07.06.2012 · Der israelische Ministerpräsident Netanjahu will 851 neue Wohnungen im besetzten Westjordanland bauen lassen. Die Vereinigten Staaten und die UN kritisieren die Pläne.
Von Hans-Christian Rößler, JerusalemRichtlinien für Lesermeinungen
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1967 griff Israel seine Nachbarn an und nannte es "Präventivkrieg".
Israel griff an: (1) Ägypten, (2) Syrien, (3) Jordanien. Nur einige Palästinenser in Jerusalem verteiditen ihre heilige Stadt nach dem Angriff Israels, sonst blieb Jordanien untätig. Warum stört diese Wahrheit so sehr?
@Cornelia Holtmann: Da mein Urgroßvater einige Zeit in Norwegen kampierte
werde ich demnächst in Norwegen einen eigenen Staat gründen.
Die Norweger werden dagegen sein. Das juckt mich aber nicht, meine
Familie ist dafür.
Die Palästinenser sind aber auch so was von störrisch. In der
heutigen gesetzlosen Welt kann sich doch jeder Land nehmen, wo er will.
Für ganz Unbelehrbare kann man sich bei Obama ein paar nette
Drohnen ausleihen. Auch sehr völkerrechtlich.
Was die Kriegszüge Israels betrifft, müssen wir scheinbar umlernen.
Schuld waren ja nunmehr immer die anderen.
Das passt zusammen mit der Doktrin jüdischer Hardliner: außer
jüdischen Opfern gibt es keine Opfer auf der Welt, weder
armenische, noch Opfer unter der deutschen Zivilbevölkerung im
II.WK, auch nicht unter dem deutschen Widerstand, den gab es sowieso
nicht, noch sonstwo.
Um den Sturm zu bremsen: ich bin nicht links, nicht rechts, nicht antisemitisch.
Aber ich hasse Kriegstreiber und die gibt es außer Opfern auch
unter den Juden.
Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an die Vereinten Nationen, Herr Meissner.
Die haben den Juden nämlich einen Teil Palästinas zugesprochen.
Ein guter Ausgleich ist die Schenkung der Häuser d Siedlungen für den zukünftigen palästinensischen
Staat an die Bevölkerung im Westjordanland.Die israelischen
Regierungen vergessen,dass Hass auf tausende Jahre festgelegt werden
kann.Wie soll denn irgendwann Israel in Ruhe leben können,wenn
Israel immer einen latenten Angriffskrieg per Siedlungsbau auf fremden
Land fortführt.Diese mittelalterlichen Methoden ein fremdes Land
Stück für Stück zu unterwerfen passen nicht in die
heutige Zeit mit höherer Bevölkerungsdichte.
Auch heute sind z.B.die Schotten gegenüber den Engländern
sauer,weil sie unter König Eduard genau so einst unterworfen
wurden.Das führte sogar soweit,dass man den libyschen
Attentäter,der mitverantwortlich für d Flugzeugabsturz in
Lockerbie(aus humanen Gründen) freigelassen hat,auch um die
Engländer zu ärgern.Das zeigt,wie uralte offene Rechnungen
bis in die jeweils aktuelle Zeit hineinwirken.GB und die USA waren
ziemlich sauer.
Solange die den Israelis wohlgesonnene Staatengemeinschaft außer Statements keine Konsequenzen gegenüber diesen Landräubern ergreift, wird sich keine Friedensinitiative entwickeln können. Aber wenn lt. Merkel, die Sicherheit des Staates Israel zu unserer Staatsraison gehört, wird sich kaum etwas ändern. Wir leisten unseren Beitrag für die Sicherheit Israels mit der Lieferung von U-Booten, die zur Abschreckung mit Atomsprengköpfen ausgestattet werden können. Es ist auch Dank unserer Waffenexporte ausreichende Sicherheit vorhanden, für die Weiterführung der aggressiven Siedlungspolitik Israels. Wie erbärmlich und verlogen ist doch die Politik, die unsrige mit eingeschlossen.
Die PLO plante zwischen 1948 und 1967, über 19 Jahre, als kein
einziger Israeli im Westjordanland zu finden war, 851.000 Wohnungen..
Aber sie wurden nie gebaut. Weil man dachte, besser erst alle
palästinensischen Juden aus Westpälestina erledigen..
Und jetzt der 194(8) ste Staat UNO Mitglied ... Wie sagen die
Kölner : Was fott es , es fott.
