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Irak-Politik Rice mahnt Ankara zur Zurückhaltung

13.10.2007 ·  Die amerikanische Außenministerin hat die Türkei aufgefordert, von einem Militäreinsatz im Nordirak gegen Kurden-Rebellen abzusehen. Washington befürchtet, dass eine vergleichsweise friedliche Region des Iraks auch noch ins Chaos stürzen könnte.

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Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hat die Türkei aufgefordert, von einem Militäreinsatz im Nordirak gegen Kurden-Rebellen abzusehen.

„Ich habe zur Zurückhaltung gemahnt“, sagte sie am Samstag über den Inhalt ihrer Telefonate mit dem türkischen Präsidenten Abdullah Gül, Ministerpräsident Recep Erdogan und Außenminister Ali Babacan. Sie habe klar gemacht, dass „wir alle an einem stabilen Irak interessiert sind und dass alles, was destabilisiert, unserer beider Interessen schaden wird“.

„Das ist eine harte Zeit“

Ankara hat erklärt, einen Militäreinsatz im Nordirak vorzubereiten. Ziel seien kurdische Rebellen, die die Gebirgsregion als Ausgangsbasis für Anschläge in der Türkei nutzten. Dort kämpfen sie für einen unabhängigen Kurden-Staat. Washington befürchtet, dass ein Eingreifen der Türkei eine bislang vergleichsweise friedliche Region des Iraks auch noch ins Chaos stürzen könnte.

Rice äußerte sich auch zu den Folgen der Armenien-Resolution, die von einem Ausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses beschlossen wurde. Darin wird das Osmanische Reich des Völkermords an den Armeniern im Ersten Weltkrieg beschuldigt. „Das ist eine harte Zeit“, sagte Rice über den aktuellen Zustand der türkisch-amerikanischen Beziehungen. Die Bush-Regierung werde versuchen zu verhindern, dass die Resolution vom Kongress angenommen wird. Zugleich flogen zwei hochrangige Diplomaten der Vereinigten Staaten am Samstag in die Türkei, um die Wogen zu glätten.

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