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Im Herbst Washington stationiert erstmals Soldaten in Polen

 ·  Nach Angaben des Pentagon will Amerika im Herbst erstmals Soldaten in Polen stationieren. Der polnische Verteidigungsminister sagte, dies sei „politisch und symbolisch wichtig“.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (12)

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Alfred Fridrichbaum

Polens wichtigster Allierte ist Deutschland nicht USA

Am Anfang bitte um Verziehung für mögliche Fehler in diesem Kommentar. Ad rem:
als Pole kann ich verstehen warum unserer Regierung so wichtig ist, US-Soldaten auf Polens Boden zu haben. Aus politischer Sicht, geht es meiner Meinung nach um sog. "auf verschiedenen Flügel spielen", also um das Land möglichst höchstes militarisches Sicherheitsgarantienivau zu sichern. Geopolitisch als auch historisch (auch neueste Geschichte, sehe: 2008 und Georgien) ist es solche Voraussetzung ganz einfach zu begründen. Dazu sind dankt der Kriese die Mitgliedstaaten auf die Verteidigungsausgabenbeschränkungen und auf neuen Handelsperspektiven mit ausgeröstetem mit dem freiem Bargeld Russland konzentriert. Um Mitteleuropa zu versichern, dass Russland keine Bedrohung mehr ist, sollen wirkliche EU Armee als auch gemeinsame (BRD, FR, PL mindestens) Verteidigungspolitik geschafft werden.

Das ist die Richtung polnischer Regierung. BRD soll verstehen dass hier die wichtigste Rolle spielt.

Mfg,
Alfred

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Ludgar Mankowski

Kontextdenken

Wieder einmal zeigt sich das mangelnde historische Gesamtverständnis der polnischen Politführung: Während ein Verbündeter gegen die Bedrohungen aus dem Osten (und tief im Inneren - aber unausgesprochen: ja auch aus dem Westen) gesucht wird, geht man auf einen billigen Kuhhandel ein, bei dem man nur der Dumme sein kann. Schon das Jahr 2008 hat gezeigt, dass die Instrumentalisierung kleinerer Staat (genauer:Georgien) gegen Russland stets nur soweit geht, wie dies von USA risikolos betreiben werden kann.

Wenn also gegen alle Treueschwüre der Verhandlungen Anfang der 90er in Polen US-Truppen stationiert werden, so geht auch hier die USA keine unnötige Gefahr ein. Notfalls wird wegen Raketenschild und Truppen ein anderes Land zum Parkplatz.

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Joergen Robra
Joergen Robra (jrobra) - 26.07.2012 16:46 Uhr

Ein glatter Rechtsbruch

Leider wird in dem Artikel nicht auf bestehende internationale Verträge zwischen der Nato und Russland eingegangen. So wurde in der "Grundakte über gegenseitige Beziehungen, Zusammenarbeit und Sicherheit zwischen der Nordatlantiksvertrags-Organisation und Russischen Forderation" (Paris, 27. Mai 1996) vereinbart, dass auf dem Territorium der im Rahmen der Nato-Osterweiterung beigetretenen Länder keine fremden Natotruppen stationiert werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.07.2012 17:37 Uhr
Jan Skalski
Jan Skalski (Skalski) - 26.07.2012 17:37 Uhr

Das wäre völkerrechtswidrig und daher hinfällig

Das wäre völkerrechtswidrig und daher hinfällig.

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Hans henseler

Die Raketen und Soldaten in Polen sollen "Mitteleuropa und Israel" schuetzen

Dann kommen die Angriffe offenbar aus Schweden, Finnland und Norwegen?

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Thomas Kobler

Ein Stationierung ohne...