Chancen verpassen ist immer schade. Neulich sagte Herr Abbas sogar
öffentlich, daß man damals einen fehler gemacht habe..
Merkels Kuhhandel geht nicht auf!
Da gab es letzte Woche eine Meldung, dass die Deutschen ihr U-Boot Rüstungsgeschäft mit Israel zu 1/3 gleich selber bezahlen und dies mit dem Kuhhandel verbunden haben, dass die Israelis im Westjordanland keine neuen Siedlunen errichten. Ich halte fest, hier wurde unsere Bundesmutti mal wieder für blöd verkauft- und wir gleich mit!!! Außerdem dürfen wir uns mal wieder zu selbstverschuldeter Steuerverschwndung gratulieren. Erstaunlich nur, dass das keinen zu stören scheint
Natürlich ist die Siedlungs Pollitik falsch und Israel
unterdrückt ein ganzes Volk.
Ja passiert halt und der Rest der Welt ist das ganz egal.
Aber warum handelt Israel so inkonsequen ?, Milliärisch und
Wirtschaftlicher wäre es besser alle Palestinensar zu vertreiben
und so das West Jordanland komplett zu besetzen, das würde die
Grenze bedeuten verkürzen und Israel müsste sich weniger
sorgen machen. Nach ein paar Jahren akzeptiert das der Rest der Welt wie
üblich bei jedem Genozid .
Ach und bevor jetzt der große aufschreih kommt, de facto macht das
Israel ja jetzt schon in dem sie verhindert das mehrere Millionen
Flüchtlinge zurück gehren ins West Jordanland!.
Den seit 50 Jahren dürfen die Flüchtlinge die sich vor den
Morden und Plünderten Israelis in Sicherheit gebracht haben, nicht
zurück kommen.
Er kann ja in einige Palästinenser einziehen lassen, am besten Atheisten.
Das Westjordanland ist die Gegend in der Welt in der man sich am
meißten über sozialen Wohnungsbau aufregt außerhalb des
Westjordanlandes. Über Wohnungsbau im Ostjordanland hört man
hier zu Lande gar nix.
Eine Frage noch zum Abschluß, kann es sein das es für die
Häuser egal ist wer später darin wohnt, ggf eine
jüdische, eine muslimische und eine atheistische
Palästinenserfamilie gleichzeitig in einem Haus.
Das Existenzrecht des Staates Isreal wird durch Israel slbst gefährdet
Für micch liegt es auf der Hand. Die im Moment bestimmende
politische Kraft will ein Großisrael. Die Palistinenser
dürfen sichin diesem Staat als allenfalls geduldete Bewohner der
unteren Einkommensschicht fühlen.
Ich bin dafür, das der deutsche Staat den Schutz Israels als
Staatsräson aufgibt.
Israel hat besonders als einigermaßen funktionierender
Demokratischer Staat die Pflicht Friedenspolitk zu betreiben. Das
umfasst auch auf Maßnahmen der Provokation, wie der
Siedlungspolitik zu verzichten. Erst die internationalen Garantien zum
Schutz Isreals setzen die pol. Kräfte in Israel in die Lage
ungehindert mit der Siedlungspolitik weiter zu machen und immer weiter
Öl ins feuer zu gießen. Und wenn ich diese Meinung habe, bin
ich KEIN Antisemit, sondern ein Gegener der momentanen politischen
Ausrichtung Isreals. Auch Israel muss spühren, dass er im Begriff
ist, den Bogen zu überspannen und seinen Feinden nur weitere
Munition liefert. Wann gibt es endlich Frieden im nahen Osten?
Bitte informieren Sie sich, Frau Orti,
noch in der Nacht der Staatsgründung wurde Israel von seinen arabischen Nachbarn angegriffen. Und wenn wir den Sechstagekrieg als einen Angriffskrieg Israels definieren, dann können wir des Wort "Präventivschlag" komplett aus unserem Wortschatz streichen.
jeder Krieg im Nahen Osten hat Israel angefangen
Ausnahme war nur der beschränkte Feldzug von 1973. Aber Propaganda und Zensur bestimmt, was man über den Nahen Osten wissen soll.
Sie haben recht, Israel sollte auf Provokationen verzichten.
Vergessen Sie aber nicht, dass jeder Krieg im Nahen Osten durch
arabische Staaten begonnen wurde. Sie haben die Folgen ihrer
Angriffskriege nie akzeptiert.
