30.11.2009 · Fünf Monate nach dem Staatsstreich in Honduras hat der konservative Oppositionskandidat „Pepe“ Lobo die umstrittene Präsidentschaftswahl in dem zentralamerikanischen Land gewonnen. Der entmachtete Zelaya und Übergangspräsident Micheletti standen nicht zur Wahl.
Fünf Monate nach dem Staatsstreich in Honduras hat der konservative Oppositionskandidat Porfirio „Pepe“ Lobo am Sonntag die umstrittene Präsidentschaftswahl in dem zentralamerikanischen Land gewonnen. Laut ersten offiziellen Ergebnissen, die nach der Auszählung von mehr als 60 Prozent der Stimmzettel in Tegucigalpa veröffentlicht wurden, kam der Kandidat der rechtsgerichteten Nationalpartei auf fast 56 Prozent der Stimmen.
Nachwahlbefragungen hatten Lobos größten Herausforderer Elvin Santos vom rechten Flügel der liberal-konservativen Liberalen Partei (PL) mit rund 34 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz gesehen.
Knapp 4,6 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, in dem international umstrittenen Urnengang einen neuen Präsidenten und dessen drei Stellvertreter zu wählen. Ausgerichtet wurde die Wahl von der Putschregierung, die im Sommer den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya abgesetzt hatte. Zelaya und Putschpräsident Micheletti standen selbst nicht zur Wahl.
Fünf Monate nach dem Staatsstreich in Honduras hat der konservative Oppositionskandidat „Pepe“ Lobo die umstrittene Präsidentschaftswahl in dem zentralamerikanischen Land gewonnen. Der entmachtete Zelaya und Übergangspräsident Micheletti standen nicht zur Wahl.
Gleichzeitig wurden Wahlen für die 128 Sitze im Parlament und die Bürgermeisterposten in 298 Gemeinden abgehalten. Die Opposition hatte zum Wahlboykott aufgerufen, im ganzen Land waren rund 30.000 Soldaten und Polizisten im Einsatz.