16.02.2012 · Nach Angaben der thailändischen Polizei hatten die drei in Bangkok festgenommenen Iraner Attentate auf Israelis geplant. Thailand will von Malaysia derweil die Auslieferung eines dorthin geflohenen Iraners verlangen.
Drei im Zusammenhang mit den Bombenexplosionen in Bangkok festgenommene Iraner hatten nach Angaben der thailändischen Polizei Attentate auf Israelis geplant. „Sie hatten es auf Einzelpersonen abgesehen, besonders auf israelische Diplomaten“, sagte Polizeichef Priewpan Damapong am Donnerstag in Bangkok.
Dies habe das Verhör eines 42 Jahre alten Iraners ergeben, den die Polizei am Dienstag wenige Stunden nach den Explosionen am Flughafen in Bangkok festgenommen hatte. Der Mann bewohnte zusammen mit zwei Komplizen ein Haus in Bangkok. Als dort am Dienstag ein Sprengsatz detonierte, flüchteten die Männer. Einer warf auf der Straße mit Sprengsätzen um sich, weil er kein Taxi bekam. Dabei wurde er selbst schwer verletzt.
Ein dritter Mann floh nach Malaysia, wo er am Mittwochabend festgenommen wurde. Das Haus in Bangkok war auf den Namen einer Iranerin angemietet, die sich angeblich zum Lernen von Thailändisch im Land aufhielt, sagte der Polizeichef. Alle vier Verdächtige sollen wegen Mordversuchs und Sprengstoffbesitzes angeklagt werden.
Thailand will von Malaysia die Auslieferung des Iraners verlangen, der Anschläge auf israelische Diplomaten in Bangkok geplant haben soll. Die Justiz habe einen Haftbefehl ausgestellt und die Polizei werde die Staatsanwaltschaft bitten, von Malaysia die Auslieferung zu beantragen, sagte der thailändische Polizeichef Damapong am Donnerstag. Der Verdächtige war am Mittwoch am Flughafen von Kuala Lumpur festgenommen worden.