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Irak Amerikanischer Oberbefehlshaber deutet Truppenabzug ab März an

05.09.2007 ·  Der amerikanische Oberbefehlshaber im Irak hat angedeutet, eine Reduzierung der amerikanischen Truppen ab März kommenden Jahres zu empfehlen. Zuvor hatte der amerikanische Rechnungshof eine verheerende Bilanz des Irak-Krieges veröffentlicht.

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Der amerikanische Oberbefehlshaber im Irak, General David Petraeus, hat angedeutet, dass er eine Reduzierung der amerikanischen Truppen ab März kommenden Jahres empfehlen würde.

In einem Interview des amerikanischen Fernsehsenders ABC sagte der General auf die Frage der Reporterin, ob eine Reduzierung der Truppen ab März erfolgen sollte, um eine weitere Belastung der Streitkräfte zu verhindern: „Ihre Berechnungen sind ungefähr richtig“. Es gebe Grenzen für die Belastbarkeit der Truppe, sagte Petraeus. „Das muss ein Hauptgesichtspunkt für meine Empfehlung sein.“

Truppenreduzierung könnte im Dezember beginnen

Am kommenden Dienstag soll Petraeus zusammen mit dem Botschafter der Vereinigten Staaten in Bagdad, Ryan Crocker, in Washington vor dem Auswärtigen Ausschuss des amerikanischen Senats Bericht erstatten. Bereits einen Tag zuvor müssen beide bei einer Anhörung im Abgeordnetenhaus Auskunft zur Lage im Irak geben.

Video: Überraschungsbesuch im Irak

Wie der amerikanische Sender unter Berufung auf Militärkreise weiter berichtete, könnte mit einer kleineren Truppenreduzierung bereits vorab im Dezember begonnen werden. Alle 45 Tage könnte die Truppenstärke leicht zurückgeführt werden, bis die Gesamtzahl der amerikanischen Soldaten im Irak wieder bei 130.000 liege, hieß es. Derzeit sind 164.000 GIs im Irak stationiert.

Rechnungshof: 11 von 18 Zielen verfehlt

Der Rechnungshof in den Vereinigten Staaten hat unterdessen in einer Analyse der Lage im Irak eine sehr negative Bilanz gezogen. 11 der 18 gesetzten Ziele für eine Stabilisierung des Landes seien in den vergangenen Monaten verfehlt worden, heißt es in dem am Dienstag in Washington veröffentlichten Bericht des überparteilichen Kontrollorgans des Kongresses. Nach wie vor gebe es im Irak Gewalt „auf hohem Niveau“.

Von einer wirklichen Befriedung weiter Teile des Iraks könne nicht gesprochen werden, heißt es in dem 100-seitigen Bericht. Es gebe kaum Fortschritte bei der politischen Aussöhnung der verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen. Das Gesetz über die gerechte Verteilung der irakischen Öleinnahmen sei ebenso wenig wie eine Verfassungsreform zu Stande gekommen. Es sei zudem unklar, was die irakische Regierung mit zehn Milliarden Dollar (7,4 Milliarden Euro) an Wirtschaftshilfen aus den Vereinigten Staaten gemacht habe. Lediglich bei 3 der 18 militärischen und politischen Zielvorgaben seien wirkliche Erfolge zu verzeichnen.

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