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Inselstreit mit China : Abe kritisiert Pekings „Provokationen“

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe spricht zu Mitgliedern der japanischen Küstenwache in Okinawa (am 2. Februar) Bild: AP

Im Konflikt um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer fordert Japans Ministerpräsident Shinzo Abe die Führung in Peking dazu auf, eine „unnötige Eskalation“ zu vermeiden. Chinesische Militärschiffe hatten die japanische Küstenwache „ins Zielradar“ genommen.

          Im Der Konflikt zwischen Japan und China um eine Gruppe unbewohnter Felseninseln im Ostchinesischen Meer hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Die Regierung in Tokio kritisierte am Mittwoch in ungewöhnlich scharfer Form den Einsatz eines Feuerleitradars gegen ein japanisches Küstenwachschiff durch ein chinesisches Kriegsschiff.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          „Das war ein einseitiges, provokatives Vorgehen, und es ist äußerst bedauerlich“, sagte Ministerpräsident Shinzo Abe. Japanische Medien hatten in den Morgenzeitungen umfangreich über eine Mitteilung des japanischen Verteidigungsministeriums vom Vortag berichtet, wonach ein chinesisches Kriegsschiff bereits am 31. Januar nahe der umstrittenen Inselgruppe das japanische Schiff ins Visier genommen hat.

          Der Einsatz des Feuerleitradars durch die Chinesen sei gefährlich und hätte zu einem Zwischenfall führen können, sagte Abe weiter. „Ich fordere von China energisch Zurückhaltung, damit die Lage nicht unnötig eskaliert“, erklärte er. Beide Länder sollten trotz des Konflikts um die Inseln zum Prinzip einer „strategischen Beziehung von gegenseitigem Nutzen“ zurückkehren. Wie es Tokio weiter hieß, bemühten sich die Japaner darum, auch die verbündeten Amerikaner aktiver in den Streit um die Inseln einschalten.

          Inselstreit : China nimmt japanisches Schiff ins Visier

          Sowohl Japan als auch China erheben Anspruch auf die umstrittene Inselgruppe, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird. Faktisch stehen die Inseln unter japanischer Verwaltung. Deswegen gibt es nach Lesart der japanischen Regierung auch keinen Territorialkonflikt, denn die Inseln seien fester Bestandteil japanischen Territoriums.

          Die Gegend gilt als fischreich, außerdem werden im Meeresboden Rohstoffe vermutet. Im September 2012 hatte Japans Kauf einiger der Inseln von ihren privaten japanischen Eigentümern massive Proteste in China ausgelöst. Die chinesische Küstenwache zeigt seitdem zudem eine massive Präsenz in den Gewässern um die Inseln, die auch von Taiwan beansprucht werden.

          Quelle: KOR

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