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Islamfeindliches Video : Ein Jahr Haft für mutmaßlichen Produzenten

  • Aktualisiert am

Nakoula Basseley Nakoula wurde am 15. September von der Polizei in Los Angelese verhört Bild: REUTERS

Der mutmaßliche Produzent des islamfeindlichen Videos ist von einem amerikanischen Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Ihm wird vorgeworfen, gegen Bewährungsauflagen verstoßen zu haben.

          Der mutmaßliche Produzent des islamfeindlichen Films „Die Unschuld der Muslime“ ist nach Medienangaben wegen Verletzung von Bewährungsauflagen von einem Gericht in den Vereinigten Staaten zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Wie die „Los Angeles Times“ am Mittwoch auf ihrer Internetseite berichtet, bekannte sich Mark Basseley Youssef, der zeitweise auch den Namen Nakoula benutzte, in vier Punkten schuldig. Im Gegenzug ließ die Anklage vier Anschuldigungen fallen.

          Der 55 Jahre alte Mann war Ende September verhaftet worden. Ihm wurden acht Verstöße gegen seine Bewährungsauflagen vorgeworfen. Mitte Oktober hatte er die Vorwürfe zunächst abgestritten. Der amerikanische Staatsbürger ägyptischer Abstammung saß seither in Untersuchungshaft.

          Diese Zeichnung zeigt den Angeklagten Nakoula im Gericht in Los Angeles am 27. September
          Diese Zeichnung zeigt den Angeklagten Nakoula im Gericht in Los Angeles am 27. September : Bild: AFP

          Youssef war 2010 wegen Bankbetrugs auf Bewährung verurteilt worden. Zu den Auflagen gehörte, nur mit seinem echten Namen in Erscheinung zu treten und Bankkonten nur mit Kenntnis seines Bewährungshelfers zu unterhalten. Grund für die Beschränkungen war, dass er ungedeckte Schecks unter 14 verschiedenen Namen in Umlauf gebracht haben soll. Die Staatsanwaltschaft hatte Youssef zudem Internet-Surfing vorgeworfen. Er hätte nur mit ausdrücklicher Zustimmung seines Bewährungshelfers einen Computer und das Internet nutzen dürfen.

          Der Amateur-Film „Unschuld der Muslime“, der den Propheten Mohammed beleidigt und Muslime verunglimpft, wurde im Sommer 2011 in der Nähe von Los Angeles gedreht. Im Internet  veröffentlichte Ausschnitte des Films lösten in diesem Sommer massive Proteste in der islamischen Welt aus. Bei Ausschreitungen in Libyen, Tunesien, Sudan und Pakistan wurden mehrere Menschen getötet.

          Quelle: FAZ.NET mit dpa

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