14.03.2006 · Präsident George W. Bush hat die Amerikaner zum dritten Jahrestag des Beginns des Irak-Krieges auf weitere Kriegsjahre eingeschworen. Iran warf er vor, Unruhen im Irak zu schüren, um dort einen Bürgerkrieg auszulösen.
Der amerikanische Präsident George W. Bush hat Iran vorgeworfen, zu den anhaltenden Unruhen im Irak beizutragen. Einige der Bomben der Rebellen stammten aus Iran, sagte Bush am Montag in einer Grundsatzrede vor dem dritten Jahrestag des Beginns des Irak-Krieges. Alliierte Truppen hätten mehrere improvisierte Sprengsätze und Bombenbauteile beschlagnahmt, die eindeutig in Iran hergestellt worden seien.
Zahlreiche amerikanische Soldaten seien durch solche per Fernsteuerung gezündeten Bomben im Irak schon getötet worden, sagte Bush. Der Präsident zitierte auch seinen Geheimdienst-Chef John Negroponte, der Iran ebenfalls vorgeworfen hat, für zumindest einige der tödlichen Anschläge im Irak verantwortlich zu sein.
Kein Zeitplan für einen Truppenabzug
In einer Grundsatzrede vor dem dritten Jahrestag des Beginns des Irak-Krieges versprach Bush: „Wir werden die Nerven nicht verlieren“. Einen Zeitplan zum Abzug der rund 130.000 amerikanischen Soldaten lehnte Bush erneut ab. Bis zum Ende des Jahres würden die irakischen Sicherheitskräfte mehr Territorium im Irak kontrollieren als die Koalitionstruppen.
In einer Reaktion warf der Minderheitsführer der oppositionellen Demokraten im amerikanischen Senat, Harry Reid, Bush Unfähigkeit vor. Man benötige im Irak eine politische Lösung und nicht Leute, die sagten, wie gut der Krieg verlaufe.
„Iraker wollen die Demokratie“
Bush hatte in seiner Rede die irakischen Politiker aufgefordert, ihre Differenzen beizulegen und eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Die Iraker müßten zeigen, daß sie ihre Lektionen aus der Vergangenheit gelernt hätten, sagte er. Der Präsident verwies zu Beginn des vierten Kriegsjahres auf die Fortschritte im Irak. Bush nannte dabei die Wahlen und das Verfassungsreferendum. „Die Iraker wollen in einer Demokratie leben“, sagte Bush.
Bush kündigte einen Plan an, um die Gefahr durch selbstgebaute Sprengstoffkörper für die amerikanischen Truppen im Irak zu mindern. Dazu gehörten neue technologische Lösungen sowie eine bessere Ausbildung für die Truppen, wie diese improvisierten Bomben entdeckt und entschärft werden könnten. Die Explosion selbstgebauter Sprengstoffkörper ist inzwischen zur häufigsten Todesursache für amerikanische geworden.
Präsident will Umfragewerte verbessern
Bush wandte sich angesichts sinkender Umfragewerte an die Öffentlichkeit, um seine Irak-Politik abermals zu verteidigen. Mit den insgesamt drei geplanten Auftritten will er die amerikanischen Bürger davon überzeugen, daß er eine Strategie zur siegreichen Beendigung des Irak-Einsatzes verfolgt.
Der Irak war nach einem Bombenanschlag auf eine bedeutende Schiiten-Moschee im Februar von einer neuen Welle der Gewalt erfaßt worden, die die Furcht vor einem Bürgerkrieg schürte. Auch am Montag gab es bei mehreren Anschlägen im ganzen Land wieder viele Opfer. Am Sonntag hatte eine Serie von Bombenanschlägen in der Hauptstadt Bagdad mehr als 50 Menschen getötet. Die Sprengsätze waren hauptsächlich auf Märkten in einem von Schiiten bewohnten Elendsviertel explodierte.
Bush gekonnte Zurückhaltung im Iran
A. Ro-Nori (Steuerzahler)
- 14.03.2006, 00:39 Uhr
Bush der von Gottgesandte
heinz peter (pitiplatsch)
- 14.03.2006, 08:10 Uhr