Bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger im Süden des Irak sind nach Behördenangaben 50 Menschen getötet worden. Bei der Explosion am Rande der südirakischen Stadt Basra seien zudem rund hundert Menschen verletzt worden, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde in der Provinz, Rijad Abdelamir. Der Anschlag ereignete sich am letzten Tag der schiitischen Festes von Arbain.
Der Attentäter habe sich mit einem Sprengstoffgürtel mitten in einer Gruppe von Pilgern in die Luft gesprengt, die auf dem Weg in eine Moschee waren, berichtete eine irakische Webseite unter Berufung auf Sicherheitskreise in Basra. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder gewesen. In Kerbela versammelten sich am Samstag Millionen von Gläubigen zum Gedenken an Imam Hussein bin Ali, einen im Jahr 680 in einer Schlacht gefallenen Enkels des Propheten Mohammed.
In den vergangenen Jahren war es bei Wallfahrten zum Gedenken an den Imam immer wieder zu Anschlägen auf Schiiten gekommen. Basra liegt rund 420 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bagdad. Nach dem Abzug der letzten amerikanischen Truppen aus dem Irak Ende des Jahres war das Land von einer Serie von Sprengstoffanschlägen erschüttert worden. Beobachter sehen einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen und der Eskalation des politischen Streits zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen.
Was da geschieht, wurde doch schon vor 200 Jahren vorhergesagt
Josef Bujtor (Mramorak)
- 14.01.2012, 11:45 Uhr
