16.08.2012 · Ecuador gewährt Julian Assange Asyl, um ihn vor einer möglichen Verfolgung aus politischen Gründen zu schützen. Großbritannien will den Wikileaks-Gründer allerdings nicht in das südamerikanische Land ausreisen lassen, sondern nach Schweden ausliefern.
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Julian Assange und Kardinal József Mindszenty
Der ungarische Kardinal József Mindszenty verbrachte 15 Jahre von
1956 bis 1971 als Asylant in der US-Botschaft in Budapest,
hochstilisiert zu einem heroischen Verfolgten des bösen
Kommunismusses. Nach seiner Ausreise starb er 1975 in Wien.
Anscheinend will die britische Regierung dem Julian Assange das Asyl in
der Botschaft eines anderen souveränen Landes nicht gönnen,
und droht mit einer unerhörten Verletzung der diplomatischen
Immunitöt, d.h. einem gewaltsamen Übergriff auf die
diplomatische Vertretung eines anderen Landes.
Will der Prime Minister Cameron die damalige ungarische Regierung
rückwirkend zu einem Angriff auf die US-Botschaft in Budapest
ermuntern?
Immerhin ist Cameron der Premierminster seiner Majestät der
Königin, und Mindszenty hat entschieden gegen die Abschaffung der
ungarischen Monarchie protestiert.
Besteht da ein Zusammenhang?
Übrigens: Mindszenty WOLLTE nicht aus Ungarn ausreisen, sondern weiter in der US-Botschaft bleiben
Was jedoch weder die USA noch der Heilige Stuhl goutierten, weil sie zur
Verbesserung der Beziehungen mit dem "real existierenden
Sozialismus" den Stolperstein Mindszenty aus dem Weg rollen
wollten. Die USA mußten den Kardinal geradezu zur Persona non
grata erklären, damit er sich endlich bequemte, Ungarn und die
US-Botschaft zu verlassen.
Immerhin verbrachte Mindszenty weit mehr Zeit in der US-Botschaft, als
vor kurzem dieser blinde chinesiche Rechtsanwalt und Aktivist in der
US-Botschaft in Peking. Der wurde recht schnell hinauskomplimentiert.
Oder wurde seitdem noch eine andere Botschaft gestürmt?
Ich glaube nicht, daß Assange irgendeinen nachrichtendienstlichen
Wert hat, das ganze hätte rein abschreckenden Charakter.
Natürlich hätte so eine Botschaftsstürmung auch eine
Außenwirkung. Die Kombination aus beidem scheint mir dann aber
etwas zu viel des Guten zu sein, Botschaftsstürmung zu diesem
Zweck, effektiver könnte man die Hühner nicht verrückt machen.
soll Herrn Assange verliehen werden, damit er auch auf dem Weg zum
Flughafen nicht verhaftet werden kann. So Außenminister Patino heute
Offenbar liegt hier ein Missbrauch diplomatischer Gepflogenheiten vor:
Wer nur zum Zweck der sicheren Ausreise einen Diplomatenstatus bekommen
soll, ohne hinreichend lange eine entsprechende Tätigkeit
auszuüben, missbraucht entsprechende Vereinbarungen.
Sicher wäre es sinnvoll, wenn GB die ekuadorianische Botschaft
schon jetzt darauf hinweisen würde, dass Assange in diesem Fall als
"persona non grata" betrachtet wird. Erhält er dennoch
dann den Diplomatenstatus, ist dessen Missbrauch offensichtlich.
Das Gebahren des Außenministers mit seinem offenen Verlangen,
Regierungen sollten sich in Gerichtsentscheide einmischen (Garanie,
Assange solle nicht ausgewiesen werden), und seinem beabsichtigten
Missbrauch des Diplomatenstatus ist reichtlich irritierend - und eines
Rechtsstaates unwürdig, als der Ekuador doch gelten möchte.
Julian Assange ist ein politisch Verfolgter!
