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Indien Tote bei Angriffen am ersten Wahltag

16.04.2009 ·  Maoistische Rebellen haben am ersten Tag der indischen Parlamentswahl mehr als ein Dutzend Menschen im Osten des Landes umgebracht. Gewählt wird noch bis zum 13. Mai.

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Maoistische Rebellen haben am ersten Tag der indischen Parlamentswahl im Osten des Landes mindestens 17 Menschen getötet. Die Nachrichtenagentur PTI meldete am Donnerstag, bei einem Bombenanschlag auf einen Bus der paramilitärischen Grenztruppen im Bundesstaat Jharkhand seien sieben Sicherheitskräfte und zwei Zivilisten ums Leben gekommen. Im benachbarten Chhattisgarh starben nach PTI-Angaben fünf Mitarbeiter der Wahlkommission bei der Explosion einer Landmine. Zudem sei ein Polizist bei einem Maoistenangriff auf ein Wahllokal getötet worden.

Auch im Bundesstaat Bihar seien zwei Polizisten erschossen worden. Die Maoisten haben ebenso wie muslimische Extremisten im indischen Teil Kaschmirs zum Boykott der Wahl aufgerufen. Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission sind landesweit Hunderttausende Sicherheitskräfte im Einsatz, um die Wahl abzusichern. Ein Sprecher hatte zunächst erklärt, die Behörden befürchteten zwar „hier und da ein paar Probleme“, seien aber vorbereitet.

Rund 700 Millionen Inder dürfen wählen gehen

Wahlen in Indien werden immer wieder von Gewalt überschattet. Bei der Abstimmung vor fünf Jahren waren 45 Menschen ums Leben gekommen. 1999 hatte es mehr als 100 Tote gegeben. In den kommenden Wochen sind mehr als 700 Millionen der rund 1,1 Milliarden Inder zur Stimmabgabe aufgerufen. (Siehe: Vor den Wahlen in Indien fehlen Themen und Kandidaten)

Aus organisatorischen und aus Sicherheitsgründen findet die Abstimmung an fünf Wahltagen statt, die sich bis zum 13. Mai erstrecken. Am 16. Mai wird das Ergebnis verkündet. Am ersten Wahltag sind 143 Millionen Bürger in 17 der insgesamt 35 Bundesstaaten und Unionsterritorien zur Stimmabgabe aufgerufen. Dort gelten 23.000 Dörfer vor allem in Kaschmir sowie in Regionen mit starker Präsenz maoistischer Rebellen als „sensibel“.

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