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Griechenland Gescheitert in Athen

 ·  Man könnte Griechenland inzwischen einen „gescheiterten Staat“ nennen. Es ist an der Zeit, dass die Europäer daraus Konsequenzen ziehen: Entweder muss das Land den Staatsbankrott anmelden oder die Eurozone verlassen.

Artikel Lesermeinungen (33)

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Rolf Joachim Siegen

Gescheitert in Frankfurt

Die Rechtsfigur des Staatsbankrotts gibt es - mangels supranationalen Konkursgerichts - nicht. Schon gar nicht gibt es die Feststellung eines Bankrotts ohne zugrunde liegenden Konkursantrag.
Ebenso wenig besteht der andere Loesungsweg, die Griechen aus der Eurozone zu draengen. Ausserdem: Selbst wenn es schlussendlich gelaenge, die Griechen entsprechend unter Druck zu setzen, bliebe das Sorgenkind Griechenland bestehen. Wir haetten es dann mit einer dauerhaften Armutszone am Rande Europas zu tuen mit allen unerwuenschten Folgen (unkontrollierte Migration, etc.)
Kurz: Es toericht und verantwortungslos, der Oeffentlichkeit solche (Schein-) Loesungen vorzugaukeln. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Europa ist eine Schicksalsgemeinschaft; allerdings scheint manchen Zeitgenossen der Gemeinschaftssinn zu fehlen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.02.2012 02:00 Uhr
Thomas Sievers

@ROLF JOACHIM SIEGEN

einzig töricht und verantwortungslos ist etwas als "Schicksalsgemeinschaft" zu titulieren, ohne es mit Inhalt füllen zu wollen. Ihr Beitrag gibt keinerlei Lösungsansätze, sagt nur, dass es keinen Lösungsweg gibt. DAS nenne ich töricht und mit einer solchen Haltung müsste alles im Ist-Zustand zementiert werden. Prost Mahlzeit!

Selbstverständlich gibt es keine offizielle Handhabe bei einem Staatsbankrott, schon gar nicht mit dem Geburtsfehler den eben dieser EURO ohne eine demokratisch legitimierte Wirtschaftsregierung von anbeginn hat.

Das es jedoch unmöglich sei, ist genauso falsch, das Belegt der Weg von Argentienien und viele andere Staaten, die exakt das hinter sich brachten: einen Staatsbankrott.

Es möge bitte niemand unser Europa in einen Einheitsbrei - unter der Maßgabe von Vorstellungen einiger weniger Finanz-Lobbyisten in Brüssel - verwandeln wollen. Wir sind gewachsen als Kontinent der Vielfalt und der Kulturen und nicht einer maßgeblichen "Finanz- und Börsenkultur".

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Achim Detjen
Achim Detjen (AchimD) - 10.02.2012 19:11 Uhr

PRIMA!

Endlich haben des auch die Medien erkannt: Griechenland ist ein gescheiterter Staat, ein Failed State -- und zwar nicht in Anführungszeichen, sondern in der Realität. Ich schriebe dies hier seit Monaten, den das war spätestens seit dem OECD-Bericht vom letzten Jahr offenkundig, der Griechenland jede "normale" Staats- und Verwaltungstätigkeit und -möglichkeit abgesprochen hat.
Was jetzt dringend nötig ist, wäre ein Plan für eine "geregelte" Insolvenz des politischen Gebildes Griechenland, damit dieser Kollaps nicht noch weitere Staaten mitreisst!

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Klaus Peter Kraa

Griechenland ist ein Fanal

Für das Problem, daß Europapolitik und nationale Politik vor 12 Jahren eine Politische Union und eine Währungsunion nicht auseinanderhalten konnten. Ob diese Erkenntnis in der Politik heute gewachsen ist, muß man auf Grund mancher Äußerungen bezweifeln. Aber jeder dieser Strategen müsste doch wenigstens erkennen, daß ein weiteres Beharren auf der damaligen Entscheidung weder Griechenland noch Europa retten wird. Und sollte es doch möglich sein, müssen wir uns von zwei Prinzipien in Europa verabschieden: pacta sunt servanda und dem Prinzip, das jeder für eigene Entscheidungen auch die Verantwortung trägt. Denn wer das preisgibt, setzt die Zukunft Europas aufs Spiel, schreiben die Ökonomen des Münchener Ifo-Instituts. Alle anderen Lösungen als „weiter so“ sind auf jeden Fall billiger.

