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Auszüge aus ihren Memoiren : Michelle Obama rechnet mit Trump ab

  • -Aktualisiert am

Von First Lady zur Autorin: Michelle Obama veröffentlicht kommende Woche ihre Memoiren. Bild: AP

Sie erzählt von Rassismus, Eheproblemen und lässt sich über Donald Trump aus: Michelle Obama hat ihre Memoiren geschrieben. In „Becoming“ schreibt die ehemalige First Lady auch, was sie Amerikas Präsidenten nie verzeihen wird.

          Am 13. November erscheint das Buch, auf das Amerika wartet: Michelle Obamas „Becoming“, die Memoiren der ehemaligen First Lady. Auszüge daraus wurden jetzt bekannt: Obama berichtet Privates aus ihrem Leben, findet aber auch harte Worte gegen den amtierenden Präsidenten Donald Trump.

          Begleitet wird die Veröffentlichung ihres Buches von einer großen Lesetour, auf der sie unter anderem Stars wie Oprah Winfrey oder Reese Witherspoon zu Gast hat. Eintrittskarten für die riesigen Shows beginnen bei 30 Dollar und können über 1000 Dollar kosten. Ihre einzige Lesung in Europa, zusammen mit der Autorin Chimamanda Ngozi Adichie in London, ist bereits ausverkauft.

          Trump habe die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr gebracht

          Michelle Obama beschreibt in ihrem Buch ihr Leben vor dem Einzug ins Weiße Haus, ihre Beziehung mit Barack Obama und wie es war, die erste schwarze First Lady Amerikas zu sein. Im Vorwort schreibt sie, ihr Leben vom Aufwachsen „in einem winzigen Apartment im Süden Chicagos“ bis hin zu ihrem Leben „in einem Haus mit mehr Treppen, als ich zählen könnte“ abbilden zu wollen, wie die Washington Post aus einem Vorabexemplar zitiert.

          Aber auch über das Ende der Amtszeit ihres Mannes schreibt sie, etwa, wie sie die Nachricht über den Sieg Donald Trumps schockierte. Ihre erste Reaktion war, „es alles auszublenden“. Weiterhin erinnert sie sich daran, wie ihr Körper „vor Wut zitterte“, als sie das berühmte Video sah, indem Trump damit prahlte, Frauen zwischen die Beine grapschen zu können.

          Die härtesten Worte gegenüber Trump fand Michelle Obama jedoch anlässlich seiner Zweifel an der Geburtsurkunde von Barack Obama: Die Kampagne sei scheinheilig und böse gewesen, aber auch gefährlich für ihre Familie. „Was, wenn jemand in unzurechnungsfähigem Zustand eine Waffe geladen und nach Washington gekommen wäre? Was, wenn er nach unseren Mädchen gesucht hätte?“, fragt sie. Dass Trump die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr gebracht habe, werde sie ihm nie verzeihen.

          Der Titel „Becoming“ erscheint in Amerika bei Crown.

          Was sie an ihren Ehemann sexy findet

          Michelle Obama gewährt außerdem Einblicke in ihr Privatleben. Sie erzählt etwa davon, dass sie am Anfang ihrer Beziehung vor allem den vollen Bariton ihres Ehemanns sexy fand und seine „seltsame, mitreißende Kombination“ von Gelassenheit und Kraft. Aber auch von schwierigen Phasen ihrer Beziehung berichtet Obama. So schreibt sie von ihrer Fehlgeburt und dass ihre zwei Töchter dank künstlicher Befruchtung auf die Welt kamen.

          In ihren Memoiren beschreibt Michelle Obama auch den Rassismus, mit dem sie konfrontiert war, etwa dem Stereotyp der „wütenden schwarzen Frau“, nur weil sie eine starke schwarze Frau sei.

          Gerüchten, dass sie selbst als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten im Jahr 2020 antreten würde, setzte sie ein Ende: „Ich bin kein Fan von Politik und die letzten zehn Jahre haben wenig dazu beigetragen, das zu ändern“, schreibt sie. Obama engagiert sich jedoch, Menschen zum Wählen zu bringen, wie diese Woche bei den Zwischenwahlen.

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