04.09.2007 · Der Oberste Gerichtshof des Irak hat am Dienstag das Todesurteil gegen den auch als „Chemie-Ali“ bakannten Ali Hassan el Madschid bestätigt. Das gelte auch für zwei Mitangeklagte Madschids, teilte Gerichtspräsident Aref Schaheen mit.
Der Oberste Gerichtshof des Irak hat am Dienstag das Todesurteil gegen den auch als „Chemie-Ali“ bakannten Ali Hassan el Madschid bestätigt. Das gelte auch für zwei Mitangeklagte Madschids, teilte Gerichtspräsident Aref Schaheen mit. Die drei waren bereits im Juni wegen Völkermordes an zehntausenden Kurden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Bei den Mitangeklagten handelt es sich um Ex-Verteidigungsminister Sultan Hatschim el Tai und Hussein Raschid el Tikriti, den ehemaligen Vize-Chef der Militäroperationen.
Im Zuge der Aktion „Anfal“ waren die Verurteilten neben Saddam Hussein für den Völkermord an mehr als 180.000 Kurden verantwortlich. Trauriger Höhepunkt der Strafaktion war die Bombardierung der 70.000 Einwohner zählenden kurdischen Stadt Halabdscha am 17. und 18. März 1988 mit Giftgas. Bei dem Angriff kamen mehrere tausend Männer, Frauen und Kinder ums Leben.