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Honduras Zelaya darf nicht nach Mexiko ausreisen

10.12.2009 ·  Die Übergangsregierung in Honduras hat die Bitte des im Sommer gestürzten Präsident Zelaya um Ausreise nach Mexiko abgelehnt. Seine Gegner werfen ihm unter anderem Verfassungsbruch vor und wollen ihn vor Gericht stellen.

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Die Übergangsregierung von Honduras hat die Bitte des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya um freie Ausreise nach Mexiko abgelehnt. Außenminister Carlos Lopez Contreras sagte am Mittwochabend, seine Regierung betrachte den Antrag Zelayas nach einem Passierschein als „unangebracht“. Zelaya, der am 28. Juni gestürzt worden und im September heimlich aus dem Exil nach Tegucigalpa zurückgekehrt war, sitzt derzeit in der brasilianischen Botschaft fest. Er hatte von dort aus versucht, an die Macht in Honduras zurückzukehren.

Die Medien in Honduras und Mexiko berichteten am Mittwochabend, Zelaya wolle mit seiner Familie nach Mexiko ausreisen. Die mexikanische Regierung habe Zelaya Asyl angeboten und zu diesem Zweck freies Geleit in Honduras beantragt. Ein mexikanisches Flugzeug, das auf dem Weg nach Honduras war, um Zelaya aufzunehmen, wurde nach dem Nein der Machthaber nach El Salvador umgeleitet. Seine Gegner werfen Zelaya Verfassungsbruch und andere Delikte vor und wollen ihn deshalb vor Gericht stellen.

Linke Regierungen erkennen neuen Präsidenten nicht an

Zelaya selbst, der nach wie vor von der internationalen Gemeinschaft als rechtmäßiger Präsident anerkannt wird, sagte dem amerikanischen Fernsehsender CNN in einem Telefonat, er sei bis zum 27. Januar 2010 legitimer Präsident von Honduras. Er werde als Gast reisen, und nicht als Asylsuchender.

Honduras hat Ende November den konservativen Unternehmer Porfirio Lobo Sosa zum neuen Präsidenten gewählt, der am 27. Januar sein Amt antritt. Erst dann betrachtet Zelaya seine Amtszeit als beendet. Vor allem die linken Regierungen der Region, mit denen sich Zelaya verbündet hatte, haben bekräftigt, die honduranischen Wahlen und den neu gewählten Präsidenten nicht anzuerkennen.

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