http://www.faz.net/-gpf-8btj0

Atom-Abkommen : Iran bringt angereichertes Uran nach Russland

  • Aktualisiert am

Radioaktiv: Iranische Atomwissenschaftler in einem Forschungszentrum im Kernkraftwerk Isfahan. Bild: dpa

Nachdem der Westen die Sanktionen etwas gelockert hat, hält Teheran einen wichtigen Teil des Atom-Abkommens ein: Die erste Fuhre mit angereichertem Uran hat das Land verlassen.

          Der Iran hat am Montag einen wichtigen Teil seiner Verpflichtungen aus dem Atomabkommen erfüllt. Das Land habe etwas mehr als elf Tonnen schwach angereicherten Urans nach Russland gebracht, gab der amerikanische Außenminister John Kerry in Washington bekannt. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Iran offenbar „zentrale Atom-Verpflichtungen“ einhalte. Kerry sprach von einem „wichtigen Schritt“ dahin, dass der Iran seine Zusage erfüllt, nicht mehr als 300 Kilogramm solch schwach angereicherten Urans zu behalten.

          Das Atomabkommen, das im Juli nach langen Verhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland in Wien geschlossen wurde, erlaubt dem Iran die friedliche Nutzung der Atomenergie. In dem Abkommen verpflichtet sich Teheran, die Urananreicherung deutlich zurückzufahren und scharfe Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zuzulassen. Im Gegenzug werden die in dem Atomkonflikt verhängten Finanz- und Handelssanktionen schrittweise aufgehoben.

          Weitere Themen

          Erstmals wieder russische Luftangriffe

          Syrien : Erstmals wieder russische Luftangriffe

          Die syrische Regierung versucht, das Land wieder unter Kontrolle zu bringen. Dabei wirft die eigene Luftwaffe nach Angaben von Aktivisten auch Fassbomben ab.

          „Özil ist austauschbar geworden“ Video-Seite öffnen

          Horeni aus Russland : „Özil ist austauschbar geworden“

          F.A.Z.-Sportredakteur Michael Horeni kommentiert, was der verdiente Sieg der Deutschen über Schweden in letzter Minute bedeutet. Dabei bewertet er auch Löws Verzicht auf Özil – und die Folgen für die WM.

          Topmeldungen

          Präsident Erdogan nach seiner Stimmabgabe in Istanbul.

          Auszählung läuft : Erdogans Vorsprung schmilzt

          Der türkische Präsident Erdogan darf ersten Prognosen zufolge auf einen Erfolg bei den Wahlen hoffen. Türkische Medien sehen ihn und seine Partei in Front. Es müssen allerdings noch viele Stimmzettel ausgezählt werden.

          Mini-Gipfel in Brüssel : Merkels fieberhafte Suche nach Lösungen

          Auf dem erst als Mini-Gipfel zur Asylpolitik geplanten EU-Treffen ist eine deutlich größere Runde geworden. Doch der Befreiungsschlag für die Kanzlerin ist in Brüssel noch nicht in Sicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.