Der oberste politische und religiöse Führer Irans hat die Position des amerikanischen Präsident Barack Obama gewürdigt, im Atomstreit auf eine diplomatische Lösung zu setzen. Die amtliche Nachrichtenagentur Irna zitierte Ajatollah Ali Chamenei am Donnerstag mit den Worten: „Wir haben vor zwei Tagen gehört, dass der amerikanische Präsident sagte, sie würden nicht über einen Krieg mit dem Iran nachdenken.“ Das seien gute Worte.
Zugleich kritisierte Chamenei aber Obamas Festhalten an Strafmaßnahmen. „Er sagte, dass er das iranische Volk mit Sanktionen in die Knie zwingen will. Dieser Teil seiner Äußerungen zeigt, dass er an Illusionen festhält.“
Obama hatte in einem Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu davon gesprochen, dass es noch Raum für Diplomatie gebe. Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland gingen unterdessen auf ein Angebot des Iran ein, die seit mehr als einem Jahr auf Eis liegenden Atomgespräche wieder aufzunehmen. Sie forderten den Iran aber zu einem „ernsthaften Dialog“ auf.
