Sudan hat eines seiner wichtigsten Ölfelder an den Nachbarstaat Südsudan verloren. Ein Sprecher der sudanesischen Streitkräfte bestätigte dem britischen Sender BBC, dass die südsudanesische Armee und Rebellengruppen das Ölfeld Heglig im Grenzgebiet zwischen beiden Ländern erobert hätten.
Die Region steht im Mittelpunkt erbitterter Kämpfe, seit Südsudan im Juli vergangenen Jahres unabhängig geworden war. Auch neun Monate nach der Abspaltung Südsudans ist immer noch unklar, zu welchem Land bestimmte Grenzgebiete und Provinzen in Zukunft gehören sollen. Beide Seiten beanspruchen die ölreiche Region Heglig für sich. Vor zwei Wochen waren schwere Kämpfe ausgebrochen, wobei Südsudan dem Nachbarn vorwirft, diese angezettelt zu haben.
Schon seit Monaten wachsen die Spannungen zwischen Khartum und Juba. Vor allem geht es dabei um die Verteilung von Öleinnahmen. Denn die größten Reserven liegen im Süden - aber um das Öl zu transportieren muss das Land die Leitungen des Sudans im Norden nutzen. Um den Druck zu erhöhen, hatte Südsudans Regierung im Januar den Großteil seiner Ölförderung eingestellt. Versuche der Afrikanischen Union, zwischen beiden Seiten zu vermitteln, sind bislang gescheitert. Es gibt Befürchtungen, dass die rivalisierenden Länder, die sich jahrzehntelang in einem blutigen Bürgerkrieg bekämpft hatten, wieder gegeneinander in den Krieg ziehen könnten.
Pipeline
Bartholomäus Mainwasser (mainwasser)
- 11.04.2012, 16:27 Uhr
Ist bekannt..
Michael Posthoff (MisterMischa)
- 11.04.2012, 15:42 Uhr