Und provoziert wird Israel eigentlich täglich, wenn die
Bevölkerung der arabischen Staaten ständig für die
Vernichtung des Staates Israel demonstriert. Haben wir schon von
israelischen Selbstmordattentätern gehört?
Ob die Palästinenser in einem eigenen Staat zu einem friedlichen
Verhältnis zu Israel stehen werden, ist zu hoffen. Sicher ist das
nicht. Die Araber haben ja schon vor der Staatsgründung Israels im
Jahr 1947 den UN-Teilungsplan für Palästina abgelehnt,
während er von jüdischer Seite mehrheitlich akzeptiert wurde.
Eine meiner Schülerinnen, ein ausgesprochen nettes, hilfsbereites
und auch kluges Mädchen, eine Palästinenserin, hat es so
ausgedrückt: "Ich habe nichts gegen die Juden, sie haben nur
in unserem Land nichts zu suchen." Und damit war das gesamte
Staatsgebiet Israels gemeint.
1. Dieses Land wurde ihnen 1948 zugesprochen bzw. sie haben es in
Verteidigungskriegen erobert!!
2. Wo sollen denn die ganzen Auswanderer hin? Würden nicht auf der
ganzen elt Juden verfolgt werden würden sie nicht nach Israel
flüchten. So einfach ist das!
Sich in die grenzen von 1949 zurück ziehen
Israel hat von anfang an massive Aggressiv reagiert, die Grenze von 1948
hat Israel von Anfang an abgelehnt ! Ein Palästina Staat hätte
es auch 1948 geben sollen, Israel hat das immer abgelehnt . Schon vor
der Gründung Israels gab es viele Massaker die Juden an den
Palästinensan angerichtet haben.
Zu Punkt zwei.
In den USA leben mehr Juden als in Israel !
So einfach ist es eben nicht, Her Schmidt,
wenn Sie sich die Einwanderungsgeschichte der Juden in das "Land
der Väter" einmal vergegenwärtigen wollen. Zu den damals
schon in Palästina lebenden Juden zogen im Rahmen des
"Zionismus" seit ca. 1860 zehntausende nach Palästina ...
und verdrängten zwangsläufig die Nichtjuden in der Region bzw.
sie wurden als Eindringlinge empfunden, was schon 1920 (!) zu ersten
militärischen Auseinandersetzungen mit den dort wohnenden Arabern
geführt hat. Im Endeffekt hat hier eine kleine Völkerwanderung
stattgefunden, die zwar völkerrechtlich mit der Staatsgründung
Israels sanktioniert wurde, aber bis auf den heutigen Tag von den
Anrainern und Vertriebenen schwer akzeptiert wird.
Was soll Israel machen, lautete Ihre Frage.
Israels Regierung müsste den völkerrechtswidrigen
Besatzungsstatus im Westjordanland und das Knechten der im Gazastreifen
lebenden Palästinenser aufgeben. Dann könnte dort Ruhe
einkehren, vorher jedenfalls nicht!
Wir sollten nicht ganz vergessen,
dass die arabischen Staaten den Krieg mit Israel gesucht haben und dass
die Gebietsgewinne der Israelis die Folge dieses Kriegs sind. Dass die
arabischen Staaten diese Folgen als Unrecht begreifen und breite
Unterstützung erhalten, ist eigentlich unverständlich. Wie
würde die Welt reagieren, wenn Deutschland seine Ostgebiete zurückforderte?
Trotzdem ist der Bau weiterer Siedlungen natürlich eine
Provokation, die letztendlich auch Israel teuer zu stehen kommen wird.
Diese Politik steht ja nicht nur international in der Kritik, sondern
vor allen Dingen in Israel selbst. Die Mehrheit der Israelis will
einfach nur in Ruhe leben. (Ich bezweifle allerdings, dass die
arabischen Staaten ihnen dazu die Gelegenheit geben werden, selbst wenn
die Palästinenser einen eigenen Staat haben.)
@Ulrich Stauf (DH7XU)
Israel hat ein "Rückkehrrecht", das Juden erlaubt, nach 2000 Jahren nach Palästina einzuwandern und sofort die israelische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Die Palästinenser haben Zeit mindestens bis zum Jahr 3948, um in ihre Heimat zurückzukehren. Nennen wir es "Gleichheitsprinzip", so wie im deutschen Grundgesetz. Über Deutschland ist viel komplizierter, aber grundsätzlich haben deutsche Vertriebene das Recht, in ihre Heimat zurückzukehren, egal wo Staatsgrenzen liegen und lagen. Sie können nicht pauschal individuen kollektiv mit der Verbannung bestraffen und enteignen.
