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Hoffnung auch für Dafur Friedensabkommen für den Süden des Sudan

 ·  Mehr als zwei Jahrzehnte nach Beginn des Bürgerkriegs im Südsudan haben sich die Regierung und die Rebellen auf ein Friedensabkommen geeinigt. Der Konflikt in der westsudanesischen Krisenregion Darfur hat damit allerdings nicht zu tun.

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Das neue Jahr beginnt für die Bevölkerung im Sudan, dem größten afrikanischen Flächenstaat, mit der Hoffnung auf dauerhaften Frieden. 21 Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Süden des Landes besiegelten Regierung und Rebellen am Freitag den erfolgreichen Abschluß zweijähriger Verhandlungen. Die Vereinten Nationen hoffen jetzt auf eine Signalwirkung auch auf den Konflikt in der westlichen Provinz Darfur.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat die unterzeichneten Abkommen begrüßt. Die Einigung zwischen der Regierung und den Rebellen eröffne die Chance zum Aufbau des Landes auf der Basis von rechtsstaatlichen und demokratischen Strukturen, erklärte Staatssekretärin Kerstin Müller am Samstag in Berlin. Die Situation im westsudanesischen Darfur gebe allerdings weiter Anlaß zu großer Sorge.

Freudentänze in Khartum

In den Straßen der Hauptstadt Khartum feierten mehrere tausend aus dem Süden stammende Bewohner die Nachricht mit Freudentänzen. Dabei zeigten sie offen die Fahne der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM). Einige Sudanesen aus dem Norden schlossen sich dem Umzug im Stadtzentrum an. Die Polizei schritt nicht ein.

An der Zeremonie zur Unterzeichnung der erzielten Abkommen in der kenianischen Ortschaft Naivasha nahmen die Präsidenten des Sudans und Südafrikas, Omar el Baschir und Thabo Mbeki, sowie der kenianische Vizepräsident Moody Awori teil. Der offizielle Friedensvertrag soll am 9. Januar in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum unterzeichnet werden. UN-Generalsekretär Kofi Annan begrüßte das Ergebnis und sprach von einer „neuen Ära des Friedens im Sudan“.

Bürgerkrieg in Dafur dauert an

Der Friedensprozeß sieht eine sechsjährige Übergangszeit vor, in der die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (SPLA) eigene Truppen im Süden des Landes behält. Zum Schluß der Verhandlungen wurde auch die Finanzierung für diese Truppen geklärt. Außerdem wurde eine gleichmäßige Aufteilung der Einkommen aus den Ölvorkommen des Sudans und anderen Ressourcen des Landes vereinbart.

Die Rebellen haben sich 1983 gegen die Regierung in Khartum erhoben. Hintergrund des Konflikts sind die kulturellen Gegensätze zwischen den im Süden lebenden Christen und Anhängern animistischer Naturreligionen und dem islamisch geprägten Norden. Der Bürgerkrieg hat mehr als zwei Millionen Menschen das Leben gekostet, zumeist als Folge der von den Kämpfen bedingten Hungersnot.

In der westsudanesischen Region Darfur dauert der Bürgerkrieg hingegen weiter an. In dem Konflikt zwischen Rebellengruppen der dort lebenden Völker und arabischen Kämpfern, die auf Seiten der Regierung in Khartum stehen, sind seit Februar 2003 etwa 70.000 Menschen ums Leben gekommen und 1,8 Millionen Bewohner vertrieben worden.

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