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Vor zwei Monaten verschwunden : Im Niger entführter Deutscher lebt

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Der nigrische Präsident Mahamadou Issoufou bei einem Treffen mit Emmanuel Macron am Montag in Paris. Bild: AP

Der vor zwei Monaten entführte deutsche Mitarbeiter einer Hilfsorganisation wird nach Angaben des nigrischen Präsidenten als Geisel festgehalten. Es gebe Verhandlungen mit den Hintermännern.

          Ein vor knapp zwei Monaten im Wüstenstaat Niger entführter deutscher Entwicklungshelfer ist nach Angaben der Staatsführung am Leben. Es gebe Verhandlungen zu seiner Freilassung und der eines ebenfalls entführten Helfers aus den Vereinigten Staaten, sagte Präsident Mahamadou Issoufou am Montag in Paris dem französischen Auslandsnachrichtensender France24. Die Regierung habe Lebenszeichen von den Geiseln. „Wir wissen, dass sie am Leben sind“, sagte Issoufou. Es sei wahrscheinlich, dass die Geiseln inzwischen im Norden Malis festgehalten würden.

          Der deutsche Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Help - Hilfe zur Selbsthilfe“ war Mitte April im Niger nahe der Grenze zu Mali entführt worden. Wer hinter der Tat steckte, blieb zunächst unklar - der Verdacht fiel aber auf in der Region aktive islamistische Terrorgruppen. Der Amerikaner war bereits im Oktober 2016 entführt worden.

          Im Grenzgebiet zwischen Mali und Niger sind unter anderem Gruppen aktiv, die der Sunnitenmiliz „Islamischer Staat“ oder al Qaida die Treue geschworen haben. Der westafrikanische Niger mit knapp 21 Millionen Einwohnern ist einem UN-Index zufolge das zweitärmste Land der Welt.

          Der Verein „Help - Hilfe zur Selbsthilfe“ leistet nach eigenen Angaben seit 1981 Hilfe für Menschen in Not, oft ausgelöst durch Naturkatastrophen oder politische Konflikte. Seit 2005 ist der Verein im Niger aktiv, etwa mit Gesundheitsprojekten.

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