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Matthias Elger
Matthias Elger (melger) - 10.02.2012 16:56 Uhr

Herr Nonnenmacher woher auf einmal solch klare Aussagen?

Wenn Sie den Lesern solch klare Aussagen präsentieren, dann doch bitte etwas früher. Oder war das Scheitern der griechischen Reformen nicht schon vor 2 Jahren abzusehen. Vor allem zeigen Sie doch deutlich auf, warum die Regierungen der Geberländer noch immer zögern bzw. an Griechenlands Wandel glauben wollen. Denn Wahlkampf, Präsentation der Persönlichkeiten von Regierungen und Unterstützung der Banken leuchten doch hier nur zu deutlich hervor und genau dies schadet dem Euro.

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 10.02.2012 16:49 Uhr

Griechenland muss raus aus der Eurozone

Ich denke, Griechenland kann und wird in der Eurozone niemals wettbewerbsfähig werden können. Auch nicht durch einen Marshall-Plan, wovon einige unverbesserliche Gutmenschen bereits reden.

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Guenter Pohl
Guenter Pohl (teguepo) - 10.02.2012 16:35 Uhr

GR durch Betrug in die Währungsunion

Leider spricht keiner mehr davon, wie Griechenland mit falschen Angaben und mit tatkräftiger Hilfe von Gerhard Schröder und Hans Eichel in die Währungsunion gekommen ist. Dann wurde von Griechenland noch verlangt, dass Euro in griechisch auf den Scheinen steht.

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Michael Scheffler

Auch die FAZ hat sich in Sachen Euro nicht mit Ruhm bekleckert

Sie war sich nicht unbedingt dein Forum der Eurogegner. Denn, dass es für Griechenland einen Haircut usw. geben muss, haben diese schon seit langem postuliert.

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RENE PAUL ROZEK

Ich hoffe, dass Ihre Wünsche wahr werden !

Bisher ist der € eine stabile Währung. Allerdings haben die Deutschen Hüter das sinkende Schiff verlassen. Herr Draghi ist Italiener und hat nur das Problem Italien. Wenn er das löst, löst er das griechische gleich mit. Das Schöne ist, es gibt eine Lösung, die Vergemeinschaftung der Staatsschulden. Diese Lösung sorgt dafür, dass fleißige und steuer-ehrliche Staatsbürger für alle anderen arbeiten. Diese Lösung wäre die Verhöhnung jedes eher in Mittel- und Nordeuropa angesiedelten Bewohners. Der gesunde Menschenverstand müsste einem sagen : das ist Schwachsin. Aber ich habe Angst, dass genau das passiert. Im übrigen glaube ich nicht, dass wir das Recht haben, Bürger anderer Staaten umzuerziehen.

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Norbert Unger
Nor Bert (Nachleser) - 10.02.2012 15:11 Uhr

Au ja,

bitte schnell die mehr als überfälligen Konsequenzen ziehen. Wenn es nicht so maßlos traurig wäre, was unser Finanzminister, in bester Sparkassenkreditvergebermanier, damals von sich gegeben hat... Das ist Realsatire höchster Güte und deshalb so schlimm.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 10.02.2012 13:57 Uhr

Beides!

Staatsbankrott oder Verlassen der Eurozone?
Nein, beides ist notwendig. Dann können sie “in Würde“ nach eigenem Gusto und auf eigene Rechnung ihr Land reformieren, falls sie das überhaupt wollen.

