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Iranischer Atomhandel Ahmadineschad droht mit Ende aller Verhandlungen

 ·  Der iranische Präsident Ahmadineschad will alle Verhandlungen über das Atomprogramm seines Landes abbrechen, sollte die Staatengemeinschaft den beschlossenen Atomhandel mit der Türkei und Brasilien ablehnen.

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Sollte der jüngste iranische Atomhandel mit der Türkei und Brasilien abgelehnt werden, dann werde es keine weiteren Verhandlungen über das iranische Atomprogramm geben, kündigte Mahmud Ahmadineschad in einer Ansprache an. „Wenn die Weltmächte die Vereinbarung zurückweisen und mit neuen Spielen beginnen, dann sollen sie wissen, dass die Türen für Verhandlungen geschlossen sein werden“, warnte der Präsident.

„Wir werden es keinem Land erlauben, sich in unsere politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten einzumischen“, sagte Ahmadineschad in der Ansprache. „Die Übereinkunft mit Brasilien und der Türkei ist die letzte Chance, um die Auseinandersetzungen beizulegen.“

Namentlich appellierte Ahmadineschad an den amerikanischen Präsidenten Obama, den Atom-Deal als letzte Chance wahrzunehmen. „Heute ist der Tag für Obama, umsichtig zu handeln und diese einzigartige Möglichkeit nicht zu verpassen“, sagte er. Die Übereinkunft könne den Beginn einer neuen Ära in den internationalen Entwicklungen markieren.

Iran hatte sich vergangene Woche mit Brasilien und der Türkei geeinigt, einen Teil seines Urans in der Türkei zwischenzulagern, bis das Land höher angereichertes Uran für einen medizinischen Forschungsreaktor geliefert bekommt. Teheran hatte die internationale Atomenergiebehörde IAEA am Montag über den Atomhandel informiert, der nach monatelangem Tauziehen vereinbart wurde. Amerikaner und Briten lehnten den Handel als unzureichend ab.

Die amerikanische Außenministerin Clinton kritisierte den Deal am Dienstag als „durchsichtigen Trick“, um Maßnahmen des UN-Sicherheitsrats zu entgehen. Nach Gesprächen mit der chinesischen Regierung sagte Clinton in Peking, die Vorschläge Teherans reichten nicht aus, um die internationalen Bedenken zu beseitigen.

Unterdessen arbeitet der Sicherheitsrat mit Hochdruck an härteren Sanktionen gegen Iran. Die 15 Mitglieder des höchsten Gremiums der Vereinten Nationen berieten hinter verschlossenen Türen über den entsprechenden Resolutionsentwurf, bestätigte die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice am Dienstag in New York. Danach wird die Resolution dem Sicherheitsrat zur Abstimmung vorgelegt. Einen konkreten Zeitpunkt nannte Rice nicht.

Der Westen verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Forschung Atomwaffen zu entwickeln. Iran beteuert, sein Atomprogramm diene ausschließlich der zivilen Nutzung.

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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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