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Veröffentlicht: 13.12.2016, 22:32 Uhr

Ägypten IS bezichtigt sich des Anschlags in Kairo

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ will für den Anschlag auf die Markuskathedrale in Kairo verantwortlich sein. Ein Anhänger des „Kalifats“ habe in der Kirche einen Sprengstoffgürtel gezündet.

© dpa Ein Opfer des Anschlags wird von Verwandten zu Grabe getragen.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Anschlag auf die koptische Kathedrale in Kairo bekannt, bei der mindestens 25 Menschen getötet wurden. Die Gruppe teilte am Dienstag über die ihr nahestehende Nachrichtenagentur Amak mit, einer ihrer Kämpfer habe in der Kirche einen Sprengstoffgürtel gezündet. Es habe sich um einen Anhänger des „Kalifats“ gehandelt, hieß es in einer Mitteilung des IS im Internet. Jeder Ungläubige solle wissen, dass der Krieg fortgesetzt werde, hieß es weiter.

Die meisten der Opfer des Anschlags auf die Markuskathedrale während einer Messe am Sonntag waren Frauen. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass unter den Toten auch mindestens sechs Kinder sind. Ein etwa zwölf Kilogramm schwerer Sprengsatz sei in einem Seitentrakt explodiert, der Frauen vorbehalten sei. Verletzt wurden 49 Menschen. Orthodoxe Kopten sind die größte christliche Religionsgemeinschaft im Nahen Osten. Sie stellen etwa zehn Prozent der rund 90 Millionen Einwohner Ägyptens.

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In Ägypten kämpfen vor allem auf der Halbinsel Sinai radikale Islamisten gegen die Sicherheitskräfte. Sie haben aber auch in Kairo und anderen Städten Anschläge verübt. Erst am Freitag waren bei zwei Anschlägen insgesamt sechs Polizisten getötet worden. Die Extremisten sind mit der IS-Miliz verbündet.

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Von Berthold Kohler

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