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Irak Dutzende Tote bei Anschlägen in Bagdad

 ·  Bei den bislang schwersten Bombenanschlägen seit dem Rückzug der amerikanischen Soldaten aus den irakischen Städten sind mindestens 86 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Sprengsätze detonierten in Bagdad auch in der Nähe des Finanzministeriums und des Außenministeriums.

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Bei den bislang schwersten Bombenanschlägen seit dem Rückzug der amerikanischen Soldaten aus den irakischen Städten sind am Mittwoch mindestens 86 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Die Serie von sieben koordinierten Explosionen begann kurz am Vormittag in der Nähe des Finanzministeriums im Norden von Bagdad, wenige Minuten später wurde unweit des Außenministeriums in der stark gesicherten Grünen Zone eine Autobombe gezündet. Dazu erschütterten noch fünf weitere Bomben, die sich auch gegen Soldaten und Polizisten richteten, die irakische Hauptstadt.

Der Anschlagsserie vom Mittwoch war schon eine Reihe von Angriffen in den vergangenen Tagen vorausgegangen. Diesen fielen mehr als 200 Menschen zum Opfer, Hunderte weitere erlitten Verletzungen. Die Aufständischen wollen offenbar demonstrieren, dass die einheimischen Sicherheitskräfte die Lage allein nicht in den Griff bekommen können. Die amerikanischen Soldaten hatten sich am 30. Juni aus den großen Städten zurückgezogen. Präsident Obama hat zudem angekündigt, seine Kampftruppen bis zum 31. August 2010 ganz aus dem Irak abziehen. Zurück blieben 50.000 Soldaten, die sich vorwiegend um die Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte kümmern sollen. Derzeit sind noch etwa 130.000 amerikanische Soldaten im Land.

Rauchsäulen über Bagdad

Über der Hauptstadt waren mehrere Rauchsäulen zu sehen. Mehrere Einrichtungen wurden zudem mit Mörser-Granaten angegriffen, so etwa das Gebäude der Zentralregierung. Auch in der Nähe von Armee-Kasernen und eines staatlichen Fernsehsenders im Bezirk Salhija gingen Granaten nieder. Mindestens eine Granate schlug nahe dem Sitz der Vereinten Nationen in der Grünen Zone ein.

Die Gewalt in Irak ist in den zurückliegenden 18 Monaten erheblich zurückgegangen. Dennoch gelingt es Extremisten immer wieder, Anschläge zu verüben, die die unerfahrenen und schlecht ausgerüsteten irakischen Sicherheitskräfte nicht verhindern können.

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