26.01.2009 · Die Koalitionsregierung in Island ist nach Worten von Ministerpräsident Geir Haarde gescheitert. Das teilte Haarde nach Verhandlungen am Montag mit. Zuvor hatte es über Wochen hinweg Proteste in der Bevölkerung wegen der Bankenkrise gegeben.
Die Koalitionsregierung in Island ist nach Worten von Ministerpräsident Geir Haarde gescheitert. Die Koalitionsspitzen waren am Montag in Reykjavik zu Gesprächen über das weitere Vorgehen nach wochenlangen Protesten zusammengekommen.
Das Scheitern der Koalition war schon länger erwartet worden. Seit Oktober vergangenen Jahres war den Mitarbeitern des Ministerpräsidenten klar, dass die Tage der Regierung Geir Haardes gezählt waren. Die isländische Regierung musste damals die größten Banken des Landes verstaatlichen und Geir Haarde eingestehen, das Land stehe praktisch vor dem Staatsbankrott.
Damals verlautete hinter vorgehaltener Hand: Zwar werde es erst einige Wochen des nationalen Schulterschlusses geben, aber dann werde Haarde gehen müssen. Ähnliches gelte für die Chefs der Zentralbank und der staatlichen Finanzaufsicht sowie am Ende wohl auch für den Staatspräsidenten, der die Expansion der isländischen Banken stets gepriesen hatte. Nach wochenlangen Protesten in der Bevölkerung hat Haarde nun aufgegeben.