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Heftige Kämpfe Kongos Armee stoppt Rebellen

Nach heftigen Kämpfen rund 15 Kilometer südlich der Garnisonsstadt Saké hat die kongolesische Armee die Rebellen des „M 23“ gestoppt. Runiga Lugerero, politischer Kopf der Rebellion, traf zu Gesprächen in Uganda ein.

© AFP Vergrößern Der politische Kopf der Rebellion: Runiga Lugerero

Die Rebellen des „M 23“, die in dieser Woche die ostkongolesische Großstadt Goma erobert haben, sind bei ihrem Vormarsch in Richtung Bukavu offenbar gestoppt worden. Bukavu liegt rund 130 Kilometer von Goma entfernt am südlichen Rand des Kivusees. Nach zunächst unbestätigten Angaben wurde der Vormarsch rund 15 Kilometer südlich der Garnisonsstadt Saké von der kongolesischen Armee sowie den mit ihr verbündeten Maï-Maï-Milizen zum Stehen gebracht. Angaben über Opfer der heftigen Kämpfe lagen nicht vor.

Thomas Scheen Folgen:    

Nach Angaben des kongolesischen Generalstabs sollen die zwei Bataillone der ruandischen Armee, die den Rebellen Feuerschutz bei ihrer Eroberung auf Goma gegeben haben sollen, das Land verlassen haben. Am Donnerstag war der Oberkommandierende der kongolesischen Landstreitkräfte, Generalmajor Gabriel Amisi, abgesetzt worden. Die UN hatten ihn beschuldigt, einen Waffenhandel mit diversen Rebellengruppen zu treiben.

Keine Duldung einer „Infragestellung der territorialen Integrität“

Der politische Kopf der Rebellion, Runiga Lugerero, ist am Freitag zu Gesprächen mit dem ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni in Kampala eingetroffen. Museveni und der ruandische Präsident Paul Kagame hatten die Rebellen nach massivem internationalem Druck am Mittwoch aufgefordert, Goma sofort zu verlassen. Insbesondere Ruanda wird verdächtigt, die Rebellen militärisch zu unterstützen, was die Regierung in Kigali bestreitet. Lugerero macht einen Abzug aus Goma aber von politischen Verhandlungen mit der kongolesischen Regierung abhängig.

Karte / Kongo / Bukavu © F.A.Z. Vergrößern

An diesem Samstag beginnt in Kampala ein Sondergipfel der „Internationalen Konferenz der Region der Großen Seen“ zur Lage in Kongo. Dem Gremium gehören neben Uganda, Ruanda und Kongo noch Burundi, die Zentralafrikanische Republik, Kenia, Sudan, Tansania, Sambia und die Regionalmacht Angola an. Angolas Botschafter in Kinshasa hatte vor wenigen Tagen gesagt, dass seine Regierung die „Infragestellung der territorialen Integrität Kongos nicht dulden“ werde. Die gut ausgebildeten angolanischen Streitkräfte hatten während des sogenannten zweiten kongolesischen Krieges von 1998 an auf Seiten der kongolesischen Regierung in die Kämpfe gegen die von Ruanda unterstützten Rebellengruppen eingegriffen und die Hauptstadt vor der Einnahme bewahrt. Die Beziehungen zwischen Kinshasa und Luanda gelten als sehr gut.

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Quelle: F.A.Z.

 
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