In China leben nun 1,3397 Milliarden Menschen. Das hat die große Volkszählung vom vergangenen Jahr ergeben, deren Resultate am Donnerstag in Peking veröffentlicht wurden. Im Vergleich zu der vorangegangenen Volkszählung vor zehn Jahren sei die Bevölkerung um 73,9 Millionen Menschen beziehungsweise 5,84 Prozent gestiegen. Die jährliche Wachstumsrate habe bei 0,57 Prozent gelegen, gab das Nationale Statistikbüro bekannt, deutlich niedriger als die Wachstumsrate von 1,07 Prozent zwischen 1990 und 2000. Für die größte Volkszählung der Welt im November 2010 waren sechs Millionen Volkszähler von Tür zu Tür gezogen. Die Zählung findet in der Volksrepublik alle zehn Jahre statt.
Den Ergebnissen nach wächst die Bevölkerung zwar langsamer als zuvor, altert dafür aber schneller. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist der Anteil der Bevölkerung unter 14 Jahren um 6,29 Prozentpunkte gesunken. Sie stellen nur noch 16,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Menschen über 60 Jahre ist dagegen um 2,93 Prozentpunkte auf 13,26 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Die hohe Zahl von Senioren stellt nach Ansicht von Fachleuten in den kommenden Jahrzehnten Chinas unentwickelte Sozialsysteme vor riesige Herausforderungen. Zudem wird die Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter abnehmen.
Die Ursache der für ein Schwellenland ungewöhnlich schnellen Alterung ist die strenge Geburtenkontrolle in China, die vielen Familien in den Städten nur ein Kind erlaubt. Immer mehr Forscher treten für eine Lockerung der 30 Jahre alten Politik ein, da sich der Alterungsprozess der Gesellschaft durch den steigenden Lebensstandard noch weiter verschärfen werde. Als weitere Folge der Ein-Kind-Politik wird das wachsende Ungleichgewicht bei der Geschlechterverteilung gesehen. In China kommen auf 100 neugeborene Mädchen derzeit 118 Jungen zur Welt. Vor zehn Jahren waren es 116 Jungen. Insgesamt gibt es in China 34 Millionen mehr Männer als Frauen.
Offenbar aufgrund der für die ethnischen Minderheiten weniger strengen Geburtenkontrolle wächst dieser Bevölkerungsanteil derzeit schneller als die Mehrheitsbevölkerung der Han-Chinesen. Zudem ist auch der Anteil der Stadtbewohner rapide gewachsen und macht nun fast die Hälfte der Bevölkerung aus (49,68 Prozent). Der Anteil ist um 13,46 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2000 gestiegen. Die hohe Urbanisierungsrate lässt sich mit der Binnenmigration der Wanderarbeiter begründen. 261 Millionen Menschen wohnen seit mehr als einem halben Jahr an einem anderen Ort, als ihre Wohnsitzregistrierung angibt. Davon sind allerdings knapp 40 Millionen nur innerhalb einer Stadt umgezogen.
Deutschland sollte sich den Chinesen gegenueber voellig oeffnen
Markus Peldeg (publicminx)
- 28.04.2011, 19:51 Uhr
endlich
Richard Löwe (RichardL)
- 28.04.2011, 20:05 Uhr
Typische Idiotie
Torlin Monger (TMonger)
- 28.04.2011, 20:29 Uhr