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jens kaiser

"Kredite sind sicher, denn sie muessen ja zurueckbezahlt werden" W.Schaeuble

Diese geniale Weisheit unseres obersten Kassenwarts, geaeussert in einem Interview zu Beginn der Krise, muss ich doch noch einmal hier zum Besten geben. Und dieser Mann verwaltet unser Steuergeld und unsere finanzielle Zukunft! Tja, die duemmsten Kaelber waehlen ja bekanntlich...Allerdings waer die Opposition nicht umsichtiger.

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Norbert Dr. Leineweber

Die schonungslose Offenlegung der Probleme bedeutet erstklassigen Journalismus und ...

verdient den höchsten Respekt. Hoffentlich ist das Anstoß eine Partei zu gründen, die nicht die Interessen subventionierter Länder und Pleitestaaten vertritt sondern Volkes Stimme. Dass so gut wie jeder Deutsche inzwischen ein schlechtes Bausgefühl hat, ist mehr als begründet. eine neue Partei hätte mit Sicherheit den höchsten intellektuellen Zulauf in der Parteiengeschichte.
Herr Olaf Henkel, ziehen Sie die deutsche Notbremse und holen Sie Spitzenökonomen wie Prof. Sinn mit ins Boot. Dann hätte Politikberatung endlich Sinn.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2012 17:08 Uhr
Lothar Dombrowski

Ironie?

Henkel und Sinn halten Sie also für Personen, die die Interessen des Volkes vertreten und nicht etwa ganz eigene, Lobby- oder Klientelinteressen?
So weit ist es also schon gekommen?

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jens kaiser

O-Ton Schaeuble vor 2 Jahren: "Sind ja NUR Buergschaften"

Tja, und nu hat man - wie Frau Merkel laut HB heute anmerkte - ein gigentisches Haftungsrisiko am Hacken. Tja, das haben uns wohl boese Trolle oder Unbekannte (steckt Assad dahinter?!) eingebrockt. Bei der "Weitsicht" unserer Politiker fliegt hier bald alles um die hren. Portugal und Spanien stehen bereits vor der Tuer.

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Volker Kulessa

wieso "entweder" "oder"

Beides ist notwendig. Die verschleppte Insolvenz endlich (selbst Beihilfe ist strafbar) eingestehen und umsetzen. Dss allein aber hülfe wenig, wenn nicht gleichzeitig der Austritt aus dem Euro erfolgen würde, denn NUR so hätte GR eine Chance, wieder wettbewerbsfähig zu werden.

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Rolf Huchthausen

"Es ist an der Zeit, dass die Europäer daraus Konsequenzen ziehen" [Zitat Ende]

Richtig, Herr Nonnenmacher! Dazu gibt es aber viele Alternativen. Das ganze EU und €URO-Konstrukt gehört zurück auf den Entwicklungsstand!

Für die Übergangszeit schlage ich ein Steuereinbehaltungsrecht vor. Und zwar über den Betrag, der rechnerisch auf die Politiker- und Beamtenversorgung samt Gipfeltourismus bei jedem einzelnen Steuerzahler zusammenkommt. Damit "kann" man dann den Schaden Mensch-zu-Mensch abmildern, von Deutschen zu Griechen zu Portugiesen zu ... ! Schöner Nebeneffekt, wir wissen dann endlich genau, was uns diese wahnsinnige Dilettantenbande en bloc kostet.

Für den Großmachtswahnsinn nebst Nebengeräuschen wie EU-Subventionen etc. pp. können alle pensionierten bzw. amtierenden "Täter" noch erreicht werden. Dazu kann deren Vermögen gepfändet werden ebenfalls zur Schadensmilderung.

Es hat hier der Versuch eines kalten Umsturzes ohne demokratische Legitimation stattgefunden mit epochalen Schäden, und es gibt ein Verursacherprinzip!

