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Irak Tote bei Anschlag mit Chemiewaffe

22.02.2007 ·  Die Aufständischen im Irak verfolgen möglicherweise eine neue Strategie: Schon zum zweiten Mal binnen weniger Tage wurde bei einem Bombenanschlag giftiges Gas frei. Fünf Menschen kamen ums Leben.

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Bei einem Anschlag mit einer improvisierten chemischen Waffe im Irak sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Sprengsatz war demnach am Mittwoch in Bajaa südwestlich von Bagdad detoniert. Dabei seien giftige Dämpfe freigesetzt worden. 55 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Aus Kreisen des Innenministeriums verlautete, es habe sogar sechs Tote und 73 Verletzte gegeben. Es habe sich bei dem Gas vermutlich um Chlor gehandelt. Bereits am Dienstag hatte eine Bombe in Taji nördlich von Bagdad einen Lastwagen zerstört, in dem sich Chlor befand. Dabei wurden mindestens fünf Menschen getötet. An den Dämpfen erkrankten laut Polizei fast 140 Menschen.

Blair: Könnten Truppen auch wieder erhöhen

Unterdessen hat der britische Premierminister Tony Blair nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der im Irak eingesetzten Soldaten auch wieder erhöht werden könnte. „Wenn es die Umständen erfordern zurückzugehen, werden wir das tun“, sagte Blair am Donnerstag dem Sender BBC. Erst am Vortag hatte Blair im Parlament den Abzug von zunächst 1600 der 7100 im Irak stationierten britischen Soldaten in den kommenden Monaten angekündigt.

In den Vereinigten Staaten löste eine Bemerkung des amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney über die Irak-Politik der oppositionellen Demokraten einen heftigen Streit aus. Während eines Besuchs in Japan sagte Cheney, der Irak-Kurs der Demokraten im Kongress sei „eine Bestätigung der Strategie von Al Qaida“. Damit habe Cheney eine Grenze überschritten, protestierte Oppositionsführerin Nancy Pelosi. Die Präsidentin des Repräsentantenhauses sagte am Mittwoch in Washington, sie habe versucht, sich bei George W. Bush über Cheney zu beschweren, den Präsidenten aber nicht erreicht.

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