26.07.2012 · Nach Angaben des Pentagon will Amerika im Herbst erstmals Soldaten in Polen stationieren. Der polnische Verteidigungsminister sagte, dies sei „politisch und symbolisch wichtig“.
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Polens wichtigster Allierte ist Deutschland nicht USA
Am Anfang bitte um Verziehung für mögliche Fehler in diesem
Kommentar. Ad rem:
als Pole kann ich verstehen warum unserer Regierung so wichtig ist,
US-Soldaten auf Polens Boden zu haben. Aus politischer Sicht, geht es
meiner Meinung nach um sog. "auf verschiedenen Flügel
spielen", also um das Land möglichst höchstes
militarisches Sicherheitsgarantienivau zu sichern. Geopolitisch als auch
historisch (auch neueste Geschichte, sehe: 2008 und Georgien) ist es
solche Voraussetzung ganz einfach zu begründen. Dazu sind dankt der
Kriese die Mitgliedstaaten auf die
Verteidigungsausgabenbeschränkungen und auf neuen
Handelsperspektiven mit ausgeröstetem mit dem freiem Bargeld
Russland konzentriert. Um Mitteleuropa zu versichern, dass Russland
keine Bedrohung mehr ist, sollen wirkliche EU Armee als auch gemeinsame
(BRD, FR, PL mindestens) Verteidigungspolitik geschafft werden.
Das ist die Richtung polnischer Regierung. BRD soll verstehen dass hier
die wichtigste Rolle spielt.
Mfg,
Alfred
Wieder einmal zeigt sich das mangelnde historische
Gesamtverständnis der polnischen Politführung: Während
ein Verbündeter gegen die Bedrohungen aus dem Osten (und tief im
Inneren - aber unausgesprochen: ja auch aus dem Westen) gesucht wird,
geht man auf einen billigen Kuhhandel ein, bei dem man nur der Dumme
sein kann. Schon das Jahr 2008 hat gezeigt, dass die
Instrumentalisierung kleinerer Staat (genauer:Georgien) gegen Russland
stets nur soweit geht, wie dies von USA risikolos betreiben werden
kann.
Wenn also gegen alle Treueschwüre der Verhandlungen Anfang der 90er
in Polen US-Truppen stationiert werden, so geht auch hier die USA keine
unnötige Gefahr ein. Notfalls wird wegen Raketenschild und Truppen
ein anderes Land zum Parkplatz.
Leider wird in dem Artikel nicht auf bestehende internationale Verträge zwischen der Nato und Russland eingegangen. So wurde in der "Grundakte über gegenseitige Beziehungen, Zusammenarbeit und Sicherheit zwischen der Nordatlantiksvertrags-Organisation und Russischen Forderation" (Paris, 27. Mai 1996) vereinbart, dass auf dem Territorium der im Rahmen der Nato-Osterweiterung beigetretenen Länder keine fremden Natotruppen stationiert werden.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.07.2012 17:37 UhrDas wäre völkerrechtswidrig und daher hinfällig
Das wäre völkerrechtswidrig und daher hinfällig.
Die Raketen und Soldaten in Polen sollen "Mitteleuropa und Israel" schuetzen
Dann kommen die Angriffe offenbar aus Schweden, Finnland und Norwegen?
...Substanz und äusserst zwiespältiger Symbolik. Die Weisheit
hinter diesem Entschluss erschliesst sich mir nicht.
Polnisch-Amerikanische Freundschaft und Verbundenheit liesse sich wohl
wesentlich intelligenter und weniger provokativ ausdrücken. Die
europäischen NATO-Staaten sollten Polen und den USA nochmal ins
Gewissen reden - russischer Gesichtsverlust ist dem Klima in Europa kaum
zuträglich, und wer mit dem Säbel rasselt, der sollte im
schlimmsten Fall auch blank ziehen können, aber dafür fehlt
allen Beteiligten das Geld und auch ein nachvollziehbarer, guter Grund.
Im Uebrigen, wer fremde Heere ohne Not zu sich ins Land holt, gilt
militärisch als erbärmlicher Schwächling. Polens Ansehen
in der Welt wird damit gewiss nicht zunehmen.
Die fremden Heere in Deutschland waren zuerst...
...Besatzungsmächte nach einem verlorenen Krieg und später im
Kalten Krieg eine strategische Notwendigkeit des Westens an der Grenze
zum feindlichen Warschauer Pakt. Das waren ganz andere Ausgangslagen,
Herr Wahowski.
Wohl noch nie in der jüngeren Geschichte, waren Polens Aussichten
sein Territorium souverän und in Frieden behaupten zu können
grösser als heute. Auch wenn "der Russe" gelegentlich
immer noch zu "dummen Gedanken" neigt, steht Polen dabei kaum
im Zentrum - für Russland ist in Polen nix zu holen, was es nicht
selber schon hätte. Im Weiteren ist Polen als NATO- und EU-Mitglied
für Russland militärisch praktisch unantastbar geworden.
Darüber hinaus ist in Europa allen klar, dass eine kriegerische
Auseinandersetzung gar keine bezahlbare Option mehr ist.
Gerade weil die Geschichte Polen einige schreckliche Lektionen beschert
hat, sollte Warschauer Aussenpolitik heute doch darauf abzielen,
möglichst nicht unnötig mit dem Feuer zu spielen. Die gute,
alte Vorbeugegeschichte.
Hr.Kobler
Ich zitiere: „wer fremde Heere ohne Not zu sich ins Land holt,
gilt militärisch als erbärmlicher Schwächling“.
Dann müsste das Bild Deutschlands ganz mies sein, da dieses Land
seit Jahrzehnten amerikanische Soldaten beherbergt.
Woher wissen Sie, ob es keine Not gibt die amerikanischen (heißt
keine fremden) Soldaten ins Land der Polen zu holen. Und Sie wollen es
besser als die Polen wissen, und noch darüber entscheiden? Was sind
die deutschen Entscheidungen über Polen in den letzten >200
Jahren ?
Das nennt sich Standortsicherung und vorbeugende Maßnahme, damit
der Russe nicht auf dumme Gedanken kommt. Lieber vorbeugen als heilen,
Sie wissen es (?)
als was sollte es man denn sonst deklarieren, wenn nicht als politisch
-symbolischen Schritt....??
Friedenssymbole sehen ja auch anders aus....
Man könnte auch sagen, klappern gehört zum Handwerk....(und
Säbelrasseln zum Militär)
Die kollabierende US-Wirtschaft und das Ende der Weltherrschaft «Europa steckt in der Klemme und hat kein Geld, um Washingtons Hegemonialkriege zu finanzieren.» (zeit-fragen)
Nächster wichtiger sicherheitspolitischer Schritt Polens
Nach Abschaffung des zwangsauferlegten Sozialismus im Juni 1989, und des
Warschauer Paktes kurz danach, dann NATO Beitritt und jetzt die lang
ersehnte Stationierung des US-Soldaten.
Die kollabierende US-Wirtschaft und das Ende der Weltherrschaft «Europa steckt in der Klemme und hat kein Geld, um Washingtons Hegemonialkriege zu finanzieren.»