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Israel, Iran und Grass Nicht mehr zu sagen

 ·  Das von Israel gegen Günter Grass verfügte Einreiseverbot ist falscher Lohn für einen selbstgerechten PR-Mann in eigener Sache.

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Karl S. Walter

Niedriger gehängt und gut.

Schön zu lesen, dass Frankenberger in wenigen dürren Worten das Nötige und nicht mehr als das Nötige zu Grass' misslungener PR-Aktion schreibt. Deshalb ragt sein Kommentar positiv aus dem Grundrauschen wichtigtuerischen Gehuches und Gejuches in Medien und Politik hervor. Die inhaltlich wie formal wenig gelungene Lürik wird hochgejazzt statt sie angemessen niedrig zu hängen.

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manfred maier

"und damit zu einer noch größeren Bedrohung für die Region und darüber hinaus wird."

der Autor spricht vom Iran, jenem Staat welcher seit Ende 1979 mit Sanktionen, Angriffskrieg und Terror - auch gegen zivile Wissenschaftler - überzogen wird. Von jenem Staat welcher Kontrollen der IAEO zulässt und den Atomsperrvertrag unterzeichnet hat.
Der Autor spricht von jenem Staat, welchem die US Geheimdienste erst dieser Tage wieder bestätigten an keiner Atombombe zu bauen, also die wiederholten Beteuerungen des Iran stützt. (NYT)
Die dem Iran unterstellten Auslöschungsphantasien bez. sich auf das "Besatzungsregime" und nicht auf den Staat Israel, der dem Iran vorgeworfene Terror beschränkt sich auf die Unterstützung der Hisbollah sowie der Hamas.
Das Problem dürfte doch eher darin liegen, dass im angestrebten "neuen Nahen Osten" mit dem Iran ein Staat existiert, welcher die israelische Besatzungspolitik als das anprangert, was sie ist: illegal, unakzeptabel und Lösungen verhindernd.
Ähnliches gilt es auch bez. der israelischen Atompolitik zu sagen, soviel Realität muss sein!

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Armin  Thron
Armin Thron (Juchhe) - 10.04.2012 16:08 Uhr

Dazu ist nicht mehr zu sagen?

Oh doch, Herr Frankenberger. Um die Stellungnahme von G.Grass unnötig zu machen, dazu hätten die Medien bei der sich zuspitzenden Konfrontation im Nahen Osten schon lange sehr viel mehr tun müssen (wobei ich die FAZ und Ihre auch von mir geschätzten Beiträge am ehesten ausnehme).
Mir soll niemand sagen, die Medien wüssten nicht um ihre Macht. Oft schweigen sie, wie verabredet, obwohl viele Menschen erwarten, dass eigene und fremde Propaganda als Ausdruck einer freien Presse mit kritischer Offenheit kommentiert werden. Und wenn einer wie Grass (oder jüngst Sarrazin), aus welchem Mix an Motiven auch immer, an einem unserer neuzeitlichen, mit viel Propaganda verfestigten Dogmen rüttelt, dann reagieren die Medien wieder wie verabredet, wie gleichgeschaltet. So gerade wieder erlebt. Das Prinzip der "Schweigespirale" Noelle-Neumann, !970er Jahre) ist Ihnen bekannt und welche unglaubliche Macht der Presse hierbei zukommt. Zum Grass-"Gedicht" bleibt jedenfalls noch viel zu sagen und zu tun.

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Axel Kopido
Axel Kopido (faznetmi) - 10.04.2012 14:00 Uhr

Knapp daneben ist auch vorbei

Wer den Fanatismus der einen Seite kritisiert, sollte den der anderen nicht vergessen.
Ob Herr Grass einen Beitrag zur Diskussion um die Sicherheit Israels oder des Nahen Ostens insgesamt leisten wollte, wissen wir nicht. Aber vielleicht wäre dies Bemühen ja eine Überforderung.
Nun ist er selbst ist ins Zentrum der Aufmerksamkeit, unter Beschuss geraten.
Ob das seine Absicht war?
Ist etwas von der letzten Tinte übrig und er versucht es mit einem neuen Gedicht?

