Home
http://www.faz.net/-gq5-6km9w
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

GTZ in Kongo Niebel hofft auf Lösung im Streit mit Kongo

Im Streit zwischen der Justiz Kongos und der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit hat Entwicklungsminister Dirk Niebel gedroht, die Verhandlungen über weitere Entwicklungshilfe auszusetzen. Er werde den kongolesischen Präsidenten auffordern, eine Einigung herbeizuführen.

© dpa Vergrößern Entwicklungsminister Niebel will nun den kongolesischen Präsidenten Kabila auffordern, eine Einigung im Streit über die GTZ herbeizuführen

Im Streit zwischen der Justiz Kongos und der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) hat Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) gedroht, die Verhandlungen über weitere Entwicklungshilfe auszusetzen. Niebel sagte dieser Zeitung: „Wenn wir einer Einigung nicht näher kommen sollten, ist es möglich, dass wir die für den Oktober angesetzten Regierungsverhandlungen über künftige Zahlungen aussetzen.“ Niebel zeigte sich aber zuversichtlich, dass weite Teile der kongolesischen Regierung an einer Lösung arbeiteten: „Ich habe den Eindruck, dass die mittlerweile sieben eingebundenen Minister der kongolesischen Regierung alles tun, um zu einer gütlichen Lösung des Streits mit der GTZ zu kommen.“

Niebel kündigte an, er werde den kongolesischen Präsidenten auffordern, eine Einigung herbeizuführen. Er könne es dem „deutschen Steuerzahler nicht zumuten, wenn durch Korruption und zweifelhafte Gerichtsurteile öffentliche Gelder in den Händen kongolesischer Geschäftemacher landen, statt in die vorgesehenen Hilfsprojekte investiert zu werden“. In Kongo waren die 44 Konten der GTZ gepfändet worden.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.S./elo.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Firmennamen und der Trend zum Kürzel EY, KfW und MfG

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young heißt jetzt nur noch EY. Die Abkürzeritis ist unter Markenstrategen weit verbreitet – hat aber auch ihre Tücken. Mehr

29.08.2014, 12:20 Uhr | Rhein-Main
Nach Minsker Krisengipfel Russland verkündet Einigung über weitere Hilfskonvois

Wladimir Putin und Petro Poroschenko haben sich nach Angaben aus dem Kreml geeinigt, wie mit künftigen Hilfslieferungen in die Ostukraine umgegangen werden soll. Dort wird weiterhin heftig gekämpft. Mehr

27.08.2014, 10:16 Uhr | Politik
Ukraine-Krise Merkel fordert bessere Grenzsicherung

In einem Telefonat mit Russlands Regierungschef Putin hat Bundeskanzlerin Merkel mehr Klarheit verlangt, was die angebliche Präsenz russischer Soldaten in der Ukraine betrifft. In Kiew demonstrierten derweil Hunderte für mehr Hilfe für die eigenen, eingekesselten Truppen. Mehr

27.08.2014, 20:01 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 12.09.2010, 13:04 Uhr

Eskalation

Von Nikolas Busse

Die Reaktion der Nato auf die russische Aggression ist angemessen - aber im Kern zurückhaltend. Das Gebaren Russlands in der Ukraine ist ein epochaler Bruch. Die SPD tut sich mit dieser Erkenntnis noch immer schwer. Mehr 7