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IAEA-Bericht Iran arbeitet offenbar weiter an Atomwaffenprogramm

02.09.2011 ·  Unruhe bei der Internationalen Atomenerggiebehörde in Wien: Die IAEA geht offenbar davon aus, dass der Iran weiter heimlich an seinem Atomwaffenprogramm arbeitet. Entsprechende geheimdienstinformationen seien „umfangreich und reichhaltig“.

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Die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat sich zunehmend besorgt über Geheimdienstinformationen gezeigt, wonach der Iran offenbar weiterhin heimlich an Komponenten für ein Atomwaffenprogramm arbeitet. „Viele Mitgliedstaaten“ hätten Hinweise für diese Einschätzung geliefert, heißt es in einem IAEA-Bericht, der am Freitag zugänglich gemacht wurde. Die Informationen seien glaubwürdig, „umfangreich und reichhaltig. Im Besonderen ist die Agentur zunehmend besorgt über mögliche geheim gehaltene Aktivitäten auf dem Gebiet der Nukleartechnik in der Vergangenheit oder gegenwärtig (...), einschließlich Aktivitäten zur Entwicklung nuklearer Bestückung von Raketen“, heißt es in dem Report.

Weiter heißt es in dem Bericht der Behörde in Wien, Teheran habe damit begonnen, Geräte für die Urananreicherung an einem neuen Ort zu installieren, einem unterirdischen Bunker. Bei der Anreicherung von Uran kann Kernbrennstoff hergestellt werden, aber auch spaltbares Material für Sprengköpfe. Das islamische Land komme mit seinen Plänen voran, selbstständig die vollständige Ausrüstung und alles Atommaterial herzustellen, das nötig ist, um sein Atomprogramm ins Laufen zu bringen. Das interne Papier an die Mitgliedstaaten bestätigt, dass in der unterirdischen Anlage Fordo bereits mit der Installation von Zentrifugen zur Urananreicherung begonnen wurde, die Iran erst lange geheim gehalten hatte. IAEA-Chefinspektor Herman Nackaerts sei zu einem Besuch in einer Anlage zur Herstellung von Zentrifugen und einer Fabrik zur Herstellung von Kernbrennstoff eingeladen worden.

Die IAEA plant eine Konferenz, die für den Nahen Osten als atomwaffenfreie Zone Vorbereitungen treffen soll. Das Treffen soll am 21. und 22. November stattfinden, gab die IAEA am Freitag in Wien bekannt. Pläne dazu gab es bereits seit zehn Jahren. Iran erklärte der IAEA, man sehe keinen Sinn darin, eine solche Konferenz anzusetzen, solange Israel den weltweiten Atomwaffen-Sperrvertrag nicht unterzeichnet habe.

Israel ist nach Informationen der Behörde mit Sitz in Wien dafür, ein Forum zu schaffen, das lediglich dem Informationsaustausch dienen soll und nicht Raum für Verhandlungen über eine atomwaffenfreie Zone schaffen soll. Es wird allgemein vermutet, dass Israel Atomwaffen besitzt. Die iranische Regierung hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie arbeite heimlich an einem Atomwaffenprogramm. Vielmehr betont Teheran, das Nuklearprogramm diene allein zivilen Zwecken.

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