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Veröffentlicht: 24.12.2012, 10:21 Uhr

Indien Singh fordert mehr Sicherheit für Frauen

Nach Protesten wegen der Massenvergewaltigung einer 23 Jahre alten Frau hat Indiens Ministerpräsident Singh mehr Schutz und Sicherheit für Frauen angekündigt. Die Innenstadt Delhis wurde am Montag von der Polizei abgeriegelt.

© dpa Demonstrationen in Neu-Delhi nach der Massenvergewaltigung einer 23 Jahre alten Frau

Nach gewalttätigen Demonstrationen wegen der Massenvergewaltigung einer 23 Jahre alten Frau in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi hat der Premierminister Manmohan Singh die Menschen zu Ruhe aufgerufen. „Es gibt aufrichtige und gerechtfertigte Wut und Angst wegen des grauenhaften Verbrechens“, sagte Singh in einer Fernsehansprache. Zugleich forderte er, der Ärger dürfe nicht in Gewalt umschlagen. „Ich appelliere an alle besorgten Bürger, Ruhe und Frieden zu bewahren.“ Er versicherte, es werde alles Erdenkliche getan, um Schutz und Sicherheit für Frauen im Land zu gewährleisten.

Tausende Menschen, darunter zahlreiche junge Frauen, waren nach der Vergewaltigung der jungen Frau durch sechs Männer tagelang für mehr Sicherheit auf die Straßen gegangen. Sie forderten mehr Polizeipräsenz und schnellere Gerichtsverfahren bei Sexualstraftaten. Viele verlangten auch die Kastration oder die Todesstrafe für Vergewaltiger. Demonstrationen hatte es nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in anderen Städten des Landes gegeben.

© reuters, Reuters Ausschreitungen in Indien bei Protesten nach Vergewaltigung

Angesichts der massiven Proteste hat die Polizei in der Hauptstadt Neu-Delhi am Montag weiträumig Straßensperren errichtet. Tausende bewaffnete Sicherheitskräfte bezogen an wichtigen Verkehrspunkten Stellung, um die Demonstranten an einem Marsch zum Präsidentenpalast zu hindern.

Die Zeitung „Times of India“ berichtete, Neu-Delhi sei in eine Festung verwandelt worden. Das Treffen von Singh mit Russlands Präsident Wladimir Putin im Rahmen des indische-russischen Gipfels wurde wegen der Proteste vom repräsentativen Hyderabad-Haus in die offizielle Residenz des Premierministers verlegt.

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Quelle: FAZ.NET

 

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