23.03.2007 · Ein Selbstmordattentäter hat beim islamischen Freitagsgebet in Bagdad versucht, den irakischen Vize- Ministerpräsidenten Salam al Subai zu töten. Der sunnitische Politiker erlitt nach Angaben des staatlichen Fernsehens schwere Verletzungen.
Ein Selbstmordattentäter hat beim islamischen Freitagsgebet in Bagdad versucht, den irakischen Vize- Ministerpräsidenten Salam al Subai zu töten. Der sunnitische Politiker erlitt nach Angaben des staatlichen Fernsehens schwere Verletzungen. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak berichtete unter Berufung auf einen Polizeisprecher, der Attentäter habe sechs Menschen mit in den Tod gerissen, darunter auch Mufid Abdul Sahr, einen Berater Al Subais.
Der TV-Sender Al-Arabija meldete, auch ein Bruder des Politikers sei getötet worden. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt. Nach Informationen des staatlichen Fernsehens war zunächst eine Autobombe vor dem Haus des Vize-Ministerpräsidenten explodiert. Kurz darauf habe sich der Attentäter in einem nahe gelegenen Gebetsraum in die Luft gesprengt, in dem sich der Politiker und andere Männer zum Freitagsgebet versammelt hatten.
Attentäter aus dem Umfeld Al-Subais?
Am Freitag gilt in Bagdad eine Ausgangssperre. Es wurde vermutet, dass der Attentäter, der einen Sprengstoffgürtel trug, aus dem Umfeld Al Subais stammen könnte. Der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat zwei Stellvertreter, den Kurden Barham Saleh sowie den Sunniten Al Subai. Al Subai gehört der Irakischen Konsensfront an. Die Partei ist mit 44 von insgesamt 275 Sitzen die stärkste sunnitische Partei im irakischen Parlament.