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thomas schulz

Trolling

Definition: Der Begriff Troll bezeichnet im Netzjargon eine Person, die Kommunikation im Internet fortgesetzt und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion darstellen. --- Seine nachgeschobenen, ungelenken und naiv gestrickten Relativierungen haben diesen Eindruck nicht nur noch verstärkt, sondern auch dafür gesorgt, daß die Diskussion seiner Kontrolle entglitt und er, abgesehen von anderen Trolls, zunehmend als ahnungsloser "selfrightious moron" wahrgenommen und abgekanzelt wird. Was für ein trauriges Ende eines der bedeutenden Litaraten des 20. Jahrhunderts.

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Helga Zießler

"Das von Israel gegen Grass verfügte Einreiseverbot dagegen...

ist falscher Lohn für einen selbstgerechten PR-Mann in eigener Sache."

Dieser Schluß-Satz in Herrn Frankenbergers vorzüglichem, knappen Kommentar trifft punktgenau ins Schwarze. Nichts hätte die Eitelkeit diesen alten Mannes und seine Selbstüberschätzung mehr treffen können, als wenn Israel und der Rest der Welt dieses grausliche Machwerk totgeschwiegen hätten, das er selber ein "Gedicht" nennt, obwohl es weniger ist als ein schlechter Leitartikel.

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Gerhard Storm

Der israelischen Antikampagne auf den Leim gegangen

Der Artikel erwähnt zwar die Erfolgslosigkeit, Iran von seinem Atombombenweg abzubringen und Frieden in Nahost Frieden zu ermöglichen.

Die Gefahr eines Krieges ist bei den sich gegenüberstehenden unterschiedlichen, aber fundamentalistischen Systemen durchaus gegeben. Israel wird nicht warten, bis der Iran seine A-Bombe hat.

Grass wendet sich deshalb vor allem an Israel. Denn niemand kommt momentan auf die Idee, dass der Iran mit einem Atomschlag aufwartet.

Der Artikelschreiber liegt schief mit seiner Auffassung, dass Grass Mühe hat, die politischen Faktoren zu verstehen.

Der Verweis auf die völlig unter Niveau liegenden Worthülsen des Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft beweist, dass der Artikelschreiber selbst der hysterischen israelischen Antkampagne auf den Leim gegangen ist.

Zwischenzeitlich haben sich maßgebliche besonnene Israelis zu Wort gemeldet, sodass die Dummen und Hetzer und die Hysteriker bald auf der Müllhalde dieser Geschichte landen.

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Tomas Schweigert

Ein neues Gli8ed in einer kette von delegitimierungen.

Man sollte Carl Schmitt gelesen haben besonder seine Schrift Legalität und Legitimität. Verkürzt: Die Beseitigung der Legitimität beseitigt auch die Legalität. Meiner Erinnerung nach gab es keine vernehmbare Kritik am Israelischen Sieg im 6 Tage Krieg und auch die Palästinensischen "Freiheitskämpfer" wurden unisono als Terroristen eingeordnet. Was ist also schief gegangen? Es bagann mit der gewaltsamen Durchsetzung israelischer Siedlungen. Das verursachte Bedenken. Es folgten gewaltsame Auseinandersetzungem, Verhandlungen, die Untaten Sharons. Dann kam eine Hoffnung auf Lösung, verknüpft mit Jitzchak Rabin. Er suchte einen vernünftigen Ausgleich mit den Palästinensern, wofür er ermordet wurde. Eine glaubwürdeige Distanzierung der israelischen rechten, die die israelische Regierung stellt, wurde hier nicht wahrgenommen. Es folgten die Affären Möllemann, Gabriel und Grass. Israel muss dieses Problem lösen. Nur wenn Israel diese offene Flanke schließt, kann es gegen den Iran frei handeln

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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