Der Australier Julian Assange und Wikileaks-Gründer ist in der Tat
ein politisch Verfolgter - durch die USA. In einer noch nicht
veröffentlichten Anklageschrift werfen die USA ihm politische
Spionage und die Gefährdung der nationalen Sicherheit vor. Diese
nicht bewiesenen Taten soll der Oberste Gerichtshof oder das Oberste
Militärgericht in den USA mindestens mit strengster lebenslanger
Haft und höchstens mit der Todesstrafe bestrafen.
Die freiheitliche, demokratische, rechtsstaatlich gesinnte und moralisch
gesinnte Weltöffentlichkeit darf nicht zulassen, daß Julian
Assange in den USA eingesperrt und dann getötet wird!
Großbritannien und Schweden gehören zu dieser
Weltöffentlichkeit, einer Weltöffentlichkeit, die sich zur
Verteidigung von Freiheit, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Moral
verpflichtet hat.
Meine weitere Antwort
Julian Assange ist ein politisch Verfolgter, weil die USA seine Auslieferung wollen wg. Spionage gegen die USA und Gefährdung der nationalen Sicherheit der USA.
Meine Antwort
Die Kenntnis habe ich aus den Nachrichten von seriösen Medien und
Zeitungen, die darüber schon lange berichtet haben, aus den
Reaktionen der Republikanischen Partei und "Tea-Party", die
diese Anklagepunkte besonders wortgewaltig fordern und unterstützen.
Die Anklage ist nicht mit einem Urteil, doch mit einer Vorverurteilung
gleichzusetzen. In den USA gibt es leider zahlreiche Beispiele von
Vorverurteilungen, die diskutiert und dann in Urteilen bestätigt
werden, auch aufgrund von Vorurteilen!
Die USA sind für mich nicht der große Bösewicht. Der
großen Bösewichte in der Welt gibt es viele und leider immer
mehr! Ich traue den USA nicht alles erdenklich Schlechte zu, sondern
auch alles erdenklich Gute. Das erdenklich Schlechte US-amerikanischer
Politik wurde der Weltöffentlichkeit durch Guantanamo und
Wikileaks-Enthüllungen mit Weiterleitung an die New York Times,
Spiegel und Guardian präsentiert und nicht dementiert.
Julian Assange ist kein "Heilsbringer", sondern ein Idealist!
Stilisierung hilft nicht weiter!
Mit Verlaub, woher haben Sie den Kenntnis von einer angeblich noch nicht
veröffentlichten Anklage in den USA? Und woher nehmen Sie die
scheinbar unerschütterliche Kenntnis, daß eine Anklage
gleichzusetzen ist mit einem Urteil? Ist die Verblendung schon soweit
gediehen, daß man die USA als dem großen Bösewicht
alles nur erdenklich Schlechte zutraut? Und Julian Assange ist der
Heilsbringer, der die Welt erleuchtet? Die USA haben mit dem ganzen Hype
nichts zu tun, dieser Fakt wird durch ständiges Wiederholen nicht widerlegt.
Und wenn dieser Mann nur ein wenig Mumm hätte, würde er sich
einer Anhörung und wenn nötig einer Anklage in einem
Rechtsstaat wie Schweden stellen und nicht die ganze Zeit
Verschwörungstheorien in die Welt posaunen.
Mir wird dieser Unsinn langsam zuviel. Also wenn Julian Assange ein
politisch Verfolgter ist, dann ist die Erde eine Scheibe!
Irgendwo ist hier die Rede von einer Catch-22-Lage, Equador möchte
ASSANGE nach "Hause" überbringen aber London möchte
ihm nach Sweden ausliefern.
Komisch finde ich es das weder in Sweden noch in den VSA eine deutliche
Anklage gegen ASSANGE bekannt geworden ist wonach ASSANGE wissen
könnte was ihm alles drohe obwohl die ganze Geschichte schon
länger läuft.
Vielleicht bleibt da nur noch die Möglichkeit ASSANGE als
diplomatisches Gepäck von London nach Equador ausfliegen zu lassen,
denn solches Gepäck darf nun mal nicht kontrolliert werden von London.
