http://www.faz.net/-gpf-11kl0

Irak : Ein Meilenstein zur Souveränität

  • Aktualisiert am

Fortan steht die Grüne Zone unter irakischem Kommando Bild: dpa

Irakische Truppen haben am Neujahrstag die Kontrolle über die hermetisch abgeriegelte Grüne Zone in Bagdad übernommen. Die Wachablösung wird als Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Souveränität gewertet.

          Irakische Truppen haben am Neujahrstag die Kontrolle über die hermetisch abgeriegelte Grüne Zone in Bagdad übernommen. Sie lösten damit die amerikanischen Truppen ab. In der Grünen Zone befinden sich die amerikanische Botschaft, das irakische Parlament und mehrere Ministerien. Nach dem Einmarsch der internationalen Truppen unter Führung der Vereinigten Staaten 2003 hatten die Amerikaner die Grüne Zone errichtet und durch eine vier Meter hohe Mauer geschützt.

          Die Wachablösung wird in Bagdad als Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Souveränität gewertet. Irakische Regierungsvertreter feierten den symbolträchtigen Schritt am Neujahrstag im Palast des früheren Diktators Saddam Hussein. Die Iraker übernahmen zudem die Kontrolle über den Flughafen von Basra.

          Etwa sechs Jahre nach der amerikanisch geführten Invasion war mit Ablauf des Jahres das UN-Mandat ausgelaufen. Die weitere Stationierung von derzeit 140.000 amerikanischen Soldaten wurde inzwischen durch ein neues bilaterales Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Irak ermöglicht. Es schränkt aber die Machtbefugnisse der Amerikaner ein und sieht ihren schrittweisen Abzug bis Ende 2011 vor.

          Übergabe per Handschlag
          Übergabe per Handschlag : Bild: dpa

          Wenige Stunden vor Ablauf des UN-Mandates für die multinationale Truppe im Irak hatte die irakische Regierung auch noch zwei Stationierungsabkommen mit Großbritannien und Australien unterzeichnet, das die Einsatzbedingungen für die derzeit noch 4100 britischen Soldaten und die noch etwa 1000 Australier in den nächsten sieben Monaten festlegt. Alle britischen und australischen Truppen sollen bis Ende Juli 2009 das Land verlassen haben. Dann werden nur noch amerikanische Soldaten im Irak stationiert sein. Die Kontingente anderer Staaten verließen das Land wegen des Ablaufs des UN-Mandates schon vorher.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Die  Revolution findet nicht statt

          Vereinigte Staaten : Die Revolution findet nicht statt

          1917 führte Präsident Woodrow Wilson die Vereinigten Staaten in die Weltpolitik. Hundert Jahre später versprach Donald Trump einen radikalen Wandel. Das fällt ihm schwerer als von manchen erhofft und von vielen befürchtet.

          Belästigungsvorwürfe gegen Senator

          Amerika : Belästigungsvorwürfe gegen Senator

          Nach Schauspielern, Produzenten und Republikanern gibt es nun auch Belästigungsvorwürfe gegen amerikanische Demokraten: Die Musikerin Leeann Tweeden berichtet von zwei Vorfällen. Senator Franken entschuldigt sich. Auch Donald Trump meldet sich zu Wort.

          Nach dem Erdbeben im Iran wächst die Wut Video-Seite öffnen

          Erdstoß im Nahen Osten : Nach dem Erdbeben im Iran wächst die Wut

          Nach dem Erdbeben im Iran wächst die Wut im Krisengebiet an der Grenze zum Irak. Viele Bauten sind eingestürzt, die mit einem Wohnungsbauprogramm der Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad errichtet wurden. Außerdem lässt staatliche Hilfe für die Überlebenden auf sich warten.

          Topmeldungen

          Kommentar : Wofür steht Jamaika?

          Obergrenze oder offene Grenzen für alle? Recht und Ordnung oder legale Joints? Marktwirtschaft oder Planwirtschaft? Nach den Schwierigkeiten bei den Jamaika-Gesprächen muss die Frage erlaubt sein: Passt das alles wirklich zusammen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.