12.09.2011 · Auf dem Gelände des französischen Atomkraftwerks Marcoule hat sich eine Explosion ereignet, bei der ein Arbeiter getötet und vier weitere verletzt wurden. Der französische Innenminister Guéant schätzte die Gefahren als gering ein. Bislang sei keine Radioaktivität entwichen, sagte er.
Von Michaela Wiegel, ParisRichtlinien für Lesermeinungen
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So geht's aber auch nicht, Herr @Thomas Wolfgang (Tom-Mogontiacum)
Ja, es gibt Befürworter und Gegner der Atomkraft. Und es hat keinen Zweck, die Gegner zu beleidigen, indem man ihnen unterstellt, sie empfänden Schadenfreude über das Unglück anderer. Wenn Sie Sachlichkeit fordern, dann gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
Letztlich fokussiert sich alles auf die eine Frage: Will man das sehr hohe unkalkulierbare Langzeitrisiko der Atomkraft eingehen oder nicht.
Man mag Frau Dr. Merkel als Bundeskanzlerin beurteilen, wie man will. Als Physikerin ist sie sicher keine Märchentante, die ein Gefahrenpotential nicht realistisch einzuschätzen vermag.
Wenn ich hier die zu Recht rotmarkierten die Kommentare der Atomkraftgegner lese wird mir speiübel!
Zum Zeitpunkt der ersten Kommentare war der Informationsgehalt der „Eilmeldung“ noch recht dünn – man wusste mit Gewissheit nur dass Menschen zu Schaden gekommen sind.
Grund genug für einige ihre Propagandamaschine zum Laufen zu bringen, die Geschütze auf die böse „Atomkraft“ und deren Befürworter wieder in Stellung zu bringen:
Schadenfreude gegenüber den unbelehrbaren Franzosen kommt hoch: „Recht so, das habt ihr jetzt davon…“
Sagt mal Leute geht‘s noch! Wie kann man sich nur am Leid anderer so ergötzen wenn es der eigenen Anschauung förderlich ist? Fukushima scheint für so manchen ja ein Fest gewesen zu sein!
Fairness und Menschlichkeit ist von euch genauso wenig zu erwarten wie eine sachliche Diskussion.
Käme ich auf die Idee einen Aufkleber auf mein Auto zu Kleben mit der Aufschrift „Atomkraft – Ja bitte!“ wie lange würde es wohl unbeschadet bleiben?
Ökoprop ist hier unerwünscht (@Philippe Jaeck)
Herr Jaeck, wenn Sie sich aus dem aggressiv-ökoesotherischen "Utopia"-Forum wieder einmal zur FAZ-Leserkommentierung verirren, dann denken Sie bitte daran, daß die Leser hier Qualität wollen, Fakten und keine ideologisch getriebenen Mutmaßungen. Sie wollen hier "Katastrophenkosten der Kernkraft" zusammenrechnen? Welche denn? Den Müllverbrennungsofen in Frankreich?
Ein laut hörbares Aufatmen ....
... geht durch die Reihen der grünen Foristen. Endlich wieder "Explosion in Atomanlage"! Und sogar ein Toter! Ich habe gerade eine Reihe von Foren durchgeschaut - überall das Gleiche - die bekannten Aktivisten hauen begeistert in die Tasten und ereifern sich über die Kernenergie.
Nur: Was ist da in Frankreich eigentlich verpufft? War das ein Reaktor? Eine Brennelementefabrik? Oder wenigstens ein "Endlager"? Oder war vom Grundprinzip her nicht eher eine kleine Müllverbrennungsanlage? Das Ergebnis: fünf Menschen, die auf schreckliche Weise zu Schden gekommen sind - nichts verursacht größere Schmerzen als großflächige Verbrennungen! Um die Fakten in Perspektive zu setzen: zufälligerweise am gleichen Tag hatten wir den schrecklichen Pipelineunfall in Kenia mit 120 zu Tode verbrannten Menschen. Energieversorgung ist verbunden mit industriellen Risiken. In Fukushima ... in Fukushima brach am 11. März ein sehr kleiner Staudamm. Das Ergebnis: 18 Menschen ertranken oder werden vermißt.
Und die berüchtigte "Atomkatastrophe"? Sie "schuldet" uns immer noch den ersten Toten, den ersten Strahlenkranken, den ersten Unglücklichen, der durch sein Leiden wenigstens symbolisch die konstruierten Panikemotionen der grünen Szene bestätigt.
Explosion in französischer Atomanlage
Es ist höchst bedauerlich, dass ein Mensch tödlich verunglückte, genau wie leider tausendfach, ohne dass die Presse es aufbauscht.
Hier geht es wohl mehr darum, die Atomhysterie nicht einschlafen zu lassen.
Da war noch was... Gorleben...