Jedenfalls; so lange es immer noch dunkel bleibt um diesen Anklagen
befürworte ich diese Asylgewährung sehr stark!
Was Assange in den USA droht? Man schaue auf den Fall Bradley Manning
und der ist US-Staatsbürger
Schweden ist ein Rechtsstaat. Mit seinem Tunnelblick bezügl. des schwedischen Rechtssystems, stilisiert er sich zum Opfer. Assange sollte sich dem Verfahren in Schweden stellen, denn noch ist keine Anklage gegen ihn erhoben worden, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Aussage zu verweigern ist sein gutes Recht, doch sein Verhalten trägt nicht zur Aufklärung des Sachverhaltes bei, sondern erinnert an die Zeiten des kalten Kriegs. Selbst wenn ein politisches Motiv hinter den Vorwürfen steckt, kann er in einem rechtsstaatlichen Verfahren, wie es auch Strauß-Kahn in N.Y. tat, Rechtsmittel einlegen und im weiteren das Gericht von seiner Unschuld zu überzeugen. Seine Arbeit und sein Einsatz für Wikileaks ist ein anderes Thema, wenn es die vermutete Verstrickung des CIA mit den Anschuldigungen in Schweden gibt, dann ist sein jetziges Verhalten, kaum geeignet hier Licht ins Dunkel zu bringen. Spielt er noch eine Rolle als Aufklärer und ist Wikileaks noch sein Thema?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.08.2012 00:08 UhrGenau, das Opfer ist immer selber schuld
Es sei denn, es ist ein Opfer einer Regierung, die nicht jeden Befehl von Weißem Haus, Pentagon und Wall Street befolgt. Das ist nämlich ein "Regime", muß also durch die weisen Herrschaften aus dem "Westen" gestürzt werden.
Entweder rausholen oder schmoren lassen
Die Briten haben die Wahl: entweder sie holen ihn raus aus der Botschaft
oder sie lassen ihn 10, 20 oder 30 Jahre in seinem Zimmerchen in der
Botschaft schmoren.
Assange hingegen hat keine Wahl: ihm steht so oder so für den Rest
seines Lebens ein trauriges Schicksal bevor. Am Ende landet er
vielleicht sogar in einem US-Gefängnis, für 99 Jahre. Und das
ist gut so - schließlich hat er gewissenlos und in eigener
Machtvollkommenheit durch die Aufdeckung der Identität von
Widerstandskämpfern viele Menschen in Lebensgefahr gebracht.
Die Internet-Kampagne seiner überschaubaren Internet-Gemeinde ist
für ein Land wie Großbritannien praktisch belanglos.
Ich freue mich übrigens sehr, dass die Leute, die eine Kaution
für Assange gestellt haben, nun einen dicken Verlust verbuchen
können... Wer traut denn auch einem professionellen Hochstapler?
Eine bemerkenswerte Entscheidung ...
... die man gutheissen muss, wenn man selbst für die Menschenrechte einsteht. Denn genau darum geht es hier, dass Julien Assange den Mut als einer der ganz Wenigen hatte, die krassen Menschenrechtsverletzungen der USA zu belegen und öffentlich anzuprangern - im Interesse der gesamten freiheitlichen Welt, deren politische Repräsentanten es sich nicht zutrauten, die Stimme zu erheben. Chapeau Ecuador !
