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Internationale Konferenz zur Atomsicherheit : Minister und Experten beraten über Lehren aus Fukushima

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Kurz vor den Wahlen wird in Tokio gegen Atomenergie protestiert. Bild: dpa

Seit Samstag findet in Japan die internationale Konferenz zur Atomsicherheit statt. Durch den Erfahrungs- und Wissensaustausch sollen Unglücke wie in Fukushima vermieden werden. In Tokio fanden derweil Demonstrationen gegen die Atomenergie statt.

          In Japan haben sich Minister und Experten aus aller Welt nahe des Atomkraftwerks von Fukushima versammelt, um über Lehren aus der Katastrophe zu beraten. „Das Ziel ist es, die Sicherheit der Atomanlagen zu verstärken, indem wir unsere Erfahrungen und unser Wissen teilen“, sagte Japans Außenminister Koichiro Gemba am Samstag in seiner Rede zur Eröffnung der internationalen Konferenz zur Atomsicherheit. Gemba betonte die Notwendigkeit, aus dem Unglück vom 11. März 2011 zu lernen und die internationale Kooperation zu verstärken.

          „Ein Jahr und neun Monate sind seit dem Unglück vergangen. Es gibt noch viele Menschen, die darunter leiden, dass sie fliehen mussten, die in Angst leben“, sagte der Minister. Er betonte, er sei in der Region geboren, habe dort seinen Wahlkreis und verstehe daher das Leiden der Bewohner. Eine Katastrophe wie in Fukushima dürfe sich nirgends wiederholen, sagte Gemba.

          Demonstrationen vor der Unterhauswahl

          Sollte sich dennoch einmal wieder ein derartiges Unglück ereignen, müsse es möglich sein, mit internationaler Hilfe rasch zu reagieren. Der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, sagte, die Bewältigung des Unglücks von Fukushima sei weiter die Priorität seiner Organisation.

          Am 11. März 2011 waren in dem an der japanischen Ostküste gelegenen Atomkraftwerk Fukushima infolge eines heftigen Erdbebens und eines riesigen Tsunamis die Kühlsysteme ausgefallen. In mehreren Reaktoren kam es daraufhin zu einer Kernschmelze. Große Mengen Radioaktivität wurden freigesetzt. 160.000 Anwohner mussten aus dem Umland in Sicherheit gebracht werden. In Folge der Katastrophe beschloss die japanische Regierung einen schrittweisen Atomausstieg bis 2040.

          In Japan wird am Sonntag das Unterhaus des nationalen Parlaments gewählt. Auch hier könnte es neben der wirtschaftlichen Unsicherheit in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt um die Atompolitik gehen. In Tokio demonstrierten daher am Samstag zahlreiche Japaner gegen Atomenergie. 

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