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Israelischer Ministerpräsident : Israels Geheimdienst: Anschlag auf Netanjahu verhindert

  • Aktualisiert am

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag in Berlin Bild: Matthias Lüdecke

Benjamin Netanjahu wirbt derzeit in Europa für ein Bündnis gegen Iran. Unterdessen hat der israelische Inlandsgeheimdienst einen arabischen Mann verhaftet – weil der offenbar ein Attentat auf den Ministerpräsidenten plante.

          Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verhindert. Ein arabischer Israeli aus Ost-Jerusalem sei verhaftet worden, teilte der Schin Bet am Dienstag mit. Der 1988 geborene Mann habe seine Anweisungen von einer weiteren Person in Syrien erhalten, die Anschläge unter anderem auf Netanjahu und Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat geplant habe.

          Für einige der Attacken habe die Terrorzelle eine weitere Person aus Jordanien nach Israel bringen wollen. Die Untersuchung habe ergeben, dass der Verdächtige angefangen habe, Informationen über seine Ziele zu sammeln, teilte der Schin Bet mit. Er sei bereits in der Vergangenheit wegen terroristischer Aktivitäten im Gefängnis gewesen.

          Der Verdächtige habe zudem Attacken auf Gebäude geplant, die zum amerikanischen Konsulat in Jerusalem gehörten, sowie auf eine Gruppe Kanadier, die in Jerusalem war, um Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland zu trainieren. Laut dem Schin Bet wurden zudem weitere Verdächtige festgenommen.

          Israels Ministerpräsident ist derzeit in Europa unterwegs, vor allem, um ein Bündnis gegen Iran zu schmieden. Nach seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin wird er am Dienstag von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron empfangen (17.30 Uhr).

          Frankreich setzt sich gemeinsam mit Deutschland und den anderen EU-Ländern für einen Erhalt des Atomabkommens mit Iran ein, das Netanjahu kritisiert. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte Anfang Mai den Rückzug aus dem Vertrag verkündet. Netanjahu reist nach seinem Besuch in Paris nach London weiter. Dort will er am Mittwoch die britische Premierministerin Theresa May treffen.

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