Bei vielen der hier geäußerten Lesermeinungen kommt es mir so vor, als ob Hypochonder einen Kongress abhalten und allerlei Verschwörungstheorien und definitive Wahrheiten miteinander austauschen. Was soll das ganze Getue von wegen Verfolgung und Rache der US Regierung. Der Mann soll sich einem rechtsstaatlichen Verfahren in einem EU-Land stellen, er hat alle rechtsstaatlichen Mittel in einem anderen EU-Land ausgeschöpft, um einer Auslieferung zu entgehen. Und als dieser Weg zu Ende ist und damit klar wurde, daß alles Lamentieren von wegen Verfolgung nichts anderes zu sein scheint als plumpe Propaganda, flieht man in eine Botschaft. Falls die US Regierung daran interessiert wäre, diesen Blender vor Gericht zu stellen, hätte man einen weiteren Auslieferungsantrag gesehen. Welche abgrundtief bösen Absichten unterstellt man Schweden, einem zutiefst demokratischen Land? Die Propaganda eines Blenders scheint viele zu beeindrucken. Ich empfehle in Ruhe nachzudenken und Fakten zu analysieren.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.08.2012 11:13 UhrUnzulässiger Vergleich
Lieber Herr Willms, der von Ihnen gezogene Vergleich disqualifiziert Sie komplett. Die USA mit dem Unrechtsregime der Nazis zu vergleichen ist so etwas von abwegig, da kann man nicht mehr von Diskussionskultur sprechen, sondern nur noch von kompletter Verblendung und Voreinkommenheit. Auch wenn manches nicht in Ordnung ist mit dem Verhalten der USA und dort manches sicherlich besser gemacht werden könnte, ist und bleibt dies eine Nation freier Bürger mit einem direktem demokratischen System des Check & Balance, von dem wir das ein oder andere durchaus noch lernen und adaptieren können. Doktrinäre und selbsternannte Heilsbringer, die sich über Recht und Gesetz erheben und Immunität für sich reklamieren, gleich welchen Vergehens man sie beschuldigt, sind für mich keine Vorbilder wie Einstein, sondern Rattenfänger.
Ja natürlich. Warum hat sich Einstein nicht auch seinen Kritikern in Berlin gestellt?
anstatt in den USA zu verbleiben, und seinem Heimatland für immer
den Rücken zu kehren?
Test: bitte keine Anführungszeichen
Danke an die Mehrheit im Forum. Der Rest muß sich damit abfinden, daß die angloamerikanische Hegemonie zu Ende geht.
Die Drohung Großbritanniens gegenüber Ecuador, ggf. die
Unverletzlichkeit der Botschaft zu ignorieren, war eine unsägliche
und unwürdige Handlung. Ecuador konnte auf dieses
Kolonialherrengehabe eigentlich gar nicht anders als mit
Asylgewährung reagieren.
Trotzdem stellt sich für mich die Frage, warum sich Assange in
Großbritannien sicherer als in Schweden fühlt. Gibt es denn
Präzedenzfälle, daß Schweden lockerer in die USA
ausliefert als Großbritannien? Und ich würde auch mal
vermuten, daß die CIA in Großbritannien
leichtfüßiger unterwegs ist als in Schweden.
Well Done Ecuador !!! Don't be blackmailed !!! ... London und Abu Hamza im Gegensatz ...
Ich kann Ecuador nur gratulieren, das sie sich nicht von London erpressen lassen. Wurde London genauso mit dieser Energie gegen Abu Hamza vorgehen, dann ware dieser Terrorist schon langst in Jordanien und wurde dort sich fur die miesen Terroraktionen verantworten mussen ... dazu kommt noch, wurde London seine Burger mit der selben Energie so verteidigen, wurde britische Burger nicht erster Klasse nach Amerika uberliefert werden, dann da schert London sich ein Dreck, was deren Menschenrechte betrifft.
die "Gänsefüßchen"? Ist er das etwa nicht. Von Schweden würde es gleich Richtung USA. gehen.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.08.2012 09:56 UhrGänsefüßchen
Hallo Jürgen,
im journalistischen Kontext markieren Gänsefüßchen
Zitate und werden in seriösen Blättern selten
stilistisch/ironisch eingesetzt. Ich danke dem Redakteur dafür,
dass ich mir meine Meinung selbst zusammenmeinen darf :-)
In diesem Sinne eine gute Meinung und viele Grüße,
Jonas
Gänsefüßchen
Weil das die Wortwahl aus Ecuador ist. Hier handelt es sich um einen Bericht der FAZ und nicht um einen Kommentar. Julian Assange ist ein politisch Verfolgter, dem Ecuador in seiner Botschaft in London Asyl gewährt.