...Substanz und äusserst zwiespältiger Symbolik. Die Weisheit hinter diesem Entschluss erschliesst sich mir nicht. Polnisch-Amerikanische Freundschaft und Verbundenheit liesse sich wohl wesentlich intelligenter und weniger provokativ ausdrücken. Die europäischen NATO-Staaten sollten Polen und den USA nochmal ins Gewissen reden - russischer Gesichtsverlust ist dem Klima in Europa kaum zuträglich, und wer mit dem Säbel rasselt, der sollte im schlimmsten Fall auch blank ziehen können, aber dafür fehlt allen Beteiligten das Geld und auch ein nachvollziehbarer, guter Grund.

Im Uebrigen, wer fremde Heere ohne Not zu sich ins Land holt, gilt militärisch als erbärmlicher Schwächling. Polens Ansehen in der Welt wird damit gewiss nicht zunehmen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.07.2012 18:38 Uhr
Thomas Kobler

Die fremden Heere in Deutschland waren zuerst...

...Besatzungsmächte nach einem verlorenen Krieg und später im Kalten Krieg eine strategische Notwendigkeit des Westens an der Grenze zum feindlichen Warschauer Pakt. Das waren ganz andere Ausgangslagen, Herr Wahowski.

Wohl noch nie in der jüngeren Geschichte, waren Polens Aussichten sein Territorium souverän und in Frieden behaupten zu können grösser als heute. Auch wenn "der Russe" gelegentlich immer noch zu "dummen Gedanken" neigt, steht Polen dabei kaum im Zentrum - für Russland ist in Polen nix zu holen, was es nicht selber schon hätte. Im Weiteren ist Polen als NATO- und EU-Mitglied für Russland militärisch praktisch unantastbar geworden. Darüber hinaus ist in Europa allen klar, dass eine kriegerische Auseinandersetzung gar keine bezahlbare Option mehr ist.

Gerade weil die Geschichte Polen einige schreckliche Lektionen beschert hat, sollte Warschauer Aussenpolitik heute doch darauf abzielen, möglichst nicht unnötig mit dem Feuer zu spielen. Die gute, alte Vorbeugegeschichte.

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Stefan Wahowski

Hr.Kobler

Ich zitiere: „wer fremde Heere ohne Not zu sich ins Land holt, gilt militärisch als erbärmlicher Schwächling“.
Dann müsste das Bild Deutschlands ganz mies sein, da dieses Land seit Jahrzehnten amerikanische Soldaten beherbergt.

Woher wissen Sie, ob es keine Not gibt die amerikanischen (heißt keine fremden) Soldaten ins Land der Polen zu holen. Und Sie wollen es besser als die Polen wissen, und noch darüber entscheiden? Was sind die deutschen Entscheidungen über Polen in den letzten >200 Jahren ?
Das nennt sich Standortsicherung und vorbeugende Maßnahme, damit der Russe nicht auf dumme Gedanken kommt. Lieber vorbeugen als heilen, Sie wissen es (?)

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Astrid Weiß

Was denn sonnst...?

als was sollte es man denn sonst deklarieren, wenn nicht als politisch -symbolischen Schritt....??
Friedenssymbole sehen ja auch anders aus....

Man könnte auch sagen, klappern gehört zum Handwerk....(und Säbelrasseln zum Militär)

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Walter Gerhartz

BITTE LESEN

Die kollabierende US-Wirtschaft und das Ende der Weltherrschaft «Europa steckt in der Klemme und hat kein Geld, um Washingtons Hegemonialkriege zu finanzieren.» (zeit-fragen)

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Jan Skalski
Jan Skalski (Skalski) - 26.07.2012 14:03 Uhr

Nächster wichtiger sicherheitspolitischer Schritt Polens

Nach Abschaffung des zwangsauferlegten Sozialismus im Juni 1989, und des Warschauer Paktes kurz danach, dann NATO Beitritt und jetzt die lang ersehnte Stationierung des US-Soldaten.

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Walter Gerhartz

BITTE MAL LESEN !!!

Die kollabierende US-Wirtschaft und das Ende der Weltherrschaft «Europa steckt in der Klemme und hat kein Geld, um Washingtons Hegemonialkriege zu finanzieren.»

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