an Nestlé und RWE verscherbeln will) hält Mutti schon mal die Rechnung für das zu Bruch gegangene Mobiliar vor. Und die zahlt. Mit Oppositionsbeifall.

Sind wir eigentlich bei Trost, uns noch in dieser Dreckskneipe aufzuhalten? Nix wie 'raus da!

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Gerd Kintzel

Das war nichts.

Das Rücktrittsgerücht har sich schon erledigt, Napolitano hat dementiert. Die italienische Groteske kann also ungebremst weitergehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2013 18:18 Uhr
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 30.03.2013 18:18 Uhr

der verzichtet nicht so schnell auf seien Hofstaat mit 1.248 Angestellten (sic !);

der Mann ist fuer uns so teuer, dass er im Ausgleich seine salbungsvollen Reden bis zum letzten Tag liefern wird.

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Erwin Stahlberg

Nur das Mehrheits-Wahlrecht sorgt für klare Verhältnisse!

Wenn es Neuwahlen in Italien geben sollte, heißt es oben,

„drohen Italien
und der gesamten Euro-Zone Wochen der Unsicherheit.“
-----------------------------------

Da muß uns aber wirklich gruselig werden,
wo wir doch sonst --- nach Herrn Schäuble ---
auf gutem Wege sind.

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Ralf Kowollik

Auch Bersani sollte zurücktreten

Die nahe liegende Lösung wäre eine Große Koalition zwischen der Demokratischen Partei (PD) von Bersani und dem "Volk der Freiheit" (PdL) von Berlusconi gewesen, die sich auf ein paar Reformpunkte geeinigt hätte, deren wichtigster Punkt die Reform des Wahlrechts gewesen wäre. Doch Bersani erteilte jedem Gedanken an eine Große Koalition eine barsche Abfuhr. Stattdessen versteifte er sich darauf, eine linke Minderheitsregierung unter Tolerierung der "Grillini" bilden zu wollen. Doch die "Grillini" wollen keine Regierung stützen, sondern träumen von einer anderen Republik, in der es keine Parteien mehr gibt und in der stattdessen alle politischen Entscheidungen per Volksbefragung durch das Internet getroffen werden.
Bevor es zu Neuwahlen kommt, sollte Bersani als Chef des PD zurücktreten und Platz machen für Matteo Renzi, seinem jungen Parteirivalen. Nicht nur ist Renzi laut Umfragen viel beliebter als Bersani - anders als Bersani ist Renzi auch einer Großen Koalition nicht abgeneigt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2013 18:07 Uhr
Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 30.03.2013 18:07 Uhr

Renzi waere ja dumm, als Feigenblatt zu akzeptieren - danach muesste er mit der von

den Bersaniani nach links ausgerichteten Parlamentsmehrheit regieren; Renzi ist kein Altkommunist sondern kommt von der katholischen Minderheitsstroemung innerhalb des PD; bei den Vorwahlen ist er Bersani und dem Parteiapparat 40 zu 60 unterlegen - im Parlament sitzen aber zu 90 % Abgeordnete des alten Apparates - auch wenn sie jung sind, wie die Moretti oder die De Micheli. Von den 340 Abgeordneten des PD koennen sich zudem 200 direkt ausrechnen, dass sie bei Neuwahlen aussen vor blieben, denn der PD verloere nach allen aktuellen Umfragen die Mehrheitspraemie - das sorgt fuer Unterschleif in der Fraktion, schwierig zu kontrollieren. Renzi kaeme nur als Kandidat bei Neuwahlen - aber ich glaube nicht, das selbst er in 6 Monaten gewaenne - der MPS-Skandal nimmt immer groessere Formen an, die haben vor 3 Tagen einen erwarteten Verlust von erneut 3,14 Milliarden gemeldet - das spuelt den PD fort, wie vor 20 Jahren DC und PSI ...

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Axel WERNER
Axel WERNER (AWParis) - 30.03.2013 16:55 Uhr

Rücktritt

Im Grunde bin ich Ihrer Meinung, aber theoretisch ginge das vielleicht auch schneller. Napolitano kann ja Renzi direkt mit der Regierungsbildung beauftragen...

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Gert Müller

Mitgefühl

Es geht bergab mit Italien und viele Menschen sind verzweifelt.
Im Gegensatz zu Deutschland gibt es dort keine AfD, die den Karren von der EU- Geisterbahn
wieder auf sichere nationale Gleise bringt, also wählt man eben was sich anbietet, immer in der
Hoffnung, aus dem Würgegriff der EU heraus zu kommen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2013 16:31 Uhr
Gerd Kintzel

Ich kann Ihrer Meinung in Bezug auf die AfD nur zustimmen,

Herr Sturm. Insbesondere wenn ich mir überlege, daß diese AfD nichts anderes vorzuweisen hat, als den unbedingten Willen, die Eurozone zu verlassen. Das ist mir einfach viel zu dünn. Was mich aber besonders stört, ist die Tatsache, daß die immensen Kosten und die mit Sicherheit entstehenden wirtschaftlichen Verwerfungen mit keiner Silbe angesprochen werden.

In meinen Augen ist das die Verdummung der anderen Art.

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nikolaus hesse

@andreas sturm

"...und erinnert nur zu sehr an die Rhetorik in Bezug auf eine andere Alternative für Deutschland vor einigen Jahrzehnte ..."
Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass Sie die gruenen Rattenfaenger meinen
und natuerlich haben Sie recht.

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Andreas Sturm

Unschön...

Ich will nichts gegen die AfD sagen, vlt. ist es tatsächlich eine gute Partei, ich werde meine Meinung diesbezüglich erst kurz vor der Wahl festlegen.

Aber die Rhetorik hier im Forum bzgl. der AfD (und dabei ist Herr Müller noch ein sehr seichtes Beispiel) nimmt so langsam schon fast sektenhafte Züge an und erinnert nur zu sehr an die Rhetorik in Bezug auf eine andere Alternative für Deutschland vor einigen Jahrzehnte (wenn man die Berichterstettung von damals etc. kennt),...was natürlich keineswegs bedeuten soll, dass ich der AfD irgendetwas in diese Richtung gehendes vorwerfen will. Nur die Art und Weise, wie die AfD hier im Forum hochgejubelt wird...naja...

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Werner Busch

Eine Idee

Vielleicht sollte Napolitano einfach Beppe Grillo mit der Regierungsbildung beauftragen, dann kann er zeigen,was er kann.Vielleicht gelingt ihm ein Wunder.Schön wär's.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2013 16:38 Uhr
fritz Teich

Der "Clown" ist das neue Italien

und das ist letztlich vielleicht gar nicht extrem so anders als das alte. Es ist einstweilen nur weniger Parteibetrieb. Da es dort viele kluge politisch denkfaehige Leute gibt, die real etwas veraendern und nicht nur ein Postchen haben wollen, wird es wohl besser ausgehen als im Fall der Piraten. Warum muessen Deutsche immer so ueberheblich sein? Hat der letzte verlorene Weltkrieg nicht gereicht? Jedenfalls kindisch.

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30.03.2013, 14:43 Uhr

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