@ Herrn Stauf
Darauf können wir uns sogar einigen. Und ich denke, dass Israel den
Bau weiterer Siedlungen komplett stoppen muss. Inwieweit eine Aufgabe
der Siedlungen möglich ist, kann ich nicht einschätzen,
wünschenswert wäre es.
Ich hatte in meinen Kommentaren die Siedlungspolitik auch nicht
verteidigen wollen. Die ist ja auch in Israel hochumstritten. Mir war es
nur wichtig, an die Ursprünge dieser Politik zu erinnern. Mir
scheint, dass in der Beurteilung des Konflikts zu einseitig die
palästinensische Position übernommen wird.
@SOPHIA ORTI
Sie schreiben "Rückkehrrecht sollte Vorrang vor Bleiberecht
haben". Soll das auch nach rd. 1800 (!) Jahren gelten? Mit dieser
Forderung würden Sie dem Revanchismus Tür und Tor öffnen:
Soll z.B. Deutschland Ansprüche auf die Grenzen von vor 1918
erheben? Was würden die Polen gegenüber Russland zu fordern
haben, welche Ansprüche hätte Mexiko gegenüber den USA
usw., usw.... .
Es kann in dieser Frage nur um einen später zu leistenden Ausgleich
für eine Landnahme gehen, wenn dieser nicht von vorne herein wegen
begangener Verbrechen, wie z.B. während des "Dritten
Reiches" unzweifelhaft geschehen, als verwirkt anzusehen ist. Im
Fall Israel bzw. beüglich der Rückkehr "in das Land der
Väter" besteht m.E. diese Ausgleichspflicht und dieser ist
bedauerlicherweise von israelischer Seite nicht nachgekommen worden.
@Ulrich Stauf (DH7XU)
(1) Palästinenser haben, so weit ich weiß, nie die
Vertreibung von Juden gefordert, nicht mal von den Eingewanderten. Wenn
araber die zwei Staaten Lösung 1948 ablehnten, dann mit den bis
dahin eingewanderten Juden als Bürger. Das wollten aber die anderen
nicht, die wllten einen "jüdischen Staat", auf einem
Land, wo bis vor kürzen kaum Juden gab. Dieses Ziel war nicht ohne
Unrecht und Gewalt zu erreichen, unmöglich!
(2) Die Story des "ins Meer Werfen" gehört zur
israelischen Propaganda.
(3) Rückkehrrecht sollte Vorrang vor Bleiberecht haben. Sonst
legitimieren Sie jeden Überfall mit Vertreibungen.
@ Frau Holtmann
In gewisser Weise haben Sie sogar recht, wenn ich dem Staat Israel unter den von mir geschilderten Gesichtspunkten das Existenzrecht abspreche ... . ABER für mich gibt es ein höheres Recht als die Berufung auf eine Staatsgründungsurkunde, nämlich das Bleiberecht von mittlerweile rd. 8 Millionen Menschen seit einigen Generationen. Die Forderung von Ahmadinedschad und früher seitens der PLO, dass die Juden die Region zu verlassen haben bzw. sie ins Meer geworfen werden sollen, ist allein aus dem menschlichen Bleiberecht in Gänze abzulehnen. Eine Vertreibung kann nie gerechtfertigt werden. Allerdings ist Israel nach meiner Ansicht zum Ausgleich - wie auch immer der aussehen mag - verpflichtet. So, wie sich Israels Regierung derzeit bzw. schon seit Jahrzehnten aufführt, ist dieser bisher nicht geleistet worden und es wird daher so schnell auch keinen Frieden in der Region geben.
@ Herrn Stauf
wenn Sie so argumentieren, dann sprechen auch Sie Israel das
Existenzrecht ab. Und wenn Sie darauf verweisen, dass die "massive
Einwanderung von Juden" von der arabischen Bevölkerung als ein
"Eindringen" empfunden wurde, dann haben Sie natürlich
recht. - Sie müssten dann aber auch Verständnis für die
Deutschen aufbringen, die mit der massiven Einwanderung nach Deutschland
Schwierigkeiten haben.
Und wie Sie es schon sagten: Die "Fehler" - wenn wir von
solchen sprechen wollen - wurden vor fast 100 Jahren begangen. Die UN
hat den Juden dann einen Teil Palästinas zugesprochen. Wie
hätten die Juden hier handeln sollen? Ablehnen?