Der sich in diesem Jahr erhöhte Dosismesswert in Gorleben ist nicht auf den erhöhten Austritt von Radioaktivität zurückzuführen, sondern schlicht und ergreifend dadurch verursacht, dass das amtliche Dosismessgerät in seiner Position dichter an den Abfall gestellt wurde. Dies für alle, die noch an Fakten interessiert sind und ihre Hetze nicht auf Halbwahrheiten und/oder Unwissen aufbauen.
Ansonsten hier noch ein Satz, den ich in meinem ersten Kommentar weggelöscht habe, hier jetzt aber doch bringen möchte: "Alle die, die diesen Industrieunfall nutzen um wieder Panik zu verbreiten, sollten sich schämen!"
Meine Freundin ist gegen Kernenergie, schwankt aber seit Fukushima zunehmenst. Schuld daran ist niemand anders als die Presse. Wie zitiert sie inzwischen eine bedeutenden deutschen Komiker nur zu gerne: Wenn ihr mich schon verarschen wollt, dann bitte mit Niveau!
Man möchte das schon etwas genauer wissen.
"Unter Kontrolle" heißt garnichts. Was ist da wieso explodiert? Ein volles Einwegfeuerzeug in einer abgetragenen Hosentasche wirds ja wohl nicht gewesen sein. Größere Explosionen durch Müllverbrennung liegen jedenfalls nicht im Rahmen des Erwarteten, und in einem so heiklen Umfeld schon gleich garnicht.
Ihr netter, aber viel zu simpler Body Count zieht nicht wirklich. Es gibt auch andere Leiden außer den Tod. Sie haben einmal versucht, alles in Geld umzurechnen. Das sei ja sehr umfassend und aussagekräftig, weil ja alles einen Preis hat. Wie stellt sich denn Ihre Rechnung ein, wenn Sie alle Katastrophenkosten für Kernkraft zusammenrechnen?
Gorleben ist auch kein Atomkraftwerk...
... und da ist im August schon eine Strahlenmenge ausgetreten, die als Höchstmenge fürs ganze Jahr erlaubt ist. Vermutlich muss nun eine höhere Strahlenmenge als erlaubte Höchstmenge definiert werden. Denn für die Bevölkerung besteht kein gesundheitliches Risiko.
Trotzdem macht man sich so seine Gedanken. Natürlich befürworte ich leidenschftlich die Atomkraft. Aber es wird unvermeidbar sein, dass so manche Gegend dieser Erde (Tchernobyl, Fukushima und bald auch andere) für die nächsten 900.000 Jahre unbewohnbar werden. Und die Weltbevölkerung (natürlich vorwiegend die prekäre) steigt unaufhaltsam. Dann wird man z.B. die Sahara neu begrünen müssen vermittels atomgetriebener Wasserentsalzungsanlagen. Das wird noch spannend...
Herr Braun - Ein Kernkraftwerk ist nicht völlig sicher aber..
wohl die sicherste Methode der Energieerzeugung die der Menschheit zur Verfügung steht.
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Grundsätzlich bergen alle Aktivitäten die Gefahr des Unfalls. Das trifft auch für Kernkraftwerke zu. Allerdings ist das Risikopotential eines Unfalls in diesen Anlagen sehr gering. Wenn man sich nüchtern an Harrisburg und Paks erinnert ist dort niemand zu Schaden gekommen, in Fukushima Daiichi und Daiini 5 Menschen, in Tschernobyl 58 zuzüglich bis zu 4000 je nach Einschätzung (UN Bericht 2005). Wenn man die Statistik aus ca. 15000 Betriebsjahren von Kernkraftwerken bemüht, so kann man feststellen das es keine andere Technik gibt bei der weniger Menschen im Verhältnis zum Umsatz, oder der erzeugten Energie zu Schaden kommen.
...
Vandale
"in Deutschland einst das vorbildliche Asse"
Machen Sie wenigsten einen :-), wenn Sie hier Satire verbreiten. Die Schachtanlage Asse II säuft allmählich ab und beweist einmal mehr, dass staatlich garantierte Sicherheit noch kein Garant in eine sichere Zukunft ist.
Immerhin hat Ihre kaum ernst zu nehmende Äußerung hier im Forum als bisher einzige einen grünen Balken bekommen. Ich fürchte, die Anerkennung von Realitäten kostet die Atombefürworter noch einiges an Überwindungskraft.
Alle kritischen Stimmen zur Kernkraft werden hier mit Rot bewertet werden, wohingegen Beiträge, die z.B. von "vorbildlicher Asse" sprechen (was schlicht nicht der Faktenlage entspricht) sehr gut bewertet werden.
Vielleicht, bzw. hoffentlich, eignet sich diese Explosion nicht als ein weiteres abschreckendes Beispiel für die Unkontrollierbarkeit dieser Methode, aber:
Die Atomkraft bleibt unbeherrschbar und ein ständiges Risiko. Es ist kein physikalisches Problem, sondern der Faktor Mensch.