Respekt für das mutige Ecuador
Auch wenn ich Assange nicht für einen Helden halte, finde ich es
peinlich, dass er in Europa nicht sicher ist.
Noch peinlicher ist jetzt das Verhalten Großbritanniens.
Anstatt froh zu sein, dass Ecuador ihnen eine Blamage in Sachen
Menschenrechte erspart, kommen jetzt markige Worte.
Solange eine Auslieferung in die USA nicht absolut ausgeschlossen ist,
hat Assange jedes Recht sich in Sicherheit zu bringen.
Die Staatsanwaltschaft in Schweden will hätte Assange auch in
England zu Vorwürfen befragen können.
Rückrad gegen die USA scheint es in Europa nicht viel zu geben.
Stadt dessen haben wir den Amerikanern auch noch bei der Verschleppung
von Menschen geholfen.
Ich habe vor kurzem eine Fernsehrecherche/Doku des australischen TV gesehen, der sich mit dem Fall Assange ausführlich beschäftigt hat. Die Story aus Schweden "stinkt" zum Himmel und lässt mich an der schwedischen Rechtsstaatlichkeit zweifeln. Dennoch, laut dem Bericht war Assange bereit einer bedingten Übergabe an Schweden zuzustimmen, sofern Schweden eine Nichtauslieferung an die USA garantiert. Warum solche Fakten - wenn sie denn stimmen und was nachprüfbar wäre - von unseren so freiheitsbeseelten Medien ( wenn es um die Ukraine geht ) nicht berichtet werden, lässt sehr tief blicken. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Wir müssen uns damit abfinden: die Zeit der Freiheit ist auch im Westen längst vorbei. Der Weg ist vorgezeichnet und dämlich wie wir Bürger sind, gehen wir ihn mit. Hauptsache wir fühlen uns sicher vor den bösen Terroristen, den bösen Andersreligiösen und all den anderen bösen Dingen, vor denen uns unsere Regierungen vorgeben zu schützen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.08.2012 21:50 UhrGarantierte Nichtauslieferung in die USA
Doch, darüber haben die Medien berichtet! Auch über die Bedenken der britischen Richter bei ihrer Entscheidungsfindung, daß Julian Assange letztendlich durch Schweden an die USA ausgeliefert wird. Weder Großbritannien noch Schweden sind bereit, Garantien auszuhandeln. Jetzt hat Ecuador die Verpflichtung übernommen, Julian Assange vor der Todesstrafe in den USA zu schützen.
Warum will Assange nicht nach Schweden ?
Bei aller Verschwörungstheorie, warum will Assange nicht nach Schweden ? Das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Wenn die USA einen Auslieferungsantrag stellen dann ist er in Großbritannien mit Sicherheit gefährdeter als in Schweden. Auch in seinem Heimatland Australien wäre eine Auslieferung sehr wahrscheinlich. Ich habe eher Vertrauen in die Schwedische Rechtssystem. Umgekehrt würde ich es wesentlich bedenklicher halten wenn Großbritannien ihn aus Schweden ausgeliefert haben wollte. Aber so..
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.08.2012 20:53 UhrNein, Frau Hampel
Wäre ich in Assange's Lage, würde ich Auslieferung an Schweden
genauso wenig wollen.
Informieren Sie sich einfach mal über die schlimmen Vorfälle
betr. tatsächlicher Vergewaltätigungen in schwedischen
Großstadt Bezirken! Gehen Sie dazu zu Europenews.
Was tut die schwedische Justitz dagegen? Man hört darüber
sehrnselten was.
Und dann fragen Sie sich selbst ob Schweden in Ihren Augen noch ein
Rechtsstaat ist.
Gegen
Assange liegt meines wissens keine Anklage vor. Aber das er zur
Anhörung einer "gefühlten Vergewaltigung" nach
Schweden soll das spricht wohl Bände. Assange und sein WikeLeak ist
den USA und GR, neben weiteren Staaten, ein Dorn im Auge.
Was eine "gefühlte Vergewaltigung "ist weiß ich
nicht. Vielleicht schlechter Sex? Zumal das Gefühl sich erst nach
ein paar Jahren eingestellt hat.
