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Irak Bush: Zarqawis Tod bietet Chance für Wende

08.06.2006 ·  Der amerikanische Präsident Bush hat die Tötung des Terroristenführers Abu Musab al Zarqawi als „schweren Schlag“ gegen Al Qaida bezeichnet. Die Gewalt werde aber andauern. Der britische Premier Blair warnt vor Vergeltungstaten.

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Die Gewalt im Irak wird nach Ansicht des amerikanischen Präsidenten George W. Bush nach dem Tod des Al-Qaida-Führers Abu Musab al Zarqawi andauern. Man müsse mit weiteren Auseinandersetzungen zwischen den Religionsgruppen rechnen, sagte Bush am Donnerstag in Washington. Gleichwohl biete der Tod des Terroristen die Chance, daß sich das Blatt im Irak wende.

Al Zarqawi, der Anführer des irakischen Ablegers der Gruppe um Usama Bin Ladin, war nach offiziellen Angaben bei einem amerikanischen Luftangriff Mittwoch abend nahe der irakischen Stadt Baquba getötet worden. (Siehe auch: Irakischer Terrorführer Zarqawi getötet)

Bush rechtfertigte den Einsatz mit den Worten, die Streitkräfte hätten Zarqawi Gerechtigkeit widerfahren lassen. Dessen Tod sei ein Sieg im Kampf gegen den Terror und ein „schwerer Schlag“ gegen Al Qaida.

Blair warnt vor Vergeltungsakten

Auch der britische Premierminister Tony Blair sagte, nach Zarqawis Tod werde der Irak weiter von Gewalt erschüttert werden und warnte vor möglichen Vergeltungstaten. „Es wird heftige Racheanschläge geben, vor dem Hintergrund der Regierungsbildung und vor dem Hintergrund des Todes von Zarqawi.“

Er habe keine „Illusionen“ darüber, daß Zarqawis Tod ausreiche, um den Irak wieder zu stabilisieren, sagte Blair. „Wir wissen, daß sie weiter töten werden. Wir wissen, daß viele, viele Hindernisse zu überwinden sind.“ Allerdings sei der Schlag gegen Al Qaida im Irak ein Schlag gegen das globale Terroristennetz.

Blair bezeichnete Zarqawi als „bösartigsten Vollstrecker“ terroristischer Gewalt im Irak. Er habe das Ziel verfolgt, die Demokratie in dem Land zu ersticken, sagte Blair und rief dazu auf, die Meinungsverschiedenheiten über die internationalen Einsätze im Irak und in Afghanistan zu beenden. „Al Qaida bezieht im Irak und in Afghanistan Position“, sagte Blair. Die Terroristen müßten wissen, „daß unsere Entschlossenheit, sie zu besiegen, total ist“.

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