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Israel Olmert: Mit Teilung Jerusalems rechnen

Israel muss sich nach Einschätzung seines Ministerpräsidenten Olmert langfristig damit abfinden, dass Jerusalem im Rahmen einer künftigen Friedensregelung für den Nahen Osten geteilt wird. Im Gazastreifen kam es in der Neujahrsnacht wieder zu Zusammenstößen zwischen Hamas und Fatah mit mehreren Toten.

© REUTERS Vergrößern Aus dem Westjordanland will sich Israel nicht vollständig zurückziehen

Israel muss sich nach Einschätzung seines Ministerpräsidenten Olmert langfristig mit einer Teilung Jerusalems im Rahmen einer künftigen Nahost-Friedensregelung abfinden. In einem Interview mit der Zeitung „Jerusalem Post“ sagte Olmert, Israel müsse „verinnerlichen“, dass selbst seine engste Freunde in der Staatengemeinschaft ein Land in den Grenzen von 1967 und mit einem geteilten Jerusalem anstrebten.

Olmert äußerte in dem Gespräch die grundsätzliche Bereitschaft zu einer Teilung des Landes mit den Palästinensern, hob aber hervor, Israel sei im Westjordanland nicht zu einem vollständigen Rückzug auf die Grenzen von 1967 bereit. Er bezeichnete etwa die Siedlerstadt Maale Adumim als „untrennbaren Teil“ Israels. Dabei verwies er auf einen Brief von Präsident Bush aus dem Jahre 2004, in dem dieser von „1967 plus“ gesprochen habe.

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© reuters Vergrößern Video: Wieder Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern

Unterdessen sind bei Zusammenstößen der rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah im Gazastreifen in der Neujahrsnacht mindestens acht Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Unter den Toten waren Anhänger beider Organisationen sowie unbeteiligte Opfer. Fatah und Hamas beschuldigten einander, für den neuen Ausbruch der Gewalt verantwortlich zu sein.

Die Unruhen hatten am Montagabend bei Feiern der Fatah in Chan Junis im südlichen Gazastreifen begonnen. Die radikal-islamische Hamas hatte Feiern zum 43. Gründungstag der Fatah zuvor verboten. In einer Fernsehansprache forderte Palästinenserpräsident Abbas von der Fatah am Montag baldige Wahlen. Nur so könne ein Ausweg aus der Krise gefunden werden.

Quelle: F.A.Z.

 
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