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Iran Ahmadineschad leugnet abermals den Holocaust

14.04.2006 ·  Neue Provokation des iranischen Präsidenten Ahmadineschad: Nachdem er sein Land zur Atommacht erklärt hat, leugnete er nun abermals den Holocaust an den Juden und sagte den „Verfall“ Israels voraus.

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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad hat den Holocaust abermals in Frage gestellt und den „Verfall“ Israels vorausgesagt. „Es mag Zweifel über den Holocaust geben. Aber es gibt definitiv keine Zweifel über den Holocaust der vergangenen Jahre in Palästina“, sagte Ahmadinedschad am Freitag auf einer Teheraner Hilfskonferenz für die Palästinenser. Es ist eine weitere Provokation durch den iranischen Präsidenten, nachdem er schon im Atomstreit die Geduld der Vereinigten Staaten äußerst strapaziert hat (siehe: Rice: Es gibt Mittel, Iran zu zwingen).

„Einige Leute glauben, daß während des Zweiten Weltkriegs viele Juden ums Leben kamen. Mit allem nötigen Respekt: Warum sollen die Palästinenser für das angeblich Geschehene den Preis zahlen?“, sagte Ahmadineschad nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur ISNA. Seit seinem Amtsantritt im vergangenen August hat der iranische Präsident in Verbalattacken wiederholt den Holocaust bezweifelt und die Tilgung Israels von der Landkarte gefordert.

Amerika: Keine Geschäfte mit Hamas

Bei der Teheraner Konferenz, die offiziell an diesem Samstag eröffnet wird, sollen Gelder für die radikal-islamische palästinensische Regierungspartei Hamas gesammelt werden. Mehr als 200 Politiker und Wissenschaftler wollen bis Sonntag über eine Unterstützung für die Hamas beraten, nachdem die Vereinigten Staaten und die Europäische Union Hilfsgelder gesperrt haben. Das Finanzministerium in Washington untersagte nach einer Meldung der Nachrichtenagentur AP am Freitag abend zudem offiziell seinen Bürgern, weiterhin Geschäfte mit der von der Hamas geführten palästinensischen Autonomiebehörde zu machen. Nach dem Einfrieren der Finanzhilfe hat die amerikanische Regierung damit den Druck auf die palästinensische Regierung erhöht. Der palästinensische Wirtschaftsminister Alaa Aradsch verurteilte die Entscheidung.

Der oberste Führer Irans, Ajatollah Ali Chamenei, rief die islamische Welt zur Unterstützung der palästinensischen Hamas-Bewegung im Widerstand gegen Israel auf. Unterlassene Hilfe wäre eine „große Sünde“, sagte Chamenei zum Auftakt der Hilfskonferenz. „Die islamische Welt ist zur Hilfe und Unterstützung des heiligen Weges verpflichtet“, sagte der Geistliche. „So wie die Vereinigten Staaten dabei gescheitert sind, einen Sieg im Irak zu erringen, werden sie mit ihrem Ziel eines vom Zionismus dominierten Nahen Osten scheitern“, sagte Chamenei weiter. Er rief Amerika und die westlichen Staaten auf, die Entscheidung der Palästinenser bei der Parlamentswahl zu achten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, AP
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