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Irak Irakischer Präsident bittet um Hilfe - Annan zweifelt an Wahl

14.09.2004 ·  Der irakische Präsident Al Jawar hat Nato und EU im Hinblick auf die Wahlen im Januar um mehr Unterstützung gebeten. UN-Generalsekretär Annan hat gleichzeitig deutliche Zweifel am Zustandekommen der Wahl geäußert.

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Der irakische Präsident Ghazi al Jawar hat die Europäer um mehr Unterstützung für sein Land gebeten. Bei einem Besuch in Brüssel ersuchte er am Dienstag die Nato um Verstärkung ihrer Hilfe bei der Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte. Anschließend sprach er auch mit dem außenpolitischen Beauftragten der Europäischen Union, Javier Solana.

Sowohl bei der Nato als auch bei der EU wies Al Jawar auf die Bedeutung der für Januar geplanten Wahlen in seinem Land hin. „Es ist eine Herausforderung, die Wahl zum beabsichtigten Zeitpunkt abzuhalten. Das wäre das Schönste, was passieren könnte“, sagte Al Jawar. Dafür sei jedoch ein sicheres Umfeld dringend erforderlich. Hierfür wünschte der Präsident ein größeres Engagement der Nato bei der militärischen Ausbildung. Die Nato setzt ihre Zusage, den Irak dabei zu unterstützen, jedoch nur sehr zögerlich um. Grund dafür sind Differenzen innerhalb des Bündnisses. Vor allem Frankreich ist strikt gegen einen starken Nato-Auftritt in Bagdad, wie ihn Washington wünscht.

Annan zweifelt an Zustandekommen der Wahl

Der irakische Präsident sagte mit Blick auf die Wahl: „Wir brauchen alle Hilfe, die wir bekommen können.“ Nur wenn die Vereinten Nationen, die bei der Wahlvorbereitung helfen, einen sicheren und fairen Urnengang für gefährdet hielten, könnte dies zu einer Verschiebung führen, sagte Al Jawar.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat bereits deutliche Zweifel am Zustandekommen der Wahl geäußert. Im Weltsicherheitsrat forderte Annan am Dienstag zusammen mit den Vereinigten Staaten die Mitgliedsländer des höchsten UN-Gremiums auf, zum militärischen Schutz der UN-Mission im Irak beizutragen.

Al Jawar versicherte, die irakische Regierung unternehme alles, um die in seinem Land entführten Geiseln freizubekommen. Über die verschleppten französischen Journalisten und die italienischen Mitarbeiterinnen einer Hilfsorganisation sagte er: „Wir hoffen, daß sie am Leben sind. Wir wissen es nicht.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, AP
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