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Rolf Joachim Siegen

Falsches Rechenexempel, Herr Nonnenmacher

Denn die Rechtsfigur des Staatsbankrotts gibt es - mangels supranationalen Konkursgerichts - nicht. Schon gar nicht gibt es die Feststellung eines Bankrotts ohne zugrunde liegenden Konkursantrag.
Ebenso wenig besteht der andere Loesungsweg, die Griechen aus der Eurozone zu draengen. Ausserdem: Selbst wenn es schlussendlich gelaenge, die Griechen entsprechend unter Druck zu setzen, bliebe das Sorgenkind Griechenland bestehen. Wir haetten es dann mit einer dauerhaften Armutszone am Rande Europas zu tuen mit allen unerwuenschten Folgen (unkontrollierte Migration, etc.)
Kurz: Es toericht und verantwortungslos, der Oeffentlichkeit solche (Schein-) Loesungen vorzugaukeln. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Europa ist eine Schicksalsgemeinschaft; allerdings scheint manchen Zeitgenossen der Gemeinschaftssinn zu fehlen.

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Closed via SSO
Erich Ziehon (Leao) - 10.02.2012 11:39 Uhr

Menschen sind lernfähig, aber nicht belehrbar.

Deutschland brauchte eine katastrophale Inflation und einen Währungsschnitt bei Einführung der D-Mark, um die Aversion gegen Inflation zu lernen und erst zwei katastrophal verlorene Kriege haben uns den Militarismus ausgetrieben. Warum sollte es für Griechenland langfristig nicht besser sein, den Weg der bitteren Erfahrung zu gehen? Es würde mich nicht wundern, wenn in Griechenland sonst eine "finanzielle Dolchstoßlegende" entstünde.

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Lutz von Peter

Darf man das?

Herr Nonnenmacher, darf man das jetzt? Haben Sie jetzt keinen Maulkorberlass mehr zu fürchten? Was schon vor Jahresfrist deutlich war haben Sie und Ihre Kollegen aus politischen Opportunitätsgründen nicht gesagt. Aber jetzt, wo es die Spatzen von den Dächern pfeiffen, jetzt entdecken Sie, was Sie schon vorher wussten.... Arm.

@Herr Meyer:
Das die Rettung nicht glückt: einverstanden. Aber made in Germany? Die Griechen haben ihre Wirtschaft in den Abgrund geritten. Die EU kam erst im letzten Kapitel dazu.

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Frank Badenstein

Gescheitert zu Leisten

Schulden verschwinden nur durch Leistung oder Erlaß. Wenn die Griechen nicht leisten wollen oder können oder keine Lust haben, dann kann das geprellte Publikum die Papiere der GR- Bonds an die Wand hängen und sich täglich über die Politik ärgern, oder über sich selbst.
Erlassen wir die Schulden, jeder trägt seinen Beitrag, von Claudia Roth bis Josef Ackermann,
und die Griechen dürfen weitermachen wie bisher.

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wolfgang ostheimer

ich fordere die Einführung des: "Präsidenten der europäischen union"

man könnte den Eindruck gewinnen, dass einzelne Staaten und deren Führungen nicht in der Lage sind--über andere Staaten Gericht zu halten--es fehlt offensichtlich -- die supervision und die instrumentalisierung---das heisst, es existiert keine Instanz , die übergeordnet und unabhängig verbindliche Entscheidungen trifft.
deutschland sollte vorsichtiger agieren, und sich um die Implementierung eines gesamteuropäischen - - den europäischen Erfordernissen angepassten und mit weitgehenden machtinstrumenten ausgestatteten - Präsidialamts anzunehmen...es fehlt derzeit an glaubwürdigen Persönlichkeiten...amerika hat den wert starker Persönlichkeiten als entscheidungshelfer und-träger längst erkannt...europa ist dabei---- durch das erst jetzt entstehende machtvakuum - das Einzelstaateninteressen erst hochkommen liess----- sich aufzulösen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2012 17:06 Uhr
wolfgang ostheimer

rechts

sie stehen mir zu weit rechtsaussen....und falls sarkastisch gemeint...behalten sie es besser für sich.

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wolfgang ostheimer

ich fordere

ich fordere.....im Bewusstsein meiner Machtlosigkeit....besser?

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Jahrgang 1948, Herausgeber.

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