@ Frau Orti
Das wollten die Juden auch. Auch sie sind ja vertrieben worden.
Aber warum haben die arabischen Staaten mit Israel "den Krieg gesucht"???
Die Geschichte Israels fängt ja nicht erst mit der
Staatsgründung an, sondern lange davor mit der Einwanderung von
Juden unter der Überschrift Zionismus. Die massive Einwanderung von
Juden wurde als ein Eindringen von den in der Region lebenden Arabern
verstanden und deshalb kam es ja schon 1920 zu den ersten
militärischen Auseinandersetzungen.
Kann unter diesem Aspekt von einer "Kriegssuche" der
arabischen Staaten gesprochen werden?
Araber wollten lediglich in ihre Häuser zurückkehren
Araber wollten lediglich ähnliche Rechte haben, die Sie für selbstvertändlich halten.
Obama und andere wirken abgehoben und realitätsfern
Im fernen Washington lässt sich trefflich über eine Balance
zwischen P und I diskutieren.
Die P sind aber keine berechenbare Größe. Also besser
Demokraten als Raketenwerfer.
Die Sache muss gut durchdacht sein. Befriedung durch Ansiedlung ist EINE
mögliche Lösung.
Sehr geerhter Herr Ostermann, ...
... die P sind immer im Vollausschlag provoziert. Es ist Teil der Interaktionsrituale.
Da nützt auch das von den Imamen in den Sechzigern ausgerufenen
Programm
"Gebär-Maschine gegen Israel" nichts.
Oder Provokation durch Ansiedlung
Isreal weicht mit dem Siedlungsbau in das Westjordanland aus, weil es kaum noch bezahlbares Bauland im Rumpfstaat Isreal gibt. Das Westjordanland ist im Moment das willkommene Ventil für die enorme Nachfrage nach Bauland. Die Provokation der Palistinenser wird einfach in Kauf genommen. Eine Befriedung durch die Siedlungspolitik kann ich nicht erkennen.
dass eine solche Maßnahme nun alles andere, nur keinen Frieden in der Region bringt. Was muss erst passieren, bis die Hardliner in Tel Aviv endlich aufwachen und einen Kurs einschlagen, der dem Völkerrecht entspricht?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.06.2012 14:09 UhrLeider lernen es die Araber aber auch nicht,
dass ständige Demonstrationen für die Vernichtung Israels und Selbstmordattentate keinen Frieden in die Region bringen. Selbstmordattentäter sind doch die Märtyrer eines großen Teils der arabischen Bevölkerung.
Herr Hebold, der kleine Unterschied macht es
"Moslems lassen sich doch überall in Europa nieder".
Ja, das stimmt, aber nur mit Zustimmung der entsprechenden Länder.
Das ist der feine Unterschied. Was Israel bezweckt mit dem Siedlungsbau
ist einfach zu erklären. Überall im Westjordanland wird
gesiedelt - das sieht schon aus wie ein löcheriger Käse.
Israel will dieses Land auf Dauer ganz kassieren. Und durch den
Siedlungsbau erfolgt das Stück für Stück bis Israel der
ganze Käse gehört und den Palistinänsern nur noch die
Löcher. Dann wird der Sack zu gemacht.
Und ewig rauschen die Wälder...
Ach wie niedlich: Die USA und der Rest der Welt kritisieren diese nächste Bauwelle - das kostet ja kaum Wählerstimmen. Wann werden diese völkerrechtlich illegalen Baugenehmigungen endlich mit Sanktionen die weh tun bestraft?
Es sollte nicht vergessen werden, dass diese Provinzen des
Westjordanlandes traditionell Judäa und Samaria heißen, auch
unter der arabischen Bevölkerung, und dass dort schon seit je her
eine jüdische Bevölkerung ansässig war - bis diese im
Zuge des Krieges 1948 von den Jordaniern vertrieben wurde.