Neben der ständigen Möglichkeits eines GAUs (auch in Deutschland!, z.B. Flugzeugabsturz, menschliches Versagen kombiniert mit veralteter Technik...) hinterlassen wir mit jedem Tag Atomkraft den nachfolgenden Generationen eine Hypothek, an dieser diese sehr schwer zu tragen haben werden, selbst wenn das letzte AKW schon 50 Jahre vom Netz ist. Zieht man eine Parallele z.B. zur Finanzkrise, werden (mögliche) Folgen der Atomkraft die Menschen wesentlich länger beschäftigen. Man schaue nach Tschernobyl, Fukushima. Wenn man es denn wahrnehmen möchte.
Genau wie Sie bin auch ich bezüglich dieses Themas im falschen Forum gelandet. Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgegeben getreu der Devise, dass alle Menschen schlau sind, die einen vorher, die anderen hinterher!
Hauptsache: "Atom" in der Schlagzeile
Auf dem GELÄNDE eines EHEMALIGEN Kernkraftwerkes ist ein Ofen explodiert und ein Mensch ist leider zu Tode gekommen... Ist natürlich ein Strahlungsopfer - auch wenn dort nur schwachaktive Abfälle gelagert/ komprimiert werden. Schade, daß Merkel schon ausgestiegen ist - wäre jetzt ein schöner Aufhänger, ohne Erdbeben, Tsunami etc..
Jetzt wird wieder auf die Atomindustrie eingedroschen
Dabei darf man auch diesen Vorfall - wie die allermeisten - guten Gewissens kleinreden. Es ist mal wieder fast nichts passiert - im Vergleich jedenfalls zum Brand einer Öl-Anlage in einem Slum in Nairobi. Dort sind ebenfalls heute mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen. Ich warte auf die hysterischen Kommentare der Atomkraftgegner, die doch eigentlich von der "Unbeherrschbarkeit der Ölindustrie" schwadronieren müssten. Das Verhältnis 1 zu 120 bildet meines Erachtens sehr genau das Gefahrenpotenzial der Energiesorten ab. Hier die fast absolut sichere Atomkraft, dort die Hundert und Aberhundert jährlichen Toten in der Erdöl- und Kohleindustrie.
@Erich Jansen (Nonosus): Viel interessanter wird...
... wie die Atomkraftgegner dieses Thema nutzen werden um gehörig Angst zu produzieren. So wie der Trafobrand in einem namenhaften deutschem Kernkraftwerk auf der nichtnuklearen Seite als Störrfall hochgepuscht wurde, wird auch die Explosion eines Ofens (wobei hier ausser großer informativer Leere eigentlich noch nichts Genaueres bekannt ist) wohl wieder ausführlichst ausgeschlachtet werden. Dass es diese Öfen auch in Deutschland gibt, um den radioaktiven Müll aus Kliniken und Forschungsbetrieben zu entsorgen, spielt dabei natürlich keine Rolle. Hauptsache die böse Kernenergie ist schuld.
Mein Beileid gilt jedenfalls den Opfern dieses Unfalls und deren Familien!
Was gibt es an einem Industrieunfall kleinzureden? Ein Toter ist eine Tragödie, aber leider passieren weltweit jeden Tag Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang. Das ist insofern eigentlich keiner Nachricht, geschweige denn einer Eilmeldung würdig.
Natürlich war die Medienmaschine wegen Bezug zur Atomindustrie schon wieder am anlaufen. Wahrscheinlich sitzen schon die ersten ARD-Korrespondenten im Flugzeug um sich mit bedeutungsschwerer Miene vor die Anlage (Ja: Anlage nicht Kraftwerk!) zu stellen und irgendwas von den Marcoule-Einhundert zu faseln, die in den nächsten Wochen alle sterben werden. Tja, da kann die ARD wohl schon das Rückflugticket buchen.
Entschuldigung, aber anders als mit Ironie kann man diese Hysterie nicht mehr ertragen.
... und niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.
Vielleicht kapieren es die Franzosen jetzt,
dass ihre Stromversorgung im übertragenen Sinn "auf Sand" gebaut ist und sie sich selbst und Europa gefährden. Gibt es in diesem Land keine "natürlichen" Ressourcen wie Wind für Windkraftwerke, Anbauflächen für Biogasanlagen oder Küsten für die Inbetriebnahme von Gezeitenkraftwerken? Wie dumm sind denn die Regierungen in Paris (gewesen), die trotz dieser Möglichkeiten nach wie vor auf den Atomstrom setzen? Und die Gefahr, dass in die Jahre gekommene Kraftwerke zu "Fehlfunktionen" dürfte nicht sinken sondern steigen.
Avignon ist so eine schöne Stadt...
..hoffentlich ist kein Plutonium ausgetreten, es wäre wirklich schade, wenn man dort eine Evakuierungszone wie in Fukushima einrichten müsste.