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Israelischer Angriff auf Syrien Tote bei Luftschlag gegen Militäranlage?

28.04.2008 ·  Zehn nordkoreanische Arbeiter sollen beim Luftangriff auf einen mutmaßlichen Nuklearreaktor in Syrien getötet worden sein, berichtet der japanische Rundfunksender NHK. Vergangene Woche erst hatte die CIA Bilder der Anlage vorgelegt.

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Möglicherweise sind zehn nordkoreanische Facharbeiter bei dem israelischen Angriff auf eine syrische Einrichtung im September vergangenen Jahres ums Leben gekommen. Das berichtete der japanische Rundfunksender NHK am Montag unter Berufung auf südkoreanische Geheimdienstkreise.

Erst vergangene Woche hatte der amerikanische Geheimdienst CIA Abgeordneten des Kongresses Bilder aus der angeblich von Nordkorea an Syrien gelieferten Nuklearanlage vorgelegt. Israel hat sich öffentlich nicht zu dem Angriff im September 2007 geäußert, der syrische Präsident Baschar Assad bestritt am Wochenende abermals, dass es sich bei der zerstörten Anlage um einen Nuklearreaktor gehandelt habe.

Wenige Überlebende

NHK zufolge soll es sich bei den Toten um Angehörige einer Militäreinheit der Kommunistischen Partei Nordkoreas gehandelt haben, die direkt Staaschef King Jong II unterstellt sei, sowie um Soldaten einer für den Schutz von Nuklearanlagen zuständigen Einheit. Ihre leiblichen Überreste seien zunächst in Syrien verbrannt worden, ehe sie im Oktober 2006 nach Nordkorea zurückgeschafft wurden.

Einige nordkoreanische Arbeiter hätten den Angriff überlebt, es sei NHK zufolge jedoch unklar, wo sie sich heute aufhalten. Die möglicherweise betroffene Spezialeinheit des nordkoreanischen Regimes für Waffenexport und Militärtechnologie liefert Nordkorea wichtige Devisen.

Zweifel an amerikanischen Vorwürfen

Angesichts der Atomvorwürfe gegen Syrien hat ein Atomphysiker aus dem Umkreis der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die von den amerikanischen Geheimdiensten vorgelegten Beweisfotos als fragwürdig bezeichnet. Die Bilder zeigten nicht mehr als die ersten Bauphasen eines Gebäudes, sagte der Fachmann, der nicht genannt werden wollte, am Samstag in Wien.

„Das ist nur ein Rohbau und die Mauern sehen nicht aus wie die, die für einen Plutoniumreaktor nötig sind, und die normalerweise von einem komplexen Stahlgerüst eingefasst sind“, betonte er. „Da ist nichts dergleichen auf den Fotos.“

Es sei auch nicht erkennbar, ob das Fundament nur einige wenige Zentimeter dick sei oder ob bis zu fünf Meter tief in die Erde gegraben worden sei, sagte der Physiker weiter. Das Fundament sei bei der Bombardierung durch Israel nicht zerstört worden. Außerdem stellte der Experte die Frage, warum Syrien ausgerechnet den nordkoreanischen Reaktor von Yongbyon hätten kopieren sollen - „eine 40 Jahre alte Technologie“.

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