Dass sämtliche jüdische Siedlungen illegal sind, ist durch nichts belegt. Zum einen handelt es sich in etlichen Fällen um Siedlungen aus der Zeit von vor 1948. Zum anderen gibt es keinen international anerkannten Souverän über das Westjordanland. Denn weder die Palästinenser noch die Araber haben der 1947 von der UNO angebotenen Gründung eines Staates Palästina zugestimmt. Wo aber kein Staat ist, da ist auch Souverän. Illegal sind damit allenfalls Siedlungen auf illegal enteignetem Land, also nur im Einzelfall. Und darüber entscheiden israelische Gerichte, die hier zuständig sind. Warum sollten Juden im Westjordanland auch nicht siedeln? Moslems lassen sich doch auch überall in Europa nieder.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.06.2012 16:11 Uhrkein Staat kein Souverän
Genau das wird eben völlig übersehen. Die
Katastereintragungen ( aus dem Osmanischen Sultanat , oder ja wie ist
das eigentlich ? ) werden sehr wohl berücksichtigt. Deshalb gibt
es, wie Sie schreiben, auch immer wieder gerichtliche Prozesse, wie
neulich über ein sehr altes Gebäude. Und werden auch
Außenstellen / Siedlungsanfänge auf privatem arabischen Boden
niedergerissen. Man kann nicht einfach nur bauen wie man will. Aber hier
gibt es wieder zig Sachverständige, die alle zu wissen scheinen,
wie die alten / neuen Gesetze vor Ort genau aussehen.. und auch wohl in
Ägypten, wo das Eigentumsrecht auch sehr kompliziert ist, obwohl
dort ein Souverän ist. Hätten die Araber in Palästina
einen zweiten Staat aufgebaut, gäbe es ja ein Souverän.
Unsere Verwandte in den NL dürfen auch nicht einfach auf einem
Eigentumsgrundstück bauen, direkt im Ort an einer bestehenden
Straße, bereits mit Anschluß an Kanalisation, Strom, Gas.
So sind nunmal die Gesetze im NL Staate. Eigentum ist nicht absolut
Sehr geehrter Herr Ostermann,
die kriegerischen Auseinandersetzungen, die zu der Besetzung geführt haben, sind aber von den arabischen Staaten ausgegangen.
Warum sind israelisxche Gerichte zuständig?
Also gehört jetzt das Westjordanland und der Gazastreifen offiziell
zum Staat Israel?
Ich kenne diese Gebiete nur unter: "Von Israel besetzte
Gebiete" Hat eine Besetzer automatisch die staatliche Hoheit
über ein Gebiet oder nimmt er sich einfach das Recht? Ihre
Sichtweise macht mich wütent. Die Eigentumsrechte der Palestinenser
werden mit Füßen getreten, nur weil sie zum Zeitpunkt der
Besetzung über keine staatliche Struktur verfügten und soetwas
wie Grundbücher nicht existierten. Dann ist auch die Vertreibung
der Indianer in Amerika legal oder? Was ist mit den Rechten der
ansässigen Bevölkerung? Und was heißt: " Moslems
lassen sich ja auch überall nieder"? haben Sie hier in
Deutschland erlebt, dass Moslems sich eines Stücks Land
bemächtigen ohne Rechtsgrundlage? Wenn, dann klären Sie mich auf.
Wie immer: während die ganze Welt noch über die Verteilung des Kuchens diskutiert, isst ihn Israel einfach auf. Ernstzunehmenden Widerstand dagegen gibt es leider immer noch nicht. Stattdessen ist die Unterstützung des Landraubs bei uns Staatsräson. Israel erhält vor allen anderen Staaten auf der Welt eine Sonderbehandlung. Das ist die Kehrseite der Medaille "Antisemitismus". Die meisten Philosemiten sind nichts anderes als umgedrehte Antisemiten. Beiden sollte man nicht trauen. Was uns fehlt ist eine vorurteilsfreie, nüchterne, an Recht und Gesetz orientierte Nahostpolitik.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.06.2012 14:18 UhrUnd die früher deutschen Ostgebiete sind für Sie also auch "Landraub"?
Oder sind sie die Gebietsverluste zwar bedauerlich, aber gerechtfertigt,
weil Deutschland die Konsequenzen eines verlorenen Angriffskriegs zu
tragen hat? -
Ich denke auch, dass Israel sich aus den besetzten Gebieten
zurückziehen sollte. Es wäre auch für Israel ein Gewinn,
denn dann müssten die Palästinenser zeigen, ob sie den Frieden
tatsächlich wollen.
Es ist schon aber schon merkwürdig, dass die Ursache für die
Besetzung in keiner Weise mehr von Bedeutung ist.
Hans-Christian Rößler Jahrgang 1967, politischer Korrespondent für Israel und die Palästinensergebiete mit Sitz in Jerusalem.
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