Cuba libre! Ein wunderbar demokratischer Staat wie Kuba wäre doch auch ein Staat nach dem Geschmack Assanges oder?
Die schwedische Staatsanwaltschaft hätte Assange in London anhören können
denn angeblich ging es ja nicht darum, ihn als Beschuldigten, sondern
als Zeugen zu hören. Anklage war noch nicht erhoben, wurde immer
berichtet.
Deutsche Richter und Staatsanwälte sind schon öfter in fremde
Länder gefahren, um Menschen zu verhören (sogar in
Foltergeföngnisse wie im US-amerikanisch besetzten Teil von Cuba
oder nach Syrien).
Warum können das die schwedischen Staatsanwälte nicht? Oder
wollen sie es nicht?
Diese Weigerung gibt doch dem Verdacht Nahrung, daß Assange dann
schnellstens von Schweden in die USA ausgeliefert wird.
Kein Wunder, daß Assange sich dagegen wehrt.
Nunja
Assange soll ja der Staatsanwaltschaft ziemlich auf der Nase herumgetanzt sein. Daher ist es kein Wunder, dass diese nun die harte Linie fährt.
Schweden ist ein Rechtsstaat, natürlich.
Was passiert hinter den Kulissen und nach einer Verurteilung? Die Angst Assagens halte ich für berechtigt. Man braucht nicht an Verschwörungstheorien zu glauben, um zu wissen, dass es Deals hinter gibt, die nicht an die Öffentlichkeit kommen. Und die sind politisch - Vergleiche mit Vorgängen rund um die RAF passen überhaupt nicht hierher.
Wer zu letzt lacht, lacht am besten!
Für 18 Uhr hat das Außenministerium eine Erklärung angekündigt. Meiner Meinung nach ist klar, was nun GB machen wird. GB hat es ja schon angekündigt, nur Assange und Ecuador haben es (bewusst) falsch interpretiert. Die Botschaft hat nur einen Ausgang und keinen Tiefgaragenzugang, so dass Assange die Botschaft durch die Türe verlassen muss. Sollte er dies nicht freiwillig machen, wird GB das Botschaftspersonal komplett als person non grata erklären und ausweisen. Dann ist die Botschaft verlassen und GB kann dann das besagte Gesetz anwenden ohne auch nur in irgendeiner Weise internationales Recht zu verletzen. Die Assangeanhänger haben sich zu früh gefreut.
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.08.2012 09:18 UhrUnd was wenn nicht?
Und was passiert, wenn er die Taten nicht begangen hat, am Tag der Einreise nach Schweden direkt in die USA weitergeleitet wird und ein Monat später zum Tode verurteilt wird, nur weil er die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen der USA öffentlich gemacht hat? Können Sie das verantworten?
Das habe ich
Natürlich habe ich mich mit den Vorwürfen in Schweden auseinander gesetzt? Sie auch? Warum versuchen Assangeanhänger die Vorwürfe ins lächerliche zu ziehen und sie zu verharmlosen? Laut britischem Gericht sind die Vorwürfe sehr ernst und werden sehr wahrscheinlich auch in GB strafbar! Was ist nun, wenn Assange die Taten wirklich begangen hat? Können Sie das ausschließen?
Ziemlich Arm
Wenn Sie mich fragen ... . Strafverfolgung, wofür ? Wenn Sie sich ein wenig mit dem Vorgang in Schweden auseinandergesetzt haetten wuerden Sie nicht von Strafverfolgung sprechen.
Ja, natürlich
Eine Person, die sich der Strafverfolgung eines demokratischen Rechtsstaat entzieht, wird verhaftet werden. Warum sollte mich das nicht freuen? Wenn Schweden angeblich so schlimm ist, warum hat Assange sich denn noch vor den Vorwürfen um eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis in Schweden bemüht? Erst nachdem die Staatsanwaltschaft ihn verhören wollte, war Schweden laut Aussagen ein Vasall